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Finanzen & Controlling

Consultant Accounting & Finance Beratung

Consultants für Accounting & Finance beraten Unternehmen bei Jahresabschlüssen, Umstellungen auf internationale Rechnungslegung, der Einführung von Finanzsoftware und der Neuordnung von Finanzprozessen. Sie arbeiten projektweise beim Kunden oder remote und wechseln alle paar Monate das Thema.

10 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Consultant Accounting & Finance Beratung verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.800 € 4.400 € 5.200 € 52.800 €
Mit Berufserfahrung 5.000 € 6.000 € 7.500 € 72.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 7.000 € 8.800 € 13.000 € 105.600 €

Das Gehalt hängt stark von der Größe und Ausrichtung des Hauses ab: Große Prüfungs- und Beratungsgesellschaften zahlen nach festen Karrierestufen mit klaren Sprüngen, kleine Boutiquen frei verhandelt und teils höher, interne Konzernberatungen oft nach Tarif oder Haustarif der jeweiligen Branche. Variable Boni von zehn bis dreißig Prozent des Jahresgehalts sind ab der Manager-Ebene üblich und hier nicht eingerechnet.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Consultant Accounting & Finance?

Die Arbeit beginnt fast immer mit einem Projektauftrag: Ein Konzern muss seinen Abschluss künftig nach IFRS aufstellen, ein Mittelständler will seinen Monatsabschluss von zwanzig auf zehn Tage verkürzen, eine Private-Equity-Gesellschaft braucht vor einem Zukauf eine Financial Due Diligence. Consultants analysieren dann die bestehenden Buchhaltungs- und Reportingprozesse, sichten Kontenpläne, Bilanzierungsrichtlinien und Systemeinstellungen in SAP oder einem anderen ERP, sprechen mit Buchhaltern und Controllern und schreiben auf, wo Zahlen falsch, spät oder gar nicht entstehen.

Danach folgt die Umsetzung. Das bedeutet Bilanzierungsfragen klären, Bewertungsmodelle für Leasingverträge oder Rückstellungen bauen, Konsolidierungslogiken definieren, Arbeitsanweisungen schreiben, Testfälle im System durchspielen und die Mitarbeitenden des Kunden schulen. Vieles davon spielt sich in Excel, PowerPoint und im ERP-System ab. Ein erheblicher Teil der Zeit geht in Abstimmung: Statusmeetings, Workshops, Protokolle, Rückfragen an Wirtschaftsprüfer.

Wie wird man Consultant Accounting & Finance?

Üblich ist ein wirtschaftswissenschaftliches Studium mit Schwerpunkt Accounting, Controlling, Finance oder Wirtschaftsprüfung, Bachelor oder Master. Große Beratungen und Prüfungsgesellschaften stellen direkt von der Hochschule ein und bilden intern weiter. Der zweite gängige Weg führt über einige Jahre in der Wirtschaftsprüfung oder im Konzernrechnungswesen; wer Abschlüsse selbst erstellt oder geprüft hat, wird als Quereinsteiger gern genommen. Auch Bilanzbuchhalterinnen mit ERP-Erfahrung finden den Einstieg, besonders bei Beratungen mit Prozess- und Systemfokus. Berufsbegleitend folgen häufig Examina wie Wirtschaftsprüfer, Steuerberater oder CFA sowie Zertifizierungen in SAP-Modulen.

Was der Beruf verlangt

Die Auslastung schwankt stark. In Abschluss- und Go-Live-Phasen sind Sechzig-Stunden-Wochen keine Ausnahme, dazwischen gibt es ruhigere Wochen mit interner Arbeit. Reisetätigkeit ist je nach Haus deutlich zurückgegangen, aber nicht verschwunden: Zwei Tage pro Woche beim Kunden sind verbreitet. Wer Planbarkeit braucht, tut sich schwer.

Inhaltlich muss man sich schnell in fremde Geschäftsmodelle und gewachsene Systemlandschaften einarbeiten und Ergebnisse präsentieren, bevor man alles verstanden hat. Fachlich verlangt der Beruf sichere Kenntnisse in HGB und IFRS, Verständnis für Datenstrukturen und die Fähigkeit, komplizierte Sachverhalte in wenigen Folien verständlich zu machen. Dazu kommt die politische Seite: Projekte scheitern selten an der Bilanzierung, sondern an Widerständen in der Organisation. Der Leistungsdruck in großen Häusern ist hoch, die Fluktuation entsprechend.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil und wird von regulatorischen Wellen getrieben: Nachhaltigkeitsberichterstattung, E-Invoicing, S/4HANA-Migrationen, Konzernumstrukturierungen. Fachkräfte mit IFRS- und ERP-Erfahrung sind knapp. Die Karriere in Beratungen verläuft in klaren Stufen bis zum Manager und Partner, mit deutlichen Gehaltssprüngen und steigender Vertriebsverantwortung. Viele wechseln nach drei bis sechs Jahren auf die Unternehmensseite, etwa in die Konzernbilanzierung, ins Group Reporting oder in Finanzleitungsfunktionen; die Beratungszeit gilt dort als guter Startpunkt.

Aufgaben

  • Ist-Analyse von Buchhaltungs-, Abschluss- und Reportingprozessen
  • Umstellungsprojekte von HGB auf IFRS begleiten
  • Bilanzierungsfragen prüfen und Stellungnahmen verfassen
  • Einführung und Anpassung von ERP- und Konsolidierungssystemen unterstützen
  • Financial Due Diligence bei Unternehmenskäufen durchführen
  • Bilanzierungsrichtlinien und Arbeitsanweisungen erstellen
  • Workshops und Schulungen für Kundenteams durchführen
  • Ergebnisse für Geschäftsführung und Aufsichtsgremien aufbereiten

Voraussetzungen

  • Studium in Betriebswirtschaft, Wirtschaftswissenschaften oder vergleichbar, Schwerpunkt Accounting oder Finance
  • Sichere Kenntnisse in HGB, möglichst auch IFRS
  • Erfahrung mit Excel auf hohem Niveau, idealerweise mit SAP oder einem anderen ERP-System
  • Gutes Englisch, in internationalen Projekten Arbeitssprache
  • Bereitschaft zu Reisen und zu belastbaren Projektphasen
  • Fähigkeit, komplexe Sachverhalte verständlich zu präsentieren

Wo man arbeitet

  • Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaften
  • Spezialisierte Finance-Beratungen und Boutiquen
  • IT- und ERP-Beratungshäuser mit Finance-Fokus
  • Interne Beratungseinheiten großer Konzerne
  • Beim Kunden vor Ort und im Homeoffice

Der Weg in den Beruf

Der übliche Weg ist ein drei- bis fünfjähriges wirtschaftswissenschaftliches Studium mit Schwerpunkt Accounting, Controlling oder Wirtschaftsprüfung und anschließendem Direkteinstieg als Consultant. Alternativ steigt man nach einigen Jahren in der Wirtschaftsprüfung, im Konzernrechnungswesen oder als Bilanzbuchhalter mit ERP-Erfahrung ein. Berufsbegleitend werden häufig Examina wie Wirtschaftsprüfer oder Steuerberater sowie System- und IFRS-Zertifikate absolviert.

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