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Handwerk & Produktion

Bäckereiverkäufer

Bäckereiverkäufer bedienen Kunden im Verkaufsraum einer Bäckerei, belegen Brötchen und Snacks, kassieren und halten die Theke sauber. Der Arbeitstag beginnt oft vor sechs Uhr morgens.

9 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Bäckereiverkäufer verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.050 € 2.250 € 2.500 € 27.000 €
Mit Berufserfahrung 2.200 € 2.450 € 2.800 € 29.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.500 € 2.850 € 3.400 € 34.200 €

Maßgeblich sind die regionalen Tarifverträge für das Bäckerhandwerk, die je nach Bundesland deutlich auseinanderliegen; viele kleinere Betriebe zahlen jedoch nicht tarifgebunden und orientieren sich am Mindestlohn. Zuschläge für Früh-, Sonn- und Feiertagsarbeit sowie die Übernahme einer Filialleitung machen den größten Unterschied.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Bäckereiverkäufer?

Der Tag beginnt früh: Backwaren aus der Backstube oder aus dem Aufbackofen werden in die Theke sortiert, Preisschilder gesteckt, die Kaffeemaschine hochgefahren. Dann kommt die erste Welle Kunden, oft zwischen halb sieben und neun, und danach die Mittagszeit. Verkauft werden Brot, Brötchen, Kuchen, Torten, belegte Brötchen, Kaffee und Snacks. Dazu gehört Beratung: welches Brot lange frisch bleibt, was in einem Gebäck an Allergenen steckt, wie viele Stücke Torte für zehn Personen reichen.

Zwischen den Kundenwellen wird belegt, geschmiert, aufgebacken, abgewaschen und aufgeräumt. Torten werden angeschnitten und portioniert, Bestellungen für Feiern notiert und zusammengestellt. Kassieren, Wechselgeld zählen, Kartenzahlungen abwickeln und am Ende des Tages die Kasse abrechnen gehören dazu. Vieles läuft nach Hygienevorschriften: Temperaturen dokumentieren, Handschuhe wechseln, Ware mit abgelaufener Frist aussortieren. Am Abend wird die Theke geleert, Restware gezählt, gespült und geputzt.

Wie wird man Bäckereiverkäufer?

Der klassische Weg ist die dreijährige duale Ausbildung zur Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk mit dem Schwerpunkt Bäckerei. Sie ist ohne bestimmten Schulabschluss möglich, meist wird ein Hauptschulabschluss erwartet. Ausbildungsbetriebe sind Handwerksbäckereien und Filialbetriebe, die Berufsschule kommt an einem oder zwei Tagen pro Woche dazu. Verkürzungen auf zwei Jahre sind bei guten Leistungen oder Vorbildung möglich.

Gleichzeitig ist der Beruf ein typischer Quereinstieg. Viele Filialisten stellen ungelernte Kräfte ein und schulen selbst, gerade in Teilzeit und für Aushilfen. Ohne Abschluss bleibt man in der Bezahlung jedoch dauerhaft unten und hat weniger Chancen auf eine Filialleitung.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeitszeiten sind der härteste Teil. Frühdienste beginnen häufig um fünf oder halb sechs, Samstage sind Regelarbeitstage, in manchen Betrieben auch der Sonntagvormittag. Wer im Schichtwechsel arbeitet, hat wenig verlässlichen Rhythmus. Der Dienst wird fast durchgehend stehend geleistet, oft in einem engen Verkaufsraum, mit Zugluft an der Tür und Hitze am Ofen. Kisten und Bleche müssen getragen werden.

Dazu kommt Zeitdruck in den Stoßzeiten und Freundlichkeit auch dann, wenn eine Schlange bis zur Tür steht. Kunden reagieren gereizt, wenn ein Brot ausverkauft ist. In vielen Betrieben steht man allein in der Filiale und muss Verkauf, Aufbacken und Reinigung gleichzeitig schaffen. Die Bezahlung liegt im unteren Bereich des Arbeitsmarkts, Zuschläge für Früh- und Sonntagsarbeit machen einen merklichen Teil des Einkommens aus.

Aussichten

Der Bedarf ist hoch und stabil, weil viele Betriebe kaum Bewerbungen erhalten und Filialen mangels Personal Öffnungszeiten kürzen. Eine Stelle findet man in fast jeder Stadt, auch der Wiedereinstieg nach einer Pause ist unkompliziert und Teilzeit ist verbreitet.

Weiterkommen heißt in der Praxis: Verkaufsleitung einer Filiale, danach Bezirks- oder Gebietsleitung bei größeren Ketten. Wer die Fortbildung zur Fachverkäuferin mit Zusatzqualifikation oder den Handelsfachwirt anschließt, verbessert die Aussichten deutlich. Möglich sind auch der Wechsel in die Backstube, in Konditorei-Verkauf oder ins Filialcontrolling. Gleichzeitig setzen Industriebackwaren und Backstationen in Supermärkten die klassischen Handwerksbäckereien unter Druck.

Aufgaben

  • Kunden bedienen, beraten und Backwaren verpacken
  • Theke einräumen, Ware nachlegen und Preise auszeichnen
  • Brötchen belegen, Snacks zubereiten und Kaffee ausgeben
  • Teigwaren im Ladenbackofen aufbacken
  • Kasse führen und am Tagesende abrechnen
  • Bestellungen für Torten und Partyservice aufnehmen
  • Hygienevorschriften einhalten und Temperaturen dokumentieren
  • Verkaufsraum, Theke und Geräte reinigen

Voraussetzungen

  • Hauptschulabschluss für die Ausbildung, formal kein Abschluss vorgeschrieben
  • Gesundheitszeugnis nach Infektionsschutzgesetz vor Arbeitsbeginn
  • Bereitschaft zu Frühdienst, Samstagsarbeit und teils Sonntagsdienst
  • Freundlichkeit und Geduld auch bei starkem Kundenandrang
  • Körperliche Belastbarkeit für langes Stehen und Tragen von Kisten
  • Sicherheit im Rechnen und im Umgang mit Bargeld
  • Sorgfalt bei Hygiene und Frischekontrolle

Wo man arbeitet

  • Handwerksbäckereien mit eigener Backstube
  • Filialen von Bäckereiketten
  • Konditoreien und Cafés mit Verkaufstheke
  • Backstationen und Vorkassenbereiche in Supermärkten
  • Bäckereiverkauf an Bahnhöfen und Flughäfen

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung zur Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk, Schwerpunkt Bäckerei, im Betrieb und in der Berufsschule. Sie endet mit einer Prüfung vor der Handwerkskammer. Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung auf zwei Jahre möglich, ein Quereinstieg als angelernte Kraft ist in vielen Filialbetrieben ebenfalls verbreitet.

Offene Stellen als Bäckereiverkäufer

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