Corporate Communications
Corporate Communications verantwortet die Kommunikation eines Unternehmens nach außen und innen – von Pressearbeit und Geschäftsberichten über Social Media bis zur Krisenkommunikation.
3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Corporate Communications verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.000 € | 3.600 € | 4.300 € | 43.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.000 € | 5.000 € | 6.200 € | 60.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 5.500 € | 7.000 € | 10.000 € | 84.000 € |
Die Spanne ist groß und hängt vor allem an Branche und Unternehmensgröße: Konzerne in Pharma, Finanzen und Industrie zahlen oft nach Tarifverträgen der jeweiligen Branche und deutlich über dem Median, PR-Agenturen, Verbände und Nichtregierungsorganisationen klar darunter. Im öffentlichen Dienst richtet sich die Vergütung nach dem TVöD oder TV-L, meist um die Entgeltgruppen 11 bis 14.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht Corporate Communications?
Unternehmenskommunikation ist die Schnittstelle zwischen einem Unternehmen und allen, die etwas über es wissen wollen oder wissen sollen: Journalisten, Kunden, Investoren, Behörden, Beschäftigte. Der Arbeitstag besteht aus Texten, Abstimmen und Telefonieren. Pressemitteilungen werden geschrieben und mit Fachabteilungen, Recht und Geschäftsführung abgestimmt, Anfragen von Redaktionen beantwortet, Interviews vorbereitet, Sprechzettel und Q&A-Listen für Vorstandsauftritte erstellt. Dazu kommen Beiträge für Intranet und Mitarbeiterzeitung, LinkedIn-Posts, Beiträge zum Geschäftsbericht, Reden, Präsentationen und die Betreuung externer Agenturen.
Ein zweiter Teil der Arbeit ist Planung: Themenkalender, Kommunikationskonzepte für Produkteinführungen, Standortschließungen oder Zusammenschlüsse, Medienbeobachtung und Auswertung der Berichterstattung. Wird ein Thema kritisch, verschiebt sich alles: Bei Rückrufen, Unfällen, Datenlecks oder Kündigungswellen entscheidet die Kommunikation innerhalb von Stunden, wer was sagt und was nicht.
Wie wird man Corporate Communications Manager?
Der übliche Weg führt über ein Studium – Kommunikationswissenschaft, Publizistik, Journalistik, Germanistik, Wirtschafts- oder Politikwissenschaft. Vorgeschrieben ist keine Fachrichtung; entscheidend sind Schreibproben und praktische Erfahrung. Viele beginnen mit Praktika in Presseabteilungen oder PR-Agenturen, einem Volontariat in einer Redaktion oder einem Traineeprogramm in der Unternehmenskommunikation eines größeren Konzerns. Ein Wechsel aus dem Journalismus ist ein häufiger und gut angesehener Quereinstieg, weil das Handwerk – recherchieren, verdichten, unter Zeitdruck schreiben – identisch ist.
Ohne Studium ist der Einstieg schwerer, aber möglich: über Ausbildungen im Medien- oder Marketingbereich, nachgewiesene Erfahrung in Redaktionen oder Social Media und Weiterbildungen an PR-Akademien. Wer in einer Branche kommuniziert, muss deren Sprache lernen – in der Pharmaindustrie, bei Banken oder in der Energiewirtschaft ist Fachverständnis wichtiger als jede Kommunikationstheorie.
Was der Beruf verlangt
Der Beruf lebt von Abstimmung, und die kostet Nerven. Jeder Text durchläuft mehrere Instanzen, Fachabteilungen wollen mehr Details, das Recht will weniger Aussage, der Vorstand ändert am Abend vorher die Kernbotschaft. Wer erwartet, überwiegend selbst zu schreiben, wird enttäuscht: Ein großer Teil der Zeit geht in Koordination.
Die Arbeitszeiten sind grundsätzlich Bürozeiten, aber schlecht planbar. Bilanzpressekonferenzen, Krisen und Veröffentlichungstermine bedeuten Abende, Wochenenden und Erreichbarkeit im Urlaub. Kritische Berichterstattung trifft die Kommunikationsabteilung als erste, oft auch dann, wenn die Ursache woanders liegt. Loyalität zum Arbeitgeber und persönliche Haltung geraten dabei gelegentlich in Konflikt – das aushalten zu können, gehört zum Beruf.
Gebraucht werden fehlerfreies, schnelles Schreiben, sicheres Englisch, Verständnis für Zahlen und Geschäftsmodelle sowie die Fähigkeit, ruhig zu bleiben, wenn andere es nicht sind.
Aussichten
Die Nachfrage ist stabil, aber der Wettbewerb um Einstiegsstellen hoch – kommunikationsnahe Studiengänge bringen mehr Absolventen hervor, als Presseabteilungen aufnehmen. Wer digitale Kanäle, Datenauswertung und Fachthemen wie Nachhaltigkeitsberichterstattung beherrscht, hat deutlich bessere Karten. Entwicklungswege führen zur Leitung eines Kommunikationsbereichs, zur Pressesprecherrolle, in die Investor Relations oder in die Beratung. Auch Verbände, Behörden, Kliniken und Hochschulen suchen Kommunikationsfachkräfte; dort ist die Bezahlung geringer, die Arbeitszeit meist besser geregelt.
Aufgaben
- Pressemitteilungen, Statements und Fachbeiträge schreiben und abstimmen
- Anfragen von Journalisten beantworten und Interviews vorbereiten
- interne Kommunikation über Intranet, Newsletter und Mitarbeiterveranstaltungen
- Social-Media-Kanäle des Unternehmens redaktionell betreuen
- Kommunikationskonzepte für Produkte, Umbauten oder Zusammenschlüsse entwickeln
- Krisenkommunikation planen und im Ernstfall steuern
- Medienbeobachtung auswerten und der Geschäftsführung berichten
- Agenturen, Fotografen und Dienstleister beauftragen und koordinieren
Voraussetzungen
- abgeschlossenes Hochschulstudium, häufig Kommunikations-, Geistes- oder Wirtschaftswissenschaften
- sehr sicheres Schreiben in kurzer Zeit, belegt durch Arbeitsproben
- gutes Englisch, in internationalen Unternehmen Verhandlungsniveau
- Verständnis für betriebswirtschaftliche Zusammenhänge und Kennzahlen
- Belastbarkeit, Diskretion und Souveränität in Konfliktsituationen
- Bereitschaft zu unregelmäßigen Arbeitszeiten und Erreichbarkeit
Wo man arbeitet
- Presse- und Kommunikationsabteilungen von Unternehmen
- PR- und Kommunikationsagenturen
- Verbände, Stiftungen und Nichtregierungsorganisationen
- Behörden, Kliniken und Hochschulen
- Beratungsunternehmen mit Schwerpunkt Kommunikation
Der Weg in den Beruf
Üblich ist ein Bachelor- oder Masterstudium in Kommunikationswissenschaft, Journalistik, Wirtschafts- oder Geisteswissenschaften, insgesamt drei bis fünf Jahre. Darauf folgt meist ein Traineeprogramm, Volontariat oder eine Junior-Position in einer Agentur oder Presseabteilung von zwölf bis 24 Monaten. Quereinsteiger aus dem Journalismus werden mit Redaktionserfahrung und Arbeitsproben eingestellt.
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Praktikum im Bereich Corporate Communications
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- Offene Stellen
- 6
- Monatsbrutto
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