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Handwerk & Produktion

CNC-Fräser

CNC-Fräser richten computergesteuerte Fräsmaschinen ein und fertigen daran Metall- oder Kunststoffteile nach Zeichnung. Sie überwachen die Bearbeitung, korrigieren Programme und prüfen die Maße der fertigen Werkstücke.

18 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als CNC-Fräser verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.500 € 2.900 € 3.300 € 34.800 €
Mit Berufserfahrung 3.000 € 3.400 € 3.900 € 40.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.400 € 4.000 € 4.800 € 48.000 €

Entscheidend ist, ob der Betrieb dem Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie folgt – dort liegen die Entgelte deutlich über denen kleiner, tariffreier Lohnfertiger. Schicht-, Nacht- und Wochenendzulagen können den Verdienst zusätzlich merklich anheben, ebenso die Region: in Baden-Württemberg und Bayern wird besser gezahlt als im Osten.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein CNC-Fräser?

CNC-Fräser stellen Bauteile her, die auf Hundertstelmillimeter genau stimmen müssen: Gehäuse, Wellen, Formeinsätze, Prototypen, Ersatzteile. Grundlage ist eine technische Zeichnung oder ein CAD-Modell. Daraus entsteht ein Programm, das die Maschine Schritt für Schritt abfährt. Häufig kommt das Programm aus der Arbeitsvorbereitung, oft schreibt oder ändert der Fräser es aber selbst direkt an der Steuerung – verbreitet sind Siemens Sinumerik, Heidenhain und Fanuc.

Vor dem ersten Teil steht das Einrichten: Werkstück spannen, Nullpunkt antasten, Werkzeuge in das Magazin einwechseln und vermessen, Kühlmittel prüfen. Dann läuft ein Probeteil, das mit Messschieber, Bügelmessschraube, Messuhr oder auf der Messmaschine kontrolliert wird. Passt es nicht, werden Korrekturwerte gesetzt oder das Programm angepasst. In der Serie kommt Überwachung dazu: Werkzeugverschleiß beurteilen, Standzeiten im Blick behalten, Späne entfernen, Maße stichprobenweise nachmessen und dokumentieren. Bei Störungen sucht der Fräser die Ursache – stumpfe Fräser, falsche Spannung, Vibrationen, Programmfehler. Wartung und Pflege der Maschine gehören ebenfalls dazu.

Wie wird man CNC-Fräser?

Der klassische Weg ist eine duale Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker, Fachrichtung Fräsmaschinensysteme, dreieinhalb Jahre im Betrieb und in der Berufsschule. Auch Industriemechaniker, Werkzeugmechaniker oder Feinwerkmechaniker arbeiten an CNC-Fräsmaschinen. Voraussetzung ist in der Regel ein guter Hauptschul- oder ein Realschulabschluss; wichtiger als Noten sind räumliches Vorstellungsvermögen und ein Gefühl für Genauigkeit.

Quereinstieg kommt vor, vor allem in Betrieben mit Personalmangel. Angelernte bedienen dann zunächst eingerichtete Maschinen und arbeiten sich über Lehrgänge zu CNC-Technik, Programmierung und Messtechnik weiter. Ohne Facharbeiterbrief bleiben Verdienst und Aufstieg allerdings meist begrenzt. Wer aus einem anderen Metallberuf kommt, braucht vor allem Praxis an der Steuerung.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit findet in der Werkstatt oder Fertigungshalle statt: Maschinenlärm, Kühlschmierstoffnebel, Öl an den Händen, Späne. Gehörschutz und Sicherheitsschuhe sind Pflicht. Gestanden wird viel, schwere Werkstücke und Spannmittel werden gehoben, auch wenn Kran und Hebehilfen üblich sind. Hautprobleme durch Kühlmittel sind ein bekanntes Thema.

In Betrieben mit hoher Maschinenauslastung wird in zwei oder drei Schichten gearbeitet, teils auch am Wochenende. Termindruck ist normal, ein Ausschussteil aus teurem Material fällt sofort auf. Der Beruf verlangt Geduld für Routine und gleichzeitig Aufmerksamkeit, weil ein übersehener Werkzeugbruch eine ganze Charge kostet. Wer nicht gern allein und konzentriert an einer Maschine arbeitet, wird damit Mühe haben.

Aussichten

Zerspanungsfachkräfte werden im Maschinenbau, in der Automobilzulieferung, in der Medizintechnik und in der Luftfahrt gesucht; viele Betriebe finden kaum Nachwuchs. Konjunkturschwankungen treffen die Branche allerdings deutlich, in Krisen wird zuerst Kurzarbeit gefahren. Automatisierung ersetzt einfache Bedientätigkeiten, erhöht aber den Bedarf an Leuten, die einrichten, programmieren und Fehler finden.

Entwicklungswege führen über die Programmierung mit CAM-Software, über Mehrachs- und Simultanbearbeitung oder in die Qualitätssicherung. Mit Weiterbildung sind Industriemeister Metall, Techniker Maschinenbautechnik oder eine Aufgabe in Arbeitsvorbereitung und Fertigungsplanung möglich; ein Meister eröffnet auch die Ausbildung eigener Lehrlinge.

Aufgaben

  • CNC-Fräsmaschinen nach Auftragsunterlagen einrichten
  • Werkstücke spannen, Nullpunkte antasten und Werkzeuge vermessen
  • Programme an der Steuerung eingeben, ändern und optimieren
  • Erstteile prüfen und Korrekturwerte setzen
  • Serienfertigung überwachen und Werkzeugverschleiß beurteilen
  • Maße mit Messschieber, Messschraube und Messmaschine kontrollieren
  • Prüfergebnisse dokumentieren
  • Maschinen pflegen, warten und bei Störungen eingrenzen

Voraussetzungen

  • abgeschlossene Ausbildung als Zerspanungsmechaniker oder vergleichbare Metallausbildung
  • technische Zeichnungen und Toleranzangaben lesen können
  • Kenntnisse einer CNC-Steuerung wie Heidenhain, Siemens oder Fanuc
  • räumliches Vorstellungsvermögen und Genauigkeit
  • Bereitschaft zur Schichtarbeit
  • körperliche Belastbarkeit für Stehen, Heben und Lärm
  • Grundkenntnisse in Mess- und Prüftechnik

Wo man arbeitet

  • Maschinenbaubetriebe
  • Zerspanungs- und Lohnfertigungsbetriebe
  • Automobilzulieferer
  • Werkzeug- und Formenbau
  • Medizin- und Luftfahrttechnik
  • Instandhaltungswerkstätten großer Industriebetriebe

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die dreieinhalbjährige duale Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker mit Fachrichtung Fräsmaschinensysteme, abgeschlossen mit der IHK-Prüfung. Auch Industrie-, Werkzeug- und Feinwerkmechaniker wechseln in die CNC-Fräserei. Angelernte Kräfte können sich über Lehrgänge in CNC-Technik und Programmierung qualifizieren, verdienen ohne Facharbeiterbrief aber meist weniger.

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