Verkäufer / Quereinsteiger Bäckerei / Backwaren
Verkäuferinnen und Verkäufer in Bäckereien verkaufen Brot, Brötchen, Kuchen und Snacks, bedienen Kunden an der Theke und bereiten belegte Backwaren und Kaffee zu. Der Einstieg ist auch ohne Ausbildung möglich, die Arbeit beginnt früh am Morgen.
4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Verkäufer / Quereinsteiger Bäckerei / Backwaren verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 1.900 € | 2.150 € | 2.400 € | 25.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.150 € | 2.400 € | 2.750 € | 28.800 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 2.500 € | 2.850 € | 3.500 € | 34.200 € |
Maßgeblich sind die regionalen Tarifverträge für das Bäckerhandwerk beziehungsweise den Einzelhandel, an die sich vor allem größere Filialisten halten; kleine Betriebe zahlen oft nur knapp über Mindestlohn. Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit sowie ein Abschluss als Fachverkäuferin erhöhen das Einkommen deutlich, die häufigen Teilzeitstellen senken es entsprechend.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht eine Verkäuferin in der Bäckerei?
Der Arbeitstag beginnt meist zwischen fünf und sechs Uhr. Die Ware kommt aus der Backstube oder per Lieferung an, wird sortiert, ausgezeichnet und in Theke und Regale eingeräumt. Danach steht der Verkauf im Mittelpunkt: Brötchen zählen, Brot schneiden, Torten portionieren, Kaffee aufbrühen, belegte Brötchen und Snacks vorbereiten, kassieren. Dazwischen wird nachgebacken, denn viele Filialen haben einen Backofen im Verkaufsraum und schieben mehrmals täglich vorgegarte Teiglinge nach.
Hinzu kommt alles, was den Laden am Laufen hält: Vitrinen und Kaffeemaschine reinigen, Tische im Café abräumen, Warenbestände melden, Retouren erfassen, am Abend die Kasse abrechnen und den Verkaufsraum putzen. In kleinen Filialen erledigt eine Person das alles allein, in größeren arbeitet ein Team von zwei bis fünf Leuten in Schichten.
Wie wird man Verkäuferin in der Bäckerei?
Es gibt zwei Wege. Der reguläre führt über die dreijährige Ausbildung zur Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk mit Schwerpunkt Bäckerei, dual im Betrieb und in der Berufsschule. Dort geht es auch um Warenkunde, Ernährungslehre, Hygienerecht und Konditoreiarbeit. Voraussetzung ist in der Praxis meist ein Hauptschulabschluss.
Der zweite Weg ist der Quereinstieg, und der ist in dieser Branche die Regel und nicht die Ausnahme. Viele Betriebe stellen ohne einschlägigen Abschluss ein und schulen selbst an: Kasse, Sortiment, Backofen, Hygienevorschriften. Nötig sind eine Bescheinigung nach dem Infektionsschutzgesetz und die Bereitschaft, die üblichen Hygieneschulungen zu absolvieren. Wer länger dabei ist, kann die Abschlussprüfung als Externenprüfung nachholen und damit auf ein Facharbeitergehalt kommen.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeitszeiten sind der härteste Punkt. Frühdienste beginnen vor dem Morgengrauen, Samstag ist der wichtigste Verkaufstag, viele Filialen öffnen auch sonntags. Wer Kinder hat, braucht eine verlässliche Betreuung zu Zeiten, in denen keine Kita geöffnet ist. Der Dienst wird überwiegend stehend geleistet, oft acht Stunden am Stück, mit Heben von Backblechen und Getränkekisten. Rücken, Beine und Füße merken das.
Dazu kommt Tempo: In der Stoßzeit stehen zwanzig Leute an, und jede Bestellung soll schnell und freundlich bearbeitet werden. Reklamationen, ausverkaufte Ware und ungeduldige Kunden gehören zum Alltag. Teilzeitstellen und Minijobs sind weit verbreitet, feste Vollzeitstellen seltener, als es der Personalbedarf vermuten ließe. Die Bezahlung liegt in großen Teilen der Branche nur wenig über dem Mindestlohn, Zuschläge für Sonntag und Nacht machen einen spürbaren Teil des Einkommens aus.
Aussichten
Die Nachfrage nach Verkaufspersonal in Bäckereien ist hoch und stabil. Filialisten und Handwerksbetriebe suchen dauerhaft, offene Stellen bleiben oft monatelang unbesetzt, weshalb Bewerbungen ohne Vorerfahrung gute Chancen haben. Gleichzeitig schließen kleine Handwerksbäckereien, während Filialketten und Backshops im Supermarkt wachsen.
Entwicklungswege gibt es nach oben: stellvertretende Filialleitung, Filialleitung, Bezirks- oder Gebietsleitung bei größeren Ketten. Mit der Ausbildung im Rücken ist die Weiterbildung zur Fachverkäuferin mit Zusatzqualifikation oder zur Handelsfachwirtin möglich. Wer in die Produktion wechseln will, kann eine Ausbildung als Bäckerin oder Konditorin anschließen.
Aufgaben
- Backwaren, Kuchen und Snacks an der Theke verkaufen und beraten
- Ware annehmen, auszeichnen und Theke sowie Regale bestücken
- Teiglinge im Ladenbackofen aufbacken und nachschieben
- Belegte Brötchen, Salate und Kaffeespezialitäten zubereiten
- Kasse bedienen, abrechnen und Tagesumsatz erfassen
- Verkaufsraum, Vitrinen und Maschinen nach Hygienevorschriften reinigen
- Retouren und Bestände erfassen und Nachbestellungen melden
- Im Café Tische abräumen und Gäste bedienen
Voraussetzungen
- Kein bestimmter Abschluss nötig, für die Ausbildung meist Hauptschulabschluss
- Gesundheitliche Belehrung nach Infektionsschutzgesetz und Hygieneschulung
- Bereitschaft zu Frühdienst, Samstags- und häufig Sonntagsarbeit
- Freundlicher Umgang mit Kunden auch unter Zeitdruck
- Körperliche Belastbarkeit: langes Stehen, Heben von Blechen und Kisten
- Sorgfalt bei Kasse, Sauberkeit und Warenkennzeichnung
- Gute Deutschkenntnisse für Beratung und Bestellannahme
Wo man arbeitet
- Handwerksbäckereien mit angeschlossenem Verkauf
- Filialen von Bäckereiketten
- Backshops in Supermärkten und Discountern
- Bäckereicafés und Stehcafés
- Verkaufsstellen an Bahnhöfen, Flughäfen und Tankstellen
- Konditoreien
Der Weg in den Beruf
Der reguläre Weg ist die dreijährige duale Ausbildung zur Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk, Schwerpunkt Bäckerei, mit Abschluss vor der Handwerkskammer. Ebenso verbreitet ist der Quereinstieg: Betriebe schulen neue Kräfte in wenigen Wochen an Kasse, Sortiment und Hygienevorgaben an. Wer mehrere Jahre im Verkauf gearbeitet hat, kann den Abschluss über eine Externenprüfung nachholen.
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Verwandte Berufe
Bäcker
Bäcker stellen Brot, Brötchen, Kuchen und Feingebäck her – vom Ansetzen der Teige bis zum Backen. Die Arbeit beginnt meist nachts oder in den frühen Morgenstunden.
- Offene Stellen
- 8
- Monatsbrutto
- 2.100 – 4.200 €
Konditor
Konditoren stellen Torten, Kuchen, Pralinen, Desserts und Gebäck her – von der Teigbereitung über das Füllen bis zur Dekoration. Gearbeitet wird meist früh morgens in der Backstube, im Handwerksbetrieb oder in der Hotelpatisserie.
- Offene Stellen
- 11
- Monatsbrutto
- 2.100 – 4.500 €
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