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Vertrieb & Kundenservice

Account Manager im Bereich Mobility

Account Manager im Bereich Mobility betreuen Geschäftskunden, die Flottenleasing, Carsharing, Mobilitätsbudgets, Jobtickets oder Ladeinfrastruktur einkaufen. Sie halten bestehende Kunden, verlängern Verträge und verkaufen zusätzliche Leistungen.

3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Account Manager im Bereich Mobility verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.300 € 3.800 € 4.400 € 45.600 €
Mit Berufserfahrung 4.000 € 4.700 € 5.600 € 56.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 5.000 € 5.900 € 7.500 € 70.800 €

Die meisten Stellen sind nicht tarifgebunden. Das Grundgehalt wird frei verhandelt und hängt stark von Arbeitgeber und Unternehmensgröße ab: Autohersteller und große Leasinggesellschaften zahlen deutlich mehr als junge Mobilitätsanbieter. Zusätzlich gibt es oft eine umsatzabhängige Provision oder einen Bonus, der hier nicht eingerechnet ist und das Jahreseinkommen um zehn bis dreißig Prozent erhöhen kann.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Account Manager im Bereich Mobility?

Account Manager im Bereich Mobility betreuen Geschäftskunden, die Mobilitätsleistungen einkaufen. Dazu gehören Unternehmen mit Dienstwagenflotten, Kommunen, Wohnungsbaugesellschaften und Hotelketten. Je nach Arbeitgeber geht es um Leasing- und Flottenverträge, Carsharing für Firmen, Mobilitätsbudgets für Beschäftigte, Jobtickets, Fahrradleasing oder Ladeinfrastruktur für Elektroautos. Im Mittelpunkt steht der bestehende Kundenstamm. Account Manager verlängern Verträge, verkaufen zusätzliche Leistungen, verhandeln Preise nach und klären Beschwerden, bevor ein Kunde zur Konkurrenz wechselt. Außerdem kalkulieren sie Angebote, beantworten Ausschreibungen und werten Nutzungsdaten aus. Die Ergebnisse besprechen sie in regelmäßigen Terminen mit Fuhrparkleitung, Einkauf oder Personalabteilung. Intern stimmen sie sich mit Produktmanagement, Technik, Abrechnung und Kundenservice ab. Ein großer Teil des Tages läuft am Rechner, im CRM-System und in Videocalls. Kundenbesuche und Messen kommen je nach Gebiet hinzu.

Wie wird man Account Manager im Bereich Mobility?

Einen festgelegten Ausbildungsweg gibt es nicht. Häufig ist ein Studium der Betriebswirtschaft, des Wirtschaftsingenieurwesens oder des Verkehrs- und Mobilitätsmanagements. Ebenso verbreitet ist eine kaufmännische Ausbildung mit anschließender Vertriebserfahrung. Infrage kommen etwa die Ausbildungen zum Automobilkaufmann, zum Kaufmann für Büromanagement oder zum Kaufmann für Groß- und Außenhandelsmanagement. Quereinsteiger kommen aus dem Autohaus, der Leasingbranche, dem Fuhrparkmanagement oder aus dem Vertrieb anderer Branchen, etwa Software. Berufseinsteiger beginnen oft als Junior Account Manager oder im Inside Sales. Weiterbildungen zum Fachwirt oder zum zertifizierten Fuhrparkmanager können den Einstieg erleichtern. Internationale Anbieter erwarten gutes Englisch.

Was der Beruf verlangt

Der Beruf ist zahlengetrieben. Umsatzziele, Verlängerungsquoten und die Zahl der laufenden Verkaufschancen werden regelmäßig gemessen, und oft hängt ein Teil des Einkommens davon ab. Wer verfehlte Ziele schlecht verkraftet, erlebt diesen Druck als belastend. Kunden erwarten schnelle Reaktionen, auch wenn ein Problem an anderer Stelle entstanden ist. Das kann eine defekte Ladesäule sein, eine falsche Abrechnung oder ein verspätet geliefertes Fahrzeug. Account Manager stehen dann zwischen Kunde und eigenem Unternehmen und müssen Ärger auffangen, ohne die Lösung selbst in der Hand zu haben. Meist wird zu üblichen Bürozeiten gearbeitet. Reisen, Abendtermine und Messen verlängern die Arbeitstage aber regelmäßig. Bei Start-ups wechseln Produkte, Preise und Zuständigkeiten häufig, und manche Anbieter sind nach wenigen Jahren wieder vom Markt verschwunden. Fachlich gehören die steuerlichen Regeln zum Dienstwagen, Förderprogramme und die technischen Grundlagen der Elektromobilität dazu. Diese Themen ändern sich ständig und verlangen laufendes Nachlernen.

Aussichten

Die Branche verändert sich stark. Unternehmen stellen ihre Flotten auf Elektroautos um, ersetzen Dienstwagen durch Mobilitätsbudgets und bauen Ladeinfrastruktur in Betrieben und Wohnanlagen auf. Daraus entsteht Nachfrage nach Vertriebsleuten, die technische Fragen verstehen und sie mit den Bedürfnissen der Kunden verbinden können. Gleichzeitig ist der Markt unsicher. Finanzierungsrunden, auslaufende Förderprogramme und Übernahmen entscheiden mit darüber, wo eingestellt und wo Personal abgebaut wird. Etablierte Leasinggesellschaften, Autohersteller, Verkehrsunternehmen und Energieversorger bieten mehr Stabilität als junge Anbieter. Erfahrene Account Manager können zum Key Account Manager für Großkunden aufsteigen. Weitere Wege führen in die Teamleitung im Vertrieb, ins Business Development oder ins Produktmanagement.

Aufgaben

  • Bestandskunden betreuen und Verträge für Flotten, Carsharing oder Ladeinfrastruktur verlängern
  • Zusatzleistungen wie Mobilitätsbudgets, Jobtickets oder Fahrradleasing anbieten
  • Angebote kalkulieren und Preise mit dem Einkauf der Kunden verhandeln
  • Ausschreibungen von Unternehmen und Kommunen beantworten
  • Nutzungs- und Kostendaten auswerten und in Kundenterminen vorstellen
  • Beschwerden aufnehmen und mit Technik, Abrechnung und Service klären
  • Kundenkontakte, Verkaufschancen und Umsatzprognosen im CRM-System pflegen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossenes Studium, zum Beispiel in BWL oder Wirtschaftsingenieurwesen, oder eine kaufmännische Ausbildung mit Vertriebserfahrung
  • Verhandlungsgeschick und sicheres Auftreten gegenüber Einkauf und Geschäftsführung
  • Zahlenverständnis für Kalkulationen, Leasingraten und Kostenvergleiche
  • Interesse an Fahrzeugtechnik, Elektromobilität und Dienstwagenbesteuerung
  • Sicherer Umgang mit CRM-Systemen und Tabellenkalkulation
  • Führerschein Klasse B und Bereitschaft zu Dienstreisen
  • Gutes Englisch bei international tätigen Anbietern

Wo man arbeitet

  • Leasing- und Fuhrparkmanagementgesellschaften
  • Automobilhersteller und Autohandelsgruppen
  • Carsharing- und Mobilitätsplattformen
  • Anbieter von Ladeinfrastruktur und Energieversorger
  • Verkehrsunternehmen und Verkehrsverbünde
  • Anbieter von Dienstradleasing und Mobilitätsbudgets

Der Weg in den Beruf

Üblich ist ein drei- bis vierjähriges Bachelorstudium, etwa in Betriebswirtschaft, Wirtschaftsingenieurwesen oder Mobilitätsmanagement. Alternativ führt eine dreijährige kaufmännische Ausbildung, zum Beispiel zum Automobilkaufmann, zusammen mit einigen Jahren Vertriebserfahrung in den Beruf. Der Einstieg erfolgt häufig als Junior Account Manager oder im Inside Sales.

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