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Logistik & Verkehr

Bachelor Logistikmanagement

Logistikmanager mit Bachelorabschluss planen und steuern Waren-, Transport- und Informationsflüsse in Unternehmen. Sie arbeiten an der Schnittstelle zwischen Einkauf, Produktion, Lager und Spedition.

13 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Bachelor Logistikmanagement verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.000 € 3.500 € 4.100 € 42.000 €
Mit Berufserfahrung 3.800 € 4.600 € 5.500 € 55.200 €
Mit langjähriger Erfahrung 5.000 € 6.200 € 8.500 € 74.400 €

Am stärksten wirken Branche und Betriebsgröße: In der Industrie, etwa unter dem Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie oder der Chemie, liegen die Gehälter deutlich über denen mittelständischer Speditionen, die oft ohne Tarifbindung zahlen. Führungsverantwortung und internationale Aufgaben heben das Niveau zusätzlich.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Logistikmanager?

Der Arbeitsalltag dreht sich um die Frage, wie Material, Ware und Information möglichst planbar und kostengünstig von A nach B kommen. Konkret heißt das: Transportaufträge disponieren, Frachtraten mit Speditionen und Reedereien verhandeln, Lieferzeiten überwachen, Bestände analysieren und Kennzahlen wie Lieferfähigkeit, Durchlaufzeit oder Fracht pro Sendung auswerten. Ein großer Teil der Arbeit besteht darin, Störungen aufzulösen: Ein Container hängt im Hafen, ein Lkw kommt nicht durch die Rampe, ein Zulieferer meldet Verzug. Dann werden Alternativen organisiert und die betroffenen Abteilungen informiert.

Je nach Position kommen Projektaufgaben hinzu, etwa die Einführung eines Lagerverwaltungssystems, die Neuvergabe von Transportleistungen in einer Ausschreibung oder die Umplanung eines Lagerlayouts. Wer in die Führungsverantwortung wächst, verantwortet Teams in Lager oder Disposition, Budgets und Zielvereinbarungen. Excel, ERP-Systeme wie SAP und Transportmanagement-Software sind tägliches Werkzeug, Englisch in der internationalen Korrespondenz Normalfall.

Wie wird man Logistikmanager?

Üblich ist ein Bachelorstudium in Logistikmanagement, Supply Chain Management, Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Logistik oder Wirtschaftsingenieurwesen. Es dauert an Hochschulen für angewandte Wissenschaften sechs bis sieben Semester und schließt mit dem Bachelor of Arts, Bachelor of Science oder Bachelor of Engineering ab. Verbreitet sind duale Varianten mit festem Praxispartner, oft Speditionen, Handelsketten oder Industrieunternehmen. Zugang ist meist die Fachhochschulreife oder das Abitur, an einigen Hochschulen auch eine kaufmännische Ausbildung mit Berufserfahrung.

Ein zweiter Weg führt über die Ausbildung: Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung oder Fachkräfte für Lagerlogistik können sich zum Fachwirt oder Betriebswirt für Logistik weiterbilden und in vergleichbare Positionen aufsteigen. Betriebe schauen bei Bewerbungen stark auf Praktika, Werkstudententätigkeit und Kenntnisse in ERP-Systemen.

Was der Beruf verlangt

Logistik ist ein Feld mit vielen Terminen und wenig Puffer. Wer im operativen Bereich arbeitet, hat es mit Zeitdruck, Reklamationen und kurzfristigen Umplanungen zu tun, oft mehrere gleichzeitig. Die Bürozeiten sind meist regulär, in Betrieben mit Mehrschichtbetrieb, in Verteilzentren oder in der internationalen Seefracht kommen Frühschichten, Rufbereitschaft und Abstimmungen über Zeitzonen hinzu. Im Weihnachts- oder Saisongeschäft steigt die Belastung deutlich.

Der Ton ist rau und ergebnisorientiert; wer Konflikte mit Frachtführern, Kunden oder der Produktion scheut, tut sich schwer. Gleichzeitig ist ein Teil der Arbeit reine Zahlenpflege, die Geduld verlangt. Häufige Standortwechsel und Bereitschaft zu Dienstreisen sind bei Konzernen keine Ausnahme.

Aussichten

Die Nachfrage nach qualifizierten Logistikern ist stabil, weil Handel, Industrie und Dienstleister laufend Personal für Disposition, Einkauf und Supply-Chain-Planung suchen. Gute Perspektiven bieten Zoll und Außenhandel, Gefahrgut, Lieferkettenrisiken sowie Digitalisierung und Datenanalyse. Entwicklungswege führen in die Teamleitung, in Standort- oder Bereichsverantwortung, ins Supply Chain Management oder in die Beratung. Ein Masterabschluss ist für Konzernkarrieren und Trainee-Programme oft hilfreich, aber selten Pflicht. Konjunkturelle Schwankungen im Transportgewerbe wirken sich auf Stellenzahl und Boni aus.

Aufgaben

  • Transporte und Ladungen disponieren
  • Frachtraten und Rahmenverträge mit Dienstleistern verhandeln
  • Bestände, Lieferzeiten und Kennzahlen auswerten
  • Lieferverzüge und Störungen in der Kette klären
  • Lager- und Transportprozesse optimieren
  • Zoll- und Versandpapiere prüfen
  • Projekte zur Einführung neuer Systeme begleiten
  • Teams in Lager oder Disposition führen

Voraussetzungen

  • Bachelorabschluss in Logistikmanagement, Supply Chain Management oder BWL mit Logistikschwerpunkt
  • Sicherer Umgang mit ERP-Systemen und Tabellenkalkulation
  • Gutes Englisch, weitere Fremdsprachen von Vorteil
  • Analytisches Denken und Freude an Zahlen
  • Belastbarkeit bei Termindruck und Verhandlungsgeschick
  • Bereitschaft zu Dienstreisen, teils zu Schichtbetrieb

Wo man arbeitet

  • Speditionen und Logistikdienstleister
  • Industrieunternehmen mit eigener Werkslogistik
  • Handelsunternehmen und Verteilzentren
  • Häfen, Terminals und Luftfrachtstandorte
  • Beratungsunternehmen für Supply Chain

Der Weg in den Beruf

Üblich ist ein sechs- bis siebensemestriges Bachelorstudium in Logistikmanagement oder einem verwandten wirtschaftlichen Fach, häufig dual mit Praxisphasen im Betrieb. Abschluss ist der Bachelor of Arts, Science oder Engineering. Alternativ führt der Weg über eine kaufmännische Ausbildung in der Spedition mit anschließender Weiterbildung zum Logistikfachwirt oder Betriebswirt.

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