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Baumkontrolleur / Spielplatzkontrolleur

Baum- und Spielplatzkontrolleure prüfen Bäume und Spielgeräte im öffentlichen Raum auf Sicherheit, dokumentieren Schäden und schlagen Maßnahmen vor. Sie arbeiten überwiegend draußen, bei jedem Wetter, und tragen Verantwortung für die Verkehrssicherheit.

4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Baumkontrolleur / Spielplatzkontrolleur verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.600 € 2.950 € 3.300 € 35.400 €
Mit Berufserfahrung 3.100 € 3.500 € 4.000 € 42.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.600 € 4.200 € 5.200 € 50.400 €

Der größte Teil der Stellen liegt im öffentlichen Dienst und wird nach TVöD vergütet, meist in den Entgeltgruppen 6 bis 9a, bei Sachverständigentätigkeit höher. In privaten Baumpflege- und Prüfbetrieben wird freier verhandelt, teils nach dem Tarifvertrag des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbaus; Selbstständige rechnen nach Baum- oder Prüfobjektzahl ab.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Baumkontrolleur oder Spielplatzkontrolleur?

Baumkontrolleure gehen Straßenbäume, Parkbestände, Friedhöfe und Bäume auf Schulgeländen systematisch ab und beurteilen ihre Stand- und Bruchsicherheit. Grundlage ist die Sichtkontrolle vom Boden aus, in der Regel nach der visuellen Baumkontrolle (VTA) und den FLL-Baumkontrollrichtlinien: Kronenzustand, Totholz, Pilzfruchtkörper, Rindenschäden, Wurzelanläufe, Zwiebeln und Rissbildungen. Erkannte Auffälligkeiten werden fotografiert, in einem Baumkataster erfasst und mit einer Maßnahme versehen – Totholzentnahme, Kroneneinkürzung, eingehende Untersuchung mit Bohrwiderstandsmessung oder Fällung. Bei Sturm rücken Kontrolleure zur Nachschau aus.

Spielplatzkontrolleure prüfen Spielgeräte, Fallschutzböden, Zäune und Sandflächen nach DIN EN 1176 und 1177. Sie messen Fangstellen und Fallhöhen, prüfen Schrauben, Seile, Ketten, Holzpfosten auf Fäule und Fundamente auf Freilegung. Die visuelle Routineinspektion erfolgt häufig wöchentlich, die operative Inspektion vierteljährlich, die Jahreshauptinspektion einmal jährlich mit ausführlichem Bericht. Kleinere Mängel werden oft direkt behoben, Gefahrenstellen gesperrt.

Beide Tätigkeiten laufen bei vielen Arbeitgebern in einer Person zusammen, ergänzt um Verkehrszeichen-, Bank- und Wegekontrollen.

Wie wird man Baumkontrolleur oder Spielplatzkontrolleur?

Es gibt keine eigene Ausbildung. Üblich ist eine abgeschlossene Ausbildung als Landschaftsgärtner, Forstwirt, Baumpfleger oder ein Studium bzw. eine Techniker- oder Meisterqualifikation im Garten- und Landschaftsbau. Darauf baut ein Zertifikatslehrgang auf: FLL-zertifizierter Baumkontrolleur, in der Regel eine Woche Lehrgang mit schriftlicher und praktischer Prüfung, alle drei Jahre Auffrischung. Für Spielplätze qualifiziert der Lehrgang zum befähigten Spielplatzprüfer oder zum qualifizierten Spielplatzprüfer nach DIN 79161, ebenfalls mit Prüfung und regelmäßiger Fortbildung.

Quereinstieg gelingt am ehesten aus dem Bauhof oder aus einer handwerklichen Grünberufslaufbahn heraus. Ohne fachlichen Hintergrund werden die Lehrgänge selten akzeptiert.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit findet ganzjährig im Freien statt, auch bei Regen, Frost und Hitze. Kontrolleure sind viel zu Fuß unterwegs, oft mehrere Kilometer am Tag, im Straßenverkehr und auf unebenem Gelände. Der Blick nach oben über Stunden belastet Nacken und Schultern. Wer Bäume kontrolliert, trägt Verantwortung, die im Schadensfall geprüft wird: Eine übersehene Bruchgefahr kann Haftungsfragen auslösen, dokumentiert werden muss daher sauber und vollständig. Der Verwaltungsanteil ist größer, als viele erwarten – Kataster pflegen, Berichte schreiben, Prioritäten begründen, wenn das Budget für alle Maßnahmen nicht reicht.

Dazu kommen Konflikte: Anwohner, die einen Baum gefällt haben wollen, und Anwohner, die genau das verhindern wollen. Bereitschaftsdienste bei Sturmlagen sind bei kommunalen Arbeitgebern verbreitet. Die Arbeitszeiten sind ansonsten meist geregelt, im Sommer beginnt der Tag früh.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil und wächst. Kommunen müssen ihre Verkehrssicherungspflicht nachweisen, Trockenjahre und Sturmschäden haben die Baumbestände geschwächt, und der Kontrollaufwand steigt. Gleichzeitig gehen viele erfahrene Kräfte in den Bauhöfen in Rente. Entwicklungswege führen zur eingehenden Baumuntersuchung mit Messtechnik, zum Sachverständigen für Baumbeurteilung oder Baumwertermittlung, in die Leitung eines Grünflächenbetriebs oder in die Selbstständigkeit als Gutachter, häufig kombiniert mit Spielplatzprüfung für kleinere Gemeinden, Wohnungsgesellschaften und Kitas.

Aufgaben

  • Regelkontrolle von Straßen- und Parkbäumen nach FLL-Richtlinie
  • Schäden, Pilzbefall und Totholz erfassen und fotografisch dokumentieren
  • Maßnahmen vorschlagen und im Baumkataster eintragen
  • Spielgeräte und Fallschutzflächen nach DIN EN 1176/1177 prüfen
  • Fangstellen, Fallhöhen und Fundamente messen und beurteilen
  • Jahreshauptinspektionen mit Prüfbericht durchführen
  • Gefahrenstellen sperren und kleinere Mängel selbst beheben
  • Nachkontrollen nach Sturm- und Unwetterlagen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung im Garten- und Landschaftsbau, in der Forstwirtschaft oder Baumpflege
  • Zertifikat als FLL-Baumkontrolleur bzw. Qualifikation als Spielplatzprüfer nach DIN 79161
  • Führerschein Klasse B, oft auch BE
  • Gute Kenntnisse in Baumarten, Baumkrankheiten und Holzzersetzern
  • Sorgfalt und Genauigkeit beim Dokumentieren
  • Körperliche Belastbarkeit für langes Gehen und Stehen im Freien
  • Sicheres Auftreten gegenüber Anwohnern und Auftraggebern

Wo man arbeitet

  • Kommunale Grünflächenämter und Bauhöfe
  • Baumpflege- und Landschaftsbaubetriebe
  • Sachverständigen- und Ingenieurbüros für Baumkontrolle
  • Wohnungsbaugesellschaften und Immobilienverwaltungen
  • Friedhofsverwaltungen und Forstbetriebe
  • Prüfdienstleister für Spielplätze und Freizeitanlagen

Der Weg in den Beruf

Üblich ist zunächst eine dreijährige Ausbildung als Landschaftsgärtner, Forstwirt oder eine vergleichbare Grünqualifikation. Darauf folgt ein etwa einwöchiger Zertifikatslehrgang zum FLL-zertifizierten Baumkontrolleur oder zum qualifizierten Spielplatzprüfer, jeweils mit Prüfung. Die Zertifikate müssen alle drei bis vier Jahre durch Fortbildung erneuert werden.

Offene Stellen als Baumkontrolleur / Spielplatzkontrolleur

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