Art Director
Art Directors verantworten die visuelle Gestaltung von Werbekampagnen, Marken, Magazinen oder digitalen Produkten. Sie entwickeln Bildideen, führen Designteams und sorgen dafür, dass Konzept und Umsetzung zusammenpassen.
3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Art Director verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.200 € | 3.800 € | 4.500 € | 45.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.000 € | 4.800 € | 6.000 € | 57.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 5.200 € | 6.300 € | 8.500 € | 75.600 € |
Für Werbeagenturen gibt es keinen Flächentarifvertrag, Gehälter werden frei verhandelt und hängen stark von Agenturgröße, Etat der Kunden und Standort ab, wobei Hamburg, München und Frankfurt deutlich über kleineren Städten liegen. Art Directors in Markenabteilungen großer Unternehmen verdienen häufig mehr als in Agenturen, Freiberufler rechnen nach Tagessätzen ab und haben stark schwankende Einkommen.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Art Director?
Ein Art Director übersetzt eine Idee in Bilder. In einer Werbeagentur arbeitet er meist im Tandem mit einem Texter: Gemeinsam entwickeln beide aus einem Kundenbriefing ein Kampagnenkonzept, der Art Director bestimmt dabei Bildsprache, Farben, Typografie und Layout. Er skizziert erste Entwürfe, baut Moodboards, präsentiert Konzepte vor Kunden und arbeitet Rückmeldungen ein. In der Umsetzung steuert er Grafikdesigner, Illustratorinnen, Fotografen und Produktionsfirmen, ist bei Foto- und Filmdrehs dabei, wählt Motive aus und gibt Reinzeichnungen frei. Neben Agenturen gibt es Art Directors in Verlagen, wo sie das Erscheinungsbild von Zeitschriften prägen, in Unternehmen mit eigener Markenabteilung, bei Spielestudios oder in der Film- und Fernsehproduktion, wo der Begriff für die Gestaltung von Sets und Ausstattung steht. Ein großer Teil des Tages besteht aus Abstimmungen, Korrekturschleifen und Projektorganisation, weniger aus eigenem Gestalten, als viele erwarten.
Wie wird man Art Director?
Art Director ist keine geschützte Berufsbezeichnung und kein Ausbildungsberuf, sondern eine Position, die man nach einigen Jahren im Design erreicht. Der übliche Weg führt über ein Studium in Kommunikationsdesign, Grafikdesign oder Mediendesign an einer Hochschule oder Kunsthochschule, meist sieben bis acht Semester bis zum Bachelor. Möglich ist auch eine dreijährige duale Ausbildung zum Mediengestalter Digital und Print mit anschließender Berufserfahrung. Danach folgen in der Regel drei bis sechs Jahre als Junior Designer oder Junior Art Director. Entscheidend für den Aufstieg ist das Portfolio, nicht der Abschluss. Quereinsteiger aus Fotografie, Illustration oder Architektur schaffen den Wechsel, wenn ihre Arbeiten überzeugen und sie die gängigen Programme beherrschen.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit ist von Deadlines und Kundenwünschen getrieben. Vor Pitches und Kampagnenstarts sind Abende und Wochenenden in vielen Agenturen üblich, Überstunden werden oft nicht gesondert vergütet. Entwürfe werden regelmäßig verworfen, manchmal nach Wochen Arbeit, und Kunden entscheiden nicht immer nach gestalterischen Gesichtspunkten. Wer das persönlich nimmt, hält schwer durch. Gefordert sind ein sicheres Gespür für Bildwirkung, aber ebenso Präsentationsstärke, Verhandlungsgeschick und die Fähigkeit, ein Team anzuleiten, ohne die eigene Handschrift jeder Arbeit aufzudrücken. Die Branche ist auf Großstädte konzentriert, die Konkurrenz um gute Stellen ist hoch, und befristete Projektverträge oder freiberufliche Arbeit sind verbreitet.
Aussichten
Die Nachfrage verschiebt sich deutlich in Richtung digitaler Kanäle: Social Media, Bewegtbild, Websites und Apps machen einen wachsenden Teil der Arbeit aus, klassische Printkampagnen gehen zurück. Bildgenerierende Software verändert die Produktion von Entwürfen und Varianten spürbar und setzt vor allem einfache Gestaltungsaufgaben unter Preisdruck, während konzeptionelle und steuernde Arbeit gefragt bleibt. Wer Erfahrung in UX, Motion Design oder Markenentwicklung mitbringt, hat bessere Karten. Der nächste Schritt ist meist Senior Art Director, danach Creative Director mit Verantwortung für ganze Etats und Teams. Viele wechseln mit den Jahren auf die Unternehmensseite in eine Markenabteilung oder machen sich selbstständig.
Aufgaben
- Bildideen und Kampagnenkonzepte gemeinsam mit Textern entwickeln
- Layouts, Scribbles und Moodboards erstellen
- Konzepte vor Kunden präsentieren und Feedback einarbeiten
- Grafikdesigner, Illustratoren und Fotografen anleiten
- Foto- und Filmproduktionen vor Ort begleiten
- Bildmotive auswählen und Reinzeichnungen freigeben
- Zeitpläne und Budgets für die Gestaltung im Blick behalten
Voraussetzungen
- Studium in Kommunikations- oder Grafikdesign oder Ausbildung als Mediengestalter
- Mehrere Jahre Berufserfahrung im Design
- Aussagekräftiges Portfolio
- Sicherer Umgang mit Adobe Creative Cloud und Figma
- Präsentations- und Teamführungsfähigkeit
- Belastbarkeit bei engen Fristen und häufigen Korrekturen
Wo man arbeitet
- Werbe- und Kommunikationsagenturen
- Designbüros
- Zeitschriften- und Buchverlage
- Marketingabteilungen von Unternehmen
- Spiele- und Digitalstudios
- Film- und Fernsehproduktionen
Der Weg in den Beruf
Üblich ist ein Bachelorstudium in Kommunikations- oder Grafikdesign von sieben bis acht Semestern oder eine dreijährige Ausbildung zum Mediengestalter Digital und Print. Anschließend folgen meist drei bis sechs Jahre als Designer oder Junior Art Director, bevor die Position erreicht wird.
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- Offene Stellen
- 0
- Monatsbrutto
- 2.300 – 4.600 €
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