Abteilungsleiter Frischetheke
Abteilungsleiter an der Frischetheke führen den Bedienbereich für Fleisch, Wurst, Käse und Fisch im Lebensmitteleinzelhandel. Sie disponieren Ware, überwachen Hygiene und Frische, bedienen Kunden und leiten ein Team von wenigen bis rund fünfzehn Beschäftigten.
98 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Abteilungsleiter Frischetheke verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.700 € | 3.000 € | 3.400 € | 36.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.000 € | 3.400 € | 3.900 € | 40.800 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.400 € | 3.800 € | 4.600 € | 45.600 € |
Maßgeblich sind die regionalen Tarifverträge für den Einzelhandel, in denen Abteilungsleiter meist in die oberen Gehaltsgruppen fallen; tariffreie Betriebe zahlen häufig weniger. Deutlich mehr ist bei großen Verbrauchermärkten mit hohem Frischeumsatz und bei zusätzlicher Verantwortung als stellvertretender Marktleiter möglich, dazu kommen Zuschläge für Früh- und Samstagsarbeit.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Abteilungsleiter Frischetheke?
Die Frischetheke ist der Bedienbereich eines Supermarkts oder Verbrauchermarkts: Fleisch, Wurst, Käse, oft auch Fisch, Salate und Heiße Theke. Wer diese Abteilung leitet, trägt Verantwortung für den Umsatz, die Ware und das Personal. Der Tag beginnt meist vor Ladenöffnung mit dem Bestücken der Theke, der Kontrolle der Kühltemperaturen und der Sichtung dessen, was über Nacht nicht mehr verkäuflich geworden ist. Danach folgen Bestellungen bei Zentrallager und Lieferanten, Preisauszeichnung, Werbeaufbau und die Einteilung der Schichten.
Ein großer Teil der Arbeitszeit bleibt Verkauf. Abteilungsleiter stehen selbst an der Theke, schneiden auf, beraten zu Reifegraden und Zubereitung, nehmen Vorbestellungen für Feiertage an. Dazu kommt die Dokumentation: HACCP-Checklisten, Temperaturprotokolle, Rückverfolgbarkeit von Chargen, Nachweise für die Lebensmittelüberwachung. Am Monatsende werden Inventurdifferenzen, Abschriften und Rohertrag mit der Marktleitung durchgesprochen.
Wie wird man Abteilungsleiter Frischetheke?
Der übliche Weg führt über eine Ausbildung im Lebensmittelhandwerk oder Handel: Fleischer, Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk, Kaufmann im Einzelhandel oder Fischwirt. Danach arbeitet man einige Jahre an der Theke, übernimmt Stellvertretung und rückt bei Bedarf nach. Viele Handelsketten haben eigene Nachwuchsprogramme für Frischebereiche, die betriebliche Praxis mit internen Seminaren zu Warenkunde, Hygienerecht und Führung verbinden.
Quereinstieg ist möglich, aber selten ohne Fachkenntnis. Wer aus der Gastronomie, aus einer Metzgerei oder aus einem anderen Verkaufsbereich kommt, wird meist erst als Mitarbeiter eingesetzt und wächst hinein. Der Fleischermeister oder der Handelsfachwirt sind übliche Aufstiegsqualifikationen. Verpflichtend ist eine Belehrung nach Infektionsschutzgesetz, in vielen Betrieben zusätzlich eine Hygieneschulung nach EU-Verordnung.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit findet im Kühlen und im Stehen statt, oft acht Stunden lang, mit häufigem Wechsel zwischen Theke, Kühlhaus und Vorbereitungsraum. Kisten mit Fleisch oder Käselaibe wiegen etwas, Messer und Aufschnittmaschinen verlangen Konzentration. Der Geruch von Fisch und rohem Fleisch ist ständig präsent. Der Arbeitsbeginn liegt häufig zwischen fünf und sieben Uhr, Samstagsarbeit ist Regel, vor Feiertagen wird es voll und lang.
Hinzu kommt der Druck von zwei Seiten: Frischeware verdirbt, also muss möglichst genau bestellt werden, gleichzeitig darf die Theke nie leer aussehen. Abschriften kosten Rohertrag und werden hinterfragt. Personalmangel im Lebensmittelhandel führt dazu, dass Leiter Lücken selbst ausfüllen und Urlaubsplanung zur Dauerbaustelle wird. Wer keine Freude am direkten Kundenkontakt hat, wird in diesem Beruf nicht glücklich, denn Beschwerden über Qualität, Wartezeit und Preise landen zuerst an der Theke.
Aussichten
Qualifizierte Fachkräfte für Frischebereiche sind knapp, weil die Ausbildungszahlen im Fleischerhandwerk und im Lebensmittelverkauf seit Jahren sinken. Wer die Verantwortung übernehmen kann und will, findet fast überall eine Stelle, auch in ländlichen Regionen. Entwicklungswege führen zur stellvertretenden Marktleitung, zur Marktleitung, in den Bezirksverkauf einer Kette oder in die Warenbeschaffung. Auch der Schritt in einen eigenen Betrieb oder in die Belieferung von Gastronomie ist möglich. Gleichzeitig baut ein Teil des Handels Bedientheken zurück und ersetzt sie durch Selbstbedienung, was die Zahl solcher Stellen in einzelnen Vertriebsschienen verringert.
Aufgaben
- Ware für Fleisch, Wurst, Käse und Fisch disponieren und bestellen
- Theke aufbauen, dekorieren und über den Tag nachbestücken
- Kunden bedienen, aufschneiden, portionieren und beraten
- Temperaturen, Mindesthaltbarkeit und HACCP-Dokumentation kontrollieren
- Dienst- und Urlaubsplanung für das Thekenteam erstellen
- Mitarbeiter einarbeiten, anleiten und beurteilen
- Abschriften, Inventur und Rohertrag der Abteilung auswerten
- Werbeaktionen und Feiertagsgeschäft vorbereiten
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung im Lebensmittelhandwerk oder Einzelhandel, etwa Fleischer, Fachverkäufer oder Kaufmann im Einzelhandel
- Mehrjährige Praxis an der Bedientheke
- Belehrung nach Infektionsschutzgesetz und Hygieneschulung
- Sicherer Umgang mit Messer, Aufschnittmaschine und Waage
- Kenntnis von Warenkunde, Kennzeichnungspflichten und Kühlketten
- Belastbarkeit für Stehen, Kälte und frühen Arbeitsbeginn
- Führungsbereitschaft und Freude am Kundenkontakt
Wo man arbeitet
- Supermärkte und Verbrauchermärkte
- Discounter mit Bedienbereich
- Selbstständige Lebensmitteleinzelhändler
- Metzgereien und Fischfachgeschäfte mit Filialbetrieb
- Cash-and-Carry-Märkte des Großhandels
Der Weg in den Beruf
Grundlage ist eine dreijährige duale Ausbildung, meist als Fleischer, Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk oder Kaufmann im Einzelhandel. Nach etwa drei bis fünf Jahren an der Theke folgt die Übernahme der Stellvertretung und danach die Abteilungsleitung. Aufstiegsqualifikationen sind der Fleischermeister oder der Handelsfachwirt.
Offene Stellen als Abteilungsleiter Frischetheke
In der Suche fortsetzen
Abteilungsleiter Frischetheke (m/w/d)
Abteilungsleiter Frischetheke (m/w/d)
Abteilungsleiter Frischetheke (m/w/d)
Abteilungsleiter Frischetheke (m/w/d)
Abteilungsleiter Frischetheke (m/w/d)
Stellvertretender Abteilungsleiter Frischetheke (m/w/d)
Abteilungsleiter Frischetheke (m/w/d)
Verwandte Berufe
Fleischer
Fleischer zerlegen Tierhälften, schneiden Fleisch zu und stellen Wurst-, Schinken- und Fleischerzeugnisse her. Viele arbeiten zusätzlich im Verkauf oder in der Betriebsküche eines Handwerksbetriebs.
- Offene Stellen
- 3
- Monatsbrutto
- 2.200 – 4.600 €
Passend dazu im Ratgeber
- Das Vorstellungsgespräch: Vorbereitung und die üblichen Fragen Die meisten Fragen im Vorstellungsgespräch sind vorhersehbar. Was sich vorher klären lässt...
- Der Lebenslauf: Aufbau, Lücken und die häufigsten Fehler Der Lebenslauf wird schneller gelesen als jedes andere Dokument der Bewerbung. Was hineing...
- Das Anschreiben, das gelesen wird Ein Anschreiben hat eine Aufgabe: erklären, warum ausgerechnet diese Bewerbung zu dieser S...