Werbetechniker
Werbetechniker gestalten, fertigen und montieren Schilder, Folienbeschriftungen, Leuchtreklame und Messebauten. Der Beruf verbindet Grafikarbeit am Rechner mit Handarbeit in der Werkstatt und Montage beim Kunden.
4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Werbetechniker verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.200 € | 2.500 € | 2.900 € | 30.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.700 € | 3.100 € | 3.600 € | 37.200 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.200 € | 3.700 € | 4.600 € | 44.400 € |
Die meisten Werbetechnikbetriebe sind kleine Handwerksfirmen ohne Tarifbindung; wo Tarif gilt, orientiert er sich an den regionalen Verträgen des Metall- oder Ausbauhandwerks. Deutlich mehr verdienen Montagekräfte mit Hebebühnen- und Höhenqualifikation, Meister und Beschäftigte in großen Industrie- oder Messebauunternehmen, während reine Werkstattarbeit in Kleinbetrieben am unteren Rand liegt.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Werbetechniker?
Werbetechniker stellen alles her, was Firmen sichtbar macht: Fassadenschriftzüge, Leuchtkästen, Fahrzeugbeschriftungen, Bauzaunbanner, Schaufensterfolierungen, Messestände, Hinweis- und Leitsysteme. Der Arbeitstag beginnt oft am Rechner mit Illustrator oder CorelDraw, wo Kundendaten aufbereitet, Schnittkonturen gesetzt und Druckdateien angelegt werden. Danach geht es an den Großformatdrucker und den Schneideplotter, ans Entgittern von Folien, ans Fräsen von Acrylglas oder Aluminium, ans Kleben, Nieten und Verkabeln von Leuchtbuchstaben mit LED-Modulen.
Ein großer Teil der Arbeit findet außerhalb der Werkstatt statt. Montagen laufen auf Leitern, Hebebühnen und Gerüsten, bei Fassaden auch in mehreren Metern Höhe. Fahrzeugbeschriftungen werden in der Halle oder direkt beim Kunden aufgezogen, mit Rakel, Heißluftföhn und viel Geduld an Sicken und Kanten. Dazu kommen Aufmaß vor Ort, Absprachen mit Bauleitungen und Behörden bei genehmigungspflichtiger Werbung sowie Wartung und Reparatur bestehender Anlagen.
Wie wird man Werbetechniker?
Der klassische Weg ist die dreijährige duale Ausbildung zum Schilder- und Lichtreklamehersteller, in der Praxis meist als Werbetechniker bezeichnet. Betriebe erwarten in der Regel einen mittleren Schulabschluss, nehmen aber auch Hauptschulabsolventen mit gutem Zeugnis in Mathematik und Werken. Wer aus der Gestaltung kommt, steigt manchmal über eine Ausbildung als Mediengestalter oder ein Studium im Kommunikationsdesign ein und lernt die Fertigung im Betrieb.
Quereinstieg ist verbreitet, weil viele Betriebe klein sind und Personal suchen. Erfahrung als Maler, Tischler, Metallbauer oder Drucker hilft, ebenso ein Führerschein und Übung mit Grafiksoftware. Angelernte Kräfte arbeiten oft in der Montage oder an der Folienverarbeitung, kommen ohne Abschluss aber schwer an anspruchsvolle Aufgaben und an höhere Bezahlung.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit ist körperlich. Folienrollen und Aluminiumplatten sind schwer, Montagen finden im Freien statt, auch bei Kälte und Wind, und Höhenarbeit gehört dazu. Wer keine Schwindelfreiheit mitbringt, wird an vielen Aufträgen nicht arbeiten können. In der Werkstatt herrscht Lärm, es wird mit Lösemitteln, Klebstoffen und Fräsen gearbeitet.
Termindruck ist üblich: Ladeneröffnungen, Messen und Veranstaltungen haben feste Daten, die nicht verschiebbar sind. Das führt zu Überstunden, Wochenendmontagen und Nachteinsätzen, etwa wenn eine Verkaufsfläche nur außerhalb der Öffnungszeiten beklebt werden kann. Reisebereitschaft im Umkreis, teils mit Übernachtung, verlangen viele Betriebe. Gleichzeitig zählt Millimeterarbeit: Eine schief sitzende Schrift oder eine Luftblase in der Folie ist sofort sichtbar und muss auf eigene Kosten neu gemacht werden.
Aussichten
Die Nachfrage ist stabil, weil Werbung am Gebäude, am Fahrzeug und im Laden nicht digital ersetzbar ist. Zusätzliche Arbeit bringen Beschilderung im Bau, Verkehrsleitsysteme, Sicherheitskennzeichnung und der Austausch alter Leuchtreklame gegen LED. Fachkräfte mit Montageerfahrung und Elektrokenntnissen finden leicht eine Stelle.
Entwicklungswege führen über die Meisterprüfung im Schilder- und Lichtreklameherstellerhandwerk, die zur Betriebsleitung und zur Ausbildung eigener Lehrlinge berechtigt, oder über eine Spezialisierung auf Digitaldruck, CNC-Fertigung, Lichtplanung oder Messebau. Ein eigener Betrieb ist realistisch, weil die Branche kleinteilig ist; die Investitionen in Drucker, Plotter und Fräse sind allerdings erheblich.
Aufgaben
- Druck- und Schnittdaten aus Kundenvorlagen aufbereiten
- Folien plotten, entgittern und auf Untergründe aufziehen
- Großformatdrucke und Banner herstellen und konfektionieren
- Leuchtbuchstaben und Leuchtkästen bauen und mit LED-Technik bestücken
- Acrylglas, Aluminium und Verbundplatten fräsen, sägen und kanten
- Fahrzeuge und Schaufenster beschriften und folieren
- Schilder und Werbeanlagen an Fassaden montieren, auch von der Hebebühne
- Aufmaß beim Kunden nehmen und Werbeanlagen warten
Voraussetzungen
- abgeschlossene Ausbildung als Schilder- und Lichtreklamehersteller oder vergleichbare Praxis
- sicherer Umgang mit Grafiksoftware wie Illustrator oder CorelDraw
- handwerkliches Geschick und Sinn für Maße, Farben und Proportionen
- körperliche Belastbarkeit, Schwindelfreiheit und Bereitschaft zur Höhenarbeit
- Führerschein Klasse B, häufig auch BE für Anhänger
- Sorgfalt und Geduld bei Feinarbeiten wie Folienkanten
Wo man arbeitet
- Werbetechnik- und Schilderbetriebe
- Digitaldruckereien mit Großformat
- Messebau- und Ladenbauunternehmen
- Fahrzeugbeschriftungs- und Folierstudios
- Werbeagenturen mit eigener Produktion
- Bauschilder- und Beschilderungsdienstleister
Der Weg in den Beruf
Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung zum Schilder- und Lichtreklamehersteller mit Abschluss vor der Handwerkskammer. Danach ist die Meisterprüfung möglich, die zur Betriebsleitung und Ausbildung berechtigt. Quereinsteiger aus Handwerk oder Mediengestaltung werden angelernt, bleiben ohne Abschluss aber meist in der Montage.
Offene Stellen als Werbetechniker
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Werbetechniker - Digitaldruck / Folientechnik (m/w/d)
Werbetechniker (m/w/d)
Werbetechniker - Folienmontage / Designbereich (m/w/d)
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- 18
- Monatsbrutto
- 2.300 – 4.600 €
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- Offene Stellen
- 30
- Monatsbrutto
- 2.400 – 5.200 €
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