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Gesundheit & Pflege

Zahnmedizinische:r Fachangestellte:r

Zahnmedizinische Fachangestellte assistieren bei Behandlungen am Patientenstuhl, bereiten Instrumente auf und organisieren den Praxisablauf von der Terminplanung bis zur Abrechnung.

8 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Zahnmedizinische:r Fachangestellte:r verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.100 € 2.350 € 2.600 € 28.200 €
Mit Berufserfahrung 2.400 € 2.750 € 3.100 € 33.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.800 € 3.200 € 3.900 € 38.400 €

Maßgeblich ist der Gehaltstarifvertrag für zahnmedizinische Fachangestellte der jeweiligen Landeszahnärztekammer, an den sich jedoch nicht alle Praxen binden; frei verhandelte Gehälter liegen in Ballungsräumen oft darüber, in ländlichen Regionen darunter. Deutlich mehr verdienen in der Regel Fachkräfte mit Aufstiegsfortbildung in Prophylaxe, Dentalhygiene oder Abrechnung.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht eine zahnmedizinische Fachangestellte?

Der Arbeitstag verläuft zwischen Behandlungszimmer, Sterilisationsraum und Empfang. Am Stuhl reichen zahnmedizinische Fachangestellte Instrumente an, halten das Arbeitsfeld mit Absaugkanüle und Luftpüster trocken, mischen Füllungsmaterialien und Abdruckmassen an und dokumentieren die Befunde, die der Zahnarzt diktiert. Sie fertigen Röntgenaufnahmen an, wenn sie den entsprechenden Kenntnisnachweis besitzen, entfernen Zahnstein im Rahmen ihrer Befugnisse und legen Patienten Fluoridlack auf.

Ein großer Teil der Arbeit ist Hygiene: Instrumente reinigen, desinfizieren, verpacken, autoklavieren, die Chargen dokumentieren, Behandlungsplätze zwischen Patienten wischen. Dazu kommt die Verwaltung. Termine vergeben, Recall-Listen führen, Material bestellen, Leistungen nach BEMA und GOZ erfassen, Heil- und Kostenpläne vorbereiten, Rückfragen von Kassen bearbeiten. Und ein Teil, der in keiner Aufgabenliste steht: Patienten beruhigen, die Angst vor der Behandlung haben, Kindern erklären, wie geputzt wird, Beschwerden am Empfang abfedern.

Wie wird man zahnmedizinische Fachangestellte?

Über eine dreijährige duale Ausbildung in einer Zahnarztpraxis mit Berufsschulunterricht. Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben, praktisch stellen Praxen überwiegend mit mittlerem Abschluss oder gutem Hauptschulabschluss ein. Die Abschlussprüfung liegt bei der Zahnärztekammer. Während oder nach der Ausbildung kommt der Röntgenkenntnisnachweis dazu, ohne den keine Aufnahmen gefertigt werden dürfen.

Quereinstieg ist möglich, aber begrenzt: Praxen suchen Verwaltungskräfte für den Empfang auch ohne Fachausbildung, am Stuhl und im Sterilisationsraum wird die Qualifikation dagegen verlangt. Wer aus einem anderen medizinischen Assistenzberuf kommt, findet leichter Anschluss.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich fordernd, weil sie in gebeugter, verdrehter Haltung neben dem Behandlungsstuhl stattfindet, oft stundenlang und mit hoher Konzentration auf einen kleinen Bereich. Rücken- und Schulterprobleme sind verbreitet. Der Umgang mit Desinfektionsmitteln, Latex und Kunststoffen kann Hautprobleme auslösen. Ekel darf keine große Rolle spielen: Blut, Speichel, Eiter und Gerüche gehören zum Alltag.

Die Bezahlung gilt als niedrig für das Anforderungsniveau, das ist der häufigste Grund, aus dem Fachkräfte den Beruf verlassen. Arbeitszeiten sind meist geregelt, mit Kernzeiten am Vormittag und Nachmittag, in vielen Praxen auch längeren Sprechstunden am Abend; Notdienste sind selten. Kleine Teams bedeuten, dass eine Krankmeldung sofort spürbar ist und die Stimmung stark von der Praxisleitung abhängt. Sorgfalt bei Hygiene und Dokumentation ist keine Formalität, sondern haftungsrelevant.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch und stabil, Praxen finden vielerorts kaum Personal, gerade in Ballungsräumen und in der Kieferorthopädie. Wer den Beruf gelernt hat, findet in der Regel schnell eine Stelle und kann Arbeitgeber wechseln.

Weiterentwicklung läuft über Fortbildungen der Zahnärztekammern: zur zahnmedizinischen Prophylaxeassistentin, zur zahnmedizinischen Fachassistentin, weiter zur Dentalhygienikerin oder zur Zahnmedizinischen Verwaltungsassistentin mit Schwerpunkt Abrechnung und Praxisorganisation. Diese Aufbauqualifikationen sind der wirksamste Hebel für mehr Verantwortung und ein höheres Einkommen. Praxismanagement, Tätigkeiten in Kliniken, Dentallabors, bei Dentalhandel und Krankenkassen sind weitere Wege.

Aufgaben

  • Assistenz am Behandlungsstuhl, Instrumente anreichen und absaugen
  • Füllungs-, Abdruck- und Abbindematerialien vorbereiten
  • Instrumente aufbereiten, sterilisieren und Hygiene dokumentieren
  • Röntgenaufnahmen anfertigen und Aufnahmen archivieren
  • Prophylaxe durchführen, Mundhygiene erklären, Zahnstein entfernen
  • Termine planen, Recall organisieren, Patienten empfangen
  • Leistungen nach BEMA und GOZ erfassen und Kostenpläne vorbereiten
  • Material und Sprechstundenbedarf bestellen und verwalten

Voraussetzungen

  • abgeschlossene Ausbildung als zahnmedizinische Fachangestellte, für Assistenzaufgaben am Stuhl
  • Röntgenkenntnisnachweis für die Anfertigung von Aufnahmen
  • Sorgfalt und Zuverlässigkeit bei Hygiene und Dokumentation
  • ruhiger, freundlicher Umgang mit ängstlichen Patienten
  • körperliche Belastbarkeit, Feinmotorik, gutes Sehvermögen
  • keine Allergien gegen Latex, Desinfektions- und Kunststoffe
  • Nachweis über Masernimpfung

Wo man arbeitet

  • Zahnarztpraxen
  • kieferorthopädische Praxen
  • Praxen für Oral- und Kieferchirurgie
  • Zahnkliniken und Universitätszahnkliniken
  • zahnärztliche Abteilungen von Gesundheitsämtern und Behörden

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung in einer Zahnarztpraxis mit Unterricht an der Berufsschule, abgeschlossen mit der Prüfung vor der Zahnärztekammer. Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung auf zweieinhalb Jahre möglich. Der Röntgenkenntnisnachweis wird meist im Rahmen der Ausbildung erworben.

Offene Stellen als Zahnmedizinische:r Fachangestellte:r

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Offene Stellen
19
Monatsbrutto
1.900 – 4.700 €

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