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Gesundheit & Pflege

Augenoptikermeister mit technischer Leitung

Augenoptikermeister mit technischer Leitung verantworten in einem Optikbetrieb die fachliche Seite: Brillengläser zentrieren und einschleifen, Refraktionen durchführen, Kontaktlinsen anpassen und die Werkstatt samt Personal führen. Sie haften dafür, dass Sehhilfen handwerklich und messtechnisch korrekt abgegeben werden.

9 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Augenoptikermeister mit technischer Leitung verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.800 € 3.200 € 3.700 € 38.400 €
Mit Berufserfahrung 3.300 € 3.800 € 4.500 € 45.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.900 € 4.600 € 6.000 € 55.200 €

Entscheidend sind Betriebsgröße und Region: Filialketten zahlen meist nach Haustarif oder in Anlehnung an den Tarifvertrag für das Augenoptikerhandwerk, kleine Fachgeschäfte verhandeln frei und oft niedriger. Umsatz- und Provisionsanteile sowie eine formale Bestellung zur technischen Leitung können das Einkommen deutlich anheben.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Augenoptikermeister mit technischer Leitung?

Der Arbeitstag verläuft zwischen Beratungsplatz, Refraktionsraum und Werkstatt. Kunden kommen mit einer Verordnung oder ohne, dann wird die Sehstärke selbst bestimmt: Objektivmessung am Autorefraktometer, anschließend subjektive Refraktion mit Messbrille oder Phoropter, Prüfung des Binokularsehens, bei Auffälligkeiten Verweis an den Augenarzt. Dazu kommen Kontaktlinsenanpassungen mit Spaltlampenkontrolle, Nachkontrollen und die Beratung zu Gläsern, Fassungen und Preisen.

In der Werkstatt entstehen die Brillen: Zentrierdaten aufnehmen, Gläser bestellen oder aus Rohlingen schleifen, in die Fassung einarbeiten, Bohrbrillen fertigen, Endkontrolle am Scheitelbrechwertmesser, Anpassung am Kopf des Kunden. Reparaturen, Lötarbeiten und Nachjustierungen gehören dazu. Als technischer Leiter kommt die Verantwortung für den Betrieb hinzu: Geräte kalibrieren und warten, Messprotokolle und Dokumentation führen, Hygienevorgaben bei Kontaktlinsen einhalten, Auszubildende anleiten und prüfen, Mitarbeiter einarbeiten, Lieferantenkontakte und Sortimentsentscheidungen. In Filialketten ist die technische Leitung häufig die Voraussetzung dafür, dass ein Standort überhaupt betrieben werden darf.

Wie wird man Augenoptikermeister mit technischer Leitung?

Am Anfang steht die dreijährige duale Ausbildung zum Augenoptiker. Danach folgt die Meisterprüfung, entweder in Vollzeit an einer Fachschule in etwa einem Jahr oder berufsbegleitend über zwei bis drei Jahre. Geprüft werden Fachpraxis, Fachtheorie, Betriebswirtschaft und Berufs- und Arbeitspädagogik. Die Augenoptik ist ein zulassungspflichtiges Handwerk, ohne Meisterbrief oder gleichwertige Qualifikation lässt sich kein Betrieb selbstständig führen und keine technische Leitung übernehmen. Alternativ öffnet ein Studium der Augenoptik und Optometrie den Weg, wobei für die Leitungsfunktion die Eintragung in die Handwerksrolle geregelt sein muss. Ein Quereinstieg ohne augenoptische Grundausbildung ist praktisch ausgeschlossen.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist feinmotorisch anspruchsvoll und findet größtenteils stehend statt, in der Werkstatt auch sitzend über kleinen Bauteilen. Die Öffnungszeiten des Einzelhandels bestimmen den Dienstplan, Samstagsarbeit ist die Regel, längere Öffnungszeiten in Einkaufszentren kommen dazu. Verkaufsdruck ist Teil des Alltags: In Ketten gibt es Umsatzziele, und die fachliche Empfehlung muss sich gegen die betriebswirtschaftliche Erwartung behaupten. Wer nur handwerklich arbeiten möchte, unterschätzt den Anteil an Kundengespräch, Reklamation und Personalführung. Die Verantwortung als technischer Leiter ist nicht nur formal, Fehler bei Zentrierung oder Kontaktlinsenanpassung fallen auf den Betrieb zurück. Gleichzeitig ist die Arbeit planbar, körperlich weniger zehrend als in vielen anderen Gesundheitsberufen und ohne Nacht- oder Bereitschaftsdienst.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil bis hoch. Meister werden von Filialketten, Fachgeschäften und Optikergenossenschaften gesucht, weil jede Betriebsstätte eine fachliche Leitung braucht und viele Inhaber kleinerer Geschäfte Nachfolger suchen. Der demografische Wandel und die Zunahme von Kurzsichtigkeit sichern das Geschäftsfeld langfristig. Entwicklungswege führen in die Filial- oder Bezirksleitung, in die Selbstständigkeit durch Übernahme eines Betriebs, in die Spezialisierung auf Kontaktlinsen, Vergrößernde Sehhilfen oder Kinderoptometrie sowie über Weiterbildungen in die Optometrie mit stärker medizinischer Ausrichtung. Auch Industrie und Großhandel stellen Meister als Außendienstler oder Anwendungstechniker ein.

Aufgaben

  • Refraktion durchführen und Sehstärken bestimmen
  • Kontaktlinsen anpassen und Nachkontrollen vornehmen
  • Brillengläser zentrieren, einschleifen und in Fassungen einarbeiten
  • Endkontrolle und Anpassung der fertigen Brille am Kunden
  • Messgeräte kalibrieren, warten und Dokumentation führen
  • Auszubildende anleiten und Mitarbeiter einarbeiten
  • Sortiment, Einkauf und Lieferantenkontakte verantworten
  • Kunden zu Gläsern, Fassungen und Preisen beraten

Voraussetzungen

  • abgeschlossene Ausbildung als Augenoptiker
  • Meisterprüfung im Augenoptikerhandwerk oder gleichwertige Qualifikation
  • gutes Farbsehen und feinmotorisches Geschick
  • Bereitschaft zur Samstagsarbeit und zu Einzelhandelsöffnungszeiten
  • Sicherheit im Kundengespräch und im Verkauf
  • Führungsbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein für die fachliche Leitung

Wo man arbeitet

  • Augenoptik-Fachgeschäfte
  • Filialen von Optikerketten
  • augenärztliche Praxen mit angeschlossener Optik
  • Werkstätten und Zentralschleifereien
  • Industrie und Großhandel für Optik

Der Weg in den Beruf

Nach der dreijährigen dualen Ausbildung zum Augenoptiker folgt die Meisterprüfung, in Vollzeit etwa ein Jahr an einer Fachschule, berufsbegleitend zwei bis drei Jahre. Abschluss ist der Augenoptikermeister, der zur technischen Leitung eines Betriebs und zur Ausbildung von Nachwuchs berechtigt. Alternativ führt ein Bachelorstudium Augenoptik und Optometrie in vergleichbare Positionen.

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Augenoptiker beraten Kunden bei der Brillenwahl, messen die Sehstärke und fertigen Brillen in der Werkstatt an. Der Beruf verbindet Handwerk, Messtechnik und Verkauf im direkten Kundenkontakt.

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2.100 – 4.800 €

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