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Vertrieb & Kundenservice

Werkstudenten im Verkauf

Werkstudenten im Verkauf unterstützen Vertriebsteams neben dem Studium: Sie beraten Kundinnen und Kunden, pflegen Daten im CRM und bereiten Angebote vor. Die Stelle ist auf höchstens 20 Wochenstunden während der Vorlesungszeit begrenzt.

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Gehalt

Was man als Werkstudenten im Verkauf verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.100 € 2.300 € 2.600 € 27.600 €
Mit Berufserfahrung 2.300 € 2.600 € 3.000 € 31.200 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.600 € 3.000 € 3.600 € 36.000 €

Die Werte sind auf Vollzeit hochgerechnet; tatsächlich gezahlt werden 13 bis 18 Euro pro Stunde bei maximal 20 Wochenstunden, was rund 1.100 bis 1.500 Euro brutto im Monat ergibt. Entscheidend sind Branche und Tarifbindung: Werkstudenten in der Metall- und Elektroindustrie oder bei Konzernen liegen deutlich über dem gesetzlichen Mindestlohn, im Einzelhandel liegt die Bezahlung oft nur knapp darüber.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Werkstudent im Verkauf?

Werkstudenten im Verkauf arbeiten dort mit, wo im Vertrieb Kapazität fehlt: bei der Beratung im Laden oder Showroom, am Telefon, im Chat oder im Backoffice. Konkret heißt das Kunden begrüßen und Produkte erklären, Preise und Lieferzeiten nachsehen, Angebote und Auftragsbestätigungen schreiben, Bestellungen ins Warenwirtschaftssystem eingeben, Adress- und Kontaktdaten im CRM aktualisieren, Reklamationen aufnehmen und weitergeben. Im technischen Vertrieb kommen Recherchen zu Wettbewerbsprodukten, das Zusammenstellen von Präsentationen und die Vorbereitung von Messeauftritten hinzu. Im Einzelhandel gehören Warenannahme, Regalpflege und Kassieren dazu.

Je nach Betrieb ist die Rolle unterschiedlich zugeschnitten. Manche Unternehmen setzen Werkstudenten fast ausschließlich für Datenpflege und Terminvereinbarungen ein, andere lassen sie eigene kleine Kundenkreise betreuen oder bei Vertriebsanalysen mitarbeiten. Wer nachfragt und sich einarbeitet, bekommt in der Regel schnell mehr Verantwortung, weil im Vertrieb Ergebnisse sichtbar sind.

Wie wird man Werkstudent im Verkauf?

Voraussetzung ist eine gültige Immatrikulation an einer Hochschule in einem Vollzeitstudium. Die Fachrichtung spielt seltener eine Rolle als oft angenommen: Betriebswirtschaft, Wirtschaftsingenieurwesen und Kommunikationsfächer sind häufig, aber auch Naturwissenschaftler und Geisteswissenschaftler werden eingestellt. Eine Ausbildung oder erste Erfahrung im Handel ist ein Vorteil, aber kein Muss. Bewerbungen laufen über die Karriereseiten der Unternehmen, Hochschul-Jobportale und Aushänge. Ein Vorstellungsgespräch, gelegentlich mit kurzer Verkaufs- oder Telefonübung, ist üblich.

Wichtig ist der arbeitsrechtliche Rahmen: In der Vorlesungszeit sind höchstens 20 Stunden pro Woche erlaubt, damit der Werkstudentenstatus und die günstige Sozialversicherung bestehen bleiben. In den Ferien darf mehr gearbeitet werden. Der Vertrag ist meist befristet, häufig auf sechs oder zwölf Monate mit Verlängerungsoption.

Was der Beruf verlangt

Die Doppelbelastung ist der schwierigste Teil. Klausurphasen und Vertriebsspitzen fallen nicht immer auseinander, und im Einzelhandel liegen die Einsätze oft am späten Nachmittag, am Samstag und in der Weihnachtszeit. Wer sich nicht klar abgrenzt, arbeitet in Prüfungswochen zu viel und lernt zu wenig.

Im Verkauf gehören Ablehnung und unfreundliche Kunden zum Alltag, besonders in der telefonischen Neukundenansprache. Zielvorgaben zu Terminen oder Abschlüssen sind verbreitet, auch bei Werkstudenten. Manche Tätigkeiten sind eintönig, etwa das Bereinigen von Datenbanken über Stunden. Dazu kommt, dass Werkstudenten nicht immer in Teamentscheidungen einbezogen werden und die Einarbeitung je nach Betrieb dünn ausfällt.

Gebraucht werden verständliche Sprache, Geduld, Zuverlässigkeit bei Terminen und Zahlen sowie Sicherheit im Umgang mit Excel und einem CRM-System. Englisch hilft in international tätigen Unternehmen.

Aussichten

Der Bedarf ist stabil bis hoch, weil Vertriebsabteilungen flexible Unterstützung brauchen und der Einstieg keine langen Vorlaufzeiten hat. Für viele ist die Stelle eine Eintrittskarte: Wer sich bewährt, bekommt häufig ein Angebot für ein Traineeprogramm, den Innendienst oder eine Position im Außendienst nach dem Abschluss. Auch Abschlussarbeiten lassen sich oft im Unternehmen schreiben. Wer im Verkauf bleiben will, entwickelt sich typischerweise über Account Management, Key Account oder Vertriebssteuerung weiter. Die Erfahrung zählt auch in benachbarten Feldern wie Marketing, Einkauf und Kundenservice.

Aufgaben

  • Kundinnen und Kunden im Laden, am Telefon oder im Chat beraten
  • Angebote, Auftragsbestätigungen und Rechnungen vorbereiten
  • Kunden- und Kontaktdaten im CRM-System pflegen
  • Termine für den Außendienst vereinbaren und nachverfolgen
  • Reklamationen und Rückfragen aufnehmen und weiterleiten
  • Verkaufszahlen auswerten und Präsentationen zusammenstellen
  • bei Messen, Aktionen und Produktvorführungen mitarbeiten
  • Ware annehmen, einsortieren und Bestände prüfen

Voraussetzungen

  • Immatrikulation in einem Vollzeitstudium für die gesamte Vertragsdauer
  • höchstens 20 Wochenstunden während der Vorlesungszeit
  • sicheres, freundliches Auftreten und verständliche Ausdrucksweise
  • Grundkenntnisse in Excel und Bereitschaft, sich in CRM-Software einzuarbeiten
  • Zuverlässigkeit bei Terminen, Zahlen und Zusagen
  • Belastbarkeit bei Ablehnung und Beschwerden
  • je nach Betrieb Englischkenntnisse oder Einsätze am Samstag

Wo man arbeitet

  • Vertriebsabteilungen von Industrie- und Handelsunternehmen
  • Filialen und Showrooms des Einzel- und Fachhandels
  • Callcenter und Inside-Sales-Teams
  • Onlinehändler und Software-Anbieter
  • Autohäuser und technische Fachhändler

Der Weg in den Beruf

Eine eigene Ausbildung gibt es nicht: Der Zugang läuft über eine laufende Immatrikulation und eine Bewerbung direkt beim Unternehmen. Verträge sind meist auf sechs bis zwölf Monate befristet und werden häufig bis zum Studienabschluss verlängert. Die Einarbeitung dauert wenige Tage bis einige Wochen, ein Abschluss oder Zertifikat entsteht dabei nicht.

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