Tierpfleger
Tierpfleger versorgen Tiere in Zoos, Tierheimen, Forschungseinrichtungen oder Tierkliniken: Sie füttern, reinigen Gehege, beobachten den Gesundheitszustand und unterstützen bei Behandlungen.
- Offene Stellen
- 3
- Monatsbrutto
- 2.200 – 4.200 €
Tierärzte untersuchen, behandeln und operieren Tiere, führen Impfungen und Laboruntersuchungen durch und beraten Halter. Sie arbeiten in Praxen und Kliniken, in Nutztierbeständen, in Veterinärämtern oder in Forschung und Industrie.
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| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.700 € | 3.200 € | 3.900 € | 38.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.500 € | 4.400 € | 5.500 € | 52.800 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.800 € | 6.000 € | 9.000 € | 72.000 € |
Entscheidend ist der Arbeitsbereich: In privaten Praxen wird frei verhandelt und der Einstieg ist im Verhältnis zur Studiendauer niedrig, im Veterinäramt gilt der TVöD beziehungsweise TV-L (meist Entgeltgruppe 13 bis 15) oder eine Verbeamtung, und in Pharmaindustrie und Labordiagnostik liegen die Gehälter deutlich darüber. Notdienstzulagen, Fachtierarzttitel und eine eigene Praxis verschieben das Einkommen zusätzlich.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Der Arbeitstag in einer Kleintierpraxis besteht aus Sprechstunden und Operationen: Katzen mit Harnwegsproblemen, Hunde mit Lahmheiten, Kaninchen mit Zahnfehlstellungen. Dazu gehören klinische Untersuchung, Blutentnahme, Röntgen und Ultraschall, das Anlegen von Infusionen, Kastrationen, Zahnsanierungen, Wundversorgung und die Betreuung stationärer Patienten. Ein großer Teil der Zeit geht in Gespräche mit Haltern: Diagnose erklären, Behandlungsoptionen und Kosten abwägen, Entscheidungen über eine Einschläferung begleiten.
In der Nutztierpraxis sieht die Arbeit anders aus. Hier fährt man von Betrieb zu Betrieb, macht Trächtigkeitsuntersuchungen bei Rindern, versorgt Geburtsstörungen, behandelt Mastitis und Lahmheiten, betreut Bestandsgesundheit und dokumentiert Arzneimittelanwendungen. Im Veterinäramt stehen Lebensmittelüberwachung, Schlachttier- und Fleischuntersuchung, Tierschutzkontrollen und Tierseuchenbekämpfung im Vordergrund, dazu viel Verwaltungsarbeit. In Pharmaindustrie, Labordiagnostik und Forschung geht es um Zulassung, Studien und Analytik.
Über ein Studium der Veterinärmedizin, das in Deutschland an fünf Standorten angeboten wird: Hannover, München, Gießen, Leipzig und Berlin. Es dauert elf Semester und endet mit dem Staatsexamen; danach folgt die Approbation, die zur Ausübung des Berufs berechtigt. Die Studienplätze sind stark begrenzt, die Zulassung läuft über einen bundesweiten Numerus clausus, in dem der Abiturschnitt eine große Rolle spielt. Wartezeiten und Auslandsstudium, etwa in Ungarn, Österreich oder der Slowakei, sind verbreitete Wege. Ein Quereinstieg ohne dieses Studium ist nicht möglich.
Nach der Approbation ist eine Weiterbildung zum Fachtierarzt möglich, etwa für Kleintiere, Pferde, Rinder, Chirurgie, Innere Medizin, Pathologie oder öffentliches Veterinärwesen. Wer in ein Amt will, braucht in der Regel zusätzlich die Prüfung zum amtlichen Tierarzt.
Die Belastung ist hoch und wird von außen oft unterschätzt. Notdienste am Abend, nachts und am Wochenende gehören in der Kurativen dazu, in der Nutztierpraxis auch Fahrten bei Wind und Kälte. Die Arbeit ist körperlich: Großtiere fixieren, in Zwangshaltung operieren, lange stehen. Verletzungsrisiken durch Bisse, Tritte und Nadelstiche sind real, ebenso der Kontakt mit Zoonosen und Narkosegasen.
Schwer fällt vielen der emotionale Anteil. Einschläferungen sind Alltag, ebenso Fälle, in denen eine Behandlung medizinisch möglich, für den Halter aber nicht bezahlbar ist. Konflikte über Rechnungen und Vorwürfe im Internet kommen vor. Der Beruf hat eine auffällig hohe Ausstiegsquote in den ersten Berufsjahren, vor allem wegen Arbeitszeiten und Bezahlung im Verhältnis zur Länge der Ausbildung.
Tierärzte werden gesucht, besonders in der Nutztierpraxis, in ländlichen Regionen und in den Veterinärämtern. Viele Praxen finden keine Nachfolge, gleichzeitig kaufen Ketten und Investoren Kliniken auf, was Anstellungsverhältnisse verändert. Wer eine Fachtierarztqualifikation erwirbt, sich auf Bildgebung, Zahnheilkunde oder Bestandsbetreuung spezialisiert oder in Behörden, Industrie und Forschung geht, hat gute Wahlmöglichkeiten. Die Selbstständigkeit bleibt der Weg mit dem höchsten Einkommenspotenzial, verbunden mit unternehmerischem Risiko.
Der Weg führt über ein elfsemestriges Studium der Veterinärmedizin mit Staatsexamen und anschließender Approbation. Danach arbeiten die meisten zunächst als angestellte Assistenztierärzte; darauf kann eine mehrjährige Weiterbildung zum Fachtierarzt oder die Prüfung zum amtlichen Tierarzt aufbauen.
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