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IT & Software

Backend Developer

Backend Developer entwickeln die serverseitige Logik von Software: Datenbanken, Schnittstellen und Dienste, die im Hintergrund laufen und das liefern, was Nutzer im Browser oder in der App sehen. Die Arbeit findet meist im Team mit Frontend-Entwicklung, Product und Betrieb statt.

5 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Backend Developer verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.200 € 3.900 € 4.800 € 46.800 €
Mit Berufserfahrung 4.300 € 5.300 € 6.500 € 63.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 5.500 € 6.800 € 9.000 € 81.600 €

Am stärksten wirken Branche und Standort: Banken, Versicherungen und Industriekonzerne im Rhein-Main-Gebiet, in München oder Hamburg zahlen deutlich mehr als Agenturen oder Mittelständler in strukturschwachen Regionen. Im öffentlichen Dienst gilt der TVöD oder TV-L mit Eingruppierung meist zwischen E 10 und E 13, was nach oben enger begrenzt ist als in der Privatwirtschaft; in der Metall- und Elektroindustrie greift teils der IG-Metall-Tarif mit entsprechenden Sonderzahlungen.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Backend Developer?

Backend Developer schreiben den Teil einer Anwendung, der nicht sichtbar ist. Sie modellieren Datenbanken, bauen APIs, mit denen Apps und Weboberflächen Daten abrufen, implementieren Geschäftslogik wie Preisberechnungen, Berechtigungsprüfungen oder Bestellabläufe und sorgen dafür, dass das Ganze auch bei vielen gleichzeitigen Zugriffen stabil bleibt. Typische Sprachen sind Java, C#, Python, Go, PHP, TypeScript mit Node.js oder Kotlin, dazu SQL und zunehmend Container- und Cloud-Technologien.

Der Alltag besteht aus mehr als Tippen. Ein erheblicher Teil geht für das Lesen fremden Codes, Code Reviews, Abstimmungen mit Product Ownern, Fehlersuche in Logs und das Schreiben von Tests drauf. In vielen Teams gehört auch der Betrieb dazu: Deployments, Monitoring, Reaktion auf Störungen. Wer in einem Unternehmen mit gewachsener Software arbeitet, verbringt oft mehr Zeit damit, Bestehendes zu verstehen und vorsichtig zu ändern, als Neues zu bauen.

Wie wird man Backend Developer?

Der häufigste Weg ist ein Studium der Informatik, Wirtschaftsinformatik oder Softwaretechnik. Ebenso verbreitet ist die duale Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung, die drei Jahre dauert und in vielen Betrieben direkt in eine Entwicklerstelle mündet. Der Quereinstieg ist in diesem Beruf real möglich, aber nicht leicht: Ein Bootcamp allein reicht selten, gefragt sind vorzeigbare Projekte, ein gepflegtes öffentliches Repository und die Fähigkeit, im technischen Gespräch sauber über Datenmodelle und Fehlerfälle zu reden. Wer aus einem angrenzenden Feld kommt, etwa aus dem IT-Support, der Datenanalyse oder dem Testing, hat es deutlich einfacher als jemand ohne technischen Hintergrund.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist überwiegend sitzend, konzentriert und bildschirmgebunden. Der Beruf verlangt die Bereitschaft, permanent Neues zu lernen, weil Frameworks und Werkzeuge schnell wechseln. Frustrationstoleranz gehört dazu: Fehler, die nur unter Last auftreten, unklare Anforderungen und technische Altlasten sind Normalzustand, nicht Ausnahme.

Belastend sind Termindruck vor Releases und in manchen Unternehmen Rufbereitschaft, wenn nachts ein System ausfällt. Die Arbeitszeiten sind meist gleitend, Homeoffice ist verbreitet, überdurchschnittliche Wochenstunden gibt es trotzdem in Projektphasen. Englisch auf Lesen und Sprechen ist Pflicht, ein großer Teil der Dokumentation und in internationalen Teams auch die Kommunikation läuft darüber. Wer Abstimmung und Diskussion im Team scheut, wird trotz guter technischer Fähigkeiten anecken.

Aussichten

Die Nachfrage ist weiterhin hoch, allerdings hat sich der Markt gegenüber den Jahren um 2021 spürbar abgekühlt. Besonders schwer haben es Einsteiger ohne Berufserfahrung, weil viele Unternehmen gezielt erfahrene Kräfte suchen. Wer drei bis fünf Jahre im Beruf ist und eine Domäne kennt, etwa Zahlungsverkehr, Logistik oder Industriesteuerung, findet dagegen schnell Anschluss.

Entwicklungswege führen zum Senior Developer mit technischer Verantwortung, zum Software- oder Cloud-Architekten, in die Spezialisierung als Plattform- oder DevOps-Engineer oder in die Teamleitung. KI-Werkzeuge verändern das Schreiben von Code deutlich, ersetzen aber bislang nicht die Fähigkeit, Systeme zu entwerfen und Verantwortung für ihren Betrieb zu tragen.

Aufgaben

  • Serverseitige Anwendungslogik in einer Programmiersprache wie Java, Python oder Go entwickeln
  • Datenbankschemata entwerfen und SQL-Abfragen optimieren
  • REST- oder GraphQL-Schnittstellen für Frontend und Partnersysteme bauen und dokumentieren
  • Unit- und Integrationstests schreiben und Pipelines für automatisiertes Deployment pflegen
  • Fehler in Produktivsystemen analysieren, Logs und Metriken auswerten
  • Code Reviews für Kolleginnen und Kollegen durchführen
  • Anforderungen mit Product Ownern klären und technisch bewerten
  • Bestehende Systeme refaktorieren und auf neue Versionen migrieren

Voraussetzungen

  • Studium der Informatik, Ausbildung zum Fachinformatiker Anwendungsentwicklung oder nachweisbare Projektpraxis
  • Sichere Beherrschung mindestens einer Backend-Sprache und von SQL
  • Verständnis von Datenmodellierung, Netzwerkgrundlagen und Versionskontrolle mit Git
  • Englisch in Wort und Schrift für Dokumentation und Teamkommunikation
  • Analytisches Denken und Ausdauer bei der Fehlersuche
  • Bereitschaft zur laufenden Weiterbildung
  • In manchen Positionen Bereitschaft zu Rufbereitschaft oder On-Call-Diensten

Wo man arbeitet

  • Softwarehäuser und Produktunternehmen
  • IT-Abteilungen von Industrie, Handel, Banken und Versicherungen
  • IT-Beratungen und Digitalagenturen
  • Behörden und öffentliche IT-Dienstleister
  • Start-ups
  • Remote von zu Hause oder im hybriden Modell

Der Weg in den Beruf

Üblich sind ein Bachelorstudium der Informatik oder Wirtschaftsinformatik mit sechs bis sieben Semestern oder die dreijährige duale Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung mit IHK-Abschluss. Quereinsteiger kommen über Weiterbildungen, Bootcamps und eigene Projekte in den Beruf, brauchen dafür aber in der Regel vorzeigbaren Code und Geduld bei der Stellensuche.

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