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C++ Engineer

C++ Engineer entwickeln Software in C++, dort wo Geschwindigkeit, Speicherkontrolle und direkter Zugriff auf Hardware zählen – etwa in Steuergeräten, Finanzsystemen, Simulationen oder Spielen. Sie schreiben, testen und optimieren Code, der oft über Jahre in Betrieb bleibt.

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Gehalt

Was man als C++ Engineer verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.800 € 4.400 € 5.200 € 52.800 €
Mit Berufserfahrung 4.800 € 5.700 € 6.800 € 68.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 6.000 € 7.200 € 9.500 € 86.400 €

Am stärksten wirken Branche und Region: Finanzsektor und Automobilkonzerne im Süden zahlen deutlich über Mittelstand und Forschungseinrichtungen. Bei tarifgebundenen Arbeitgebern richtet sich die Vergütung nach dem Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie oder nach dem TV-L beziehungsweise TVöD, was nach oben begrenzt, aber verlässlich ist.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein C++ Engineer?

C++ Engineer schreiben Programme in einer Sprache, die dem Entwickler viel Kontrolle über Speicher und Rechenzeit gibt – und ihm dafür viel Verantwortung überlässt. Typische Einsatzgebiete sind eingebettete Systeme in Fahrzeugen und Industrieanlagen, Bildverarbeitung, Medizingeräte, Handelssysteme im Finanzsektor, Simulations- und CAD-Software sowie Spiele-Engines.

Der Alltag besteht aus mehr als dem Schreiben neuer Funktionen. Anforderungen werden mit Fachabteilungen oder Kunden geklärt, Schnittstellen entworfen, Klassen und Templates implementiert, Unit-Tests geschrieben. Ein erheblicher Teil der Arbeit geht in bestehenden Code: Fehler in Systemen suchen, die schon viele Jahre laufen, Speicherlecks mit Werkzeugen wie Valgrind oder AddressSanitizer aufspüren, Laufzeitprofile analysieren und Engpässe beseitigen. Dazu kommen Code-Reviews, Pflege der Build-Systeme mit CMake, Arbeit an CI-Pipelines und die Migration alter Codebasen auf neuere Sprachstandards.

Wie wird man C++ Engineer?

Der übliche Weg führt über ein Studium der Informatik, Technischen Informatik, Elektrotechnik, Physik oder Mathematik – Bachelor oder Master. Auch die Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung ist ein möglicher Einstieg, häufig mit anschließender Weiterbildung. Ein förmlicher Abschluss ist keine harte Bedingung: Wer in Open-Source-Projekten, in der Spieleentwicklung oder aus einem angrenzenden Ingenieurberuf heraus nachweisbar solides C++ schreibt, findet Stellen. Der Quereinstieg aus Python oder Java gelingt, verlangt aber echte Einarbeitung in Zeigerarithmetik, Speichermodelle, Templates und die Regeln moderner Standards ab C++11.

Wichtig sind neben der Sprache selbst Kenntnisse in Betriebssystemen, Nebenläufigkeit, Netzwerkprotokollen und – je nach Branche – Echtzeitanforderungen, Normen wie ISO 26262 oder Hardware-Debugging. Englisch ist Arbeitssprache der Dokumentation und oft des Teams.

Was der Beruf verlangt

C++ verzeiht wenig. Fehler zeigen sich nicht als saubere Exception, sondern als sporadischer Absturz nach Stunden Laufzeit. Fehlersuche kann Tage dauern und Geduld verlangen, die nicht jeder aufbringt. Wer schnelle Erfolge sucht, ist in Web- oder App-Entwicklung besser aufgehoben.

Die Arbeitszeiten sind meist regulär, mit Gleitzeit und oft anteiliger Arbeit von zu Hause. Vor Releases oder Zertifizierungsterminen wird es enger; in der Spielebranche sind längere Belastungsphasen verbreitet. Bei sicherheitskritischer Software kommt Dokumentationsaufwand hinzu, der viele Entwickler als zäh empfinden. Körperlich ist die Arbeit anspruchslos, dafür sitzend und bildschirmintensiv. Ein Teil der Stellen liegt in Konzernen mit langen Entscheidungswegen und teils veralteten Codebasen – wer moderne Werkzeuge erwartet, sollte im Bewerbungsgespräch nachfragen.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil und in einigen Feldern höher als das Angebot, weil vergleichsweise wenige Berufseinsteiger sich C++ zuwenden. Große Codebasen in Automobilindustrie, Maschinenbau, Luftfahrt und Finanzwesen werden über Jahrzehnte weiterentwickelt und brauchen Fachleute. Gleichzeitig verdrängt Rust die Sprache in manchen neuen Projekten, vor allem dort, wo Speichersicherheit im Vordergrund steht.

Entwicklungswege führen in die technische Spezialisierung als Senior oder Principal Engineer, in die Software-Architektur, in die Teamleitung oder in beratende Tätigkeit. Wer Erfahrung mit Echtzeitsystemen, Performance-Optimierung oder Zertifizierung nach Branchennormen mitbringt, hat gute Verhandlungsposition.

Aufgaben

  • Software-Komponenten in modernem C++ entwerfen und implementieren
  • Unit- und Integrationstests schreiben und in CI-Pipelines einbinden
  • Fehler in bestehenden Systemen analysieren und beheben
  • Laufzeit- und Speicherverhalten profilieren und optimieren
  • Schnittstellen zu Hardware, Bibliotheken oder anderen Diensten anbinden
  • Code-Reviews durchführen und Build-Konfigurationen mit CMake pflegen
  • Anforderungen mit Fachabteilungen und Testteams abstimmen
  • technische Entscheidungen und Schnittstellen dokumentieren

Voraussetzungen

  • Studium in Informatik, Technischer Informatik, Elektrotechnik oder vergleichbare nachweisbare Kenntnisse
  • sichere Beherrschung von C++ einschließlich Standards ab C++11, Speicherverwaltung und Templates
  • Grundlagen in Betriebssystemen, Nebenläufigkeit und Datenstrukturen
  • Erfahrung mit Git, Debuggern und Build-Werkzeugen
  • Ausdauer bei der Fehlersuche und sorgfältige Arbeitsweise
  • Englisch in Wort und Schrift

Wo man arbeitet

  • Softwarehäuser und IT-Dienstleister
  • Automobilhersteller und Zulieferer
  • Maschinen-, Anlagen- und Medizintechnikbau
  • Finanzdienstleister und Handelsfirmen
  • Spiele- und Simulationsstudios
  • Forschungseinrichtungen

Der Weg in den Beruf

Üblich ist ein Bachelor- oder Masterstudium in Informatik oder einer technischen Fachrichtung mit sechs bis zehn Semestern Dauer. Alternativ führt die dreijährige Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung in den Beruf, meist mit späterer Spezialisierung auf C++. Ein Quereinstieg ist möglich, wenn eigene Projekte oder Open-Source-Beiträge die Kenntnisse belegen.

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