Zum Inhalt springen
Vertrieb & Kundenservice

Technischer Vertriebsinnendienst

Der technische Vertriebsinnendienst bearbeitet Kundenanfragen zu technischen Produkten, erstellt Angebote und Kalkulationen und begleitet Aufträge vom Eingang bis zur Lieferung. Die Arbeit findet vom Schreibtisch aus statt, meist in engem Austausch mit Außendienst, Konstruktion und Fertigung.

0 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Technischer Vertriebsinnendienst verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.700 € 3.200 € 3.700 € 38.400 €
Mit Berufserfahrung 3.300 € 3.900 € 4.600 € 46.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.000 € 4.800 € 6.000 € 57.600 €

Am stärksten wirken Branche und Tarifbindung: In Betrieben mit dem Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie oder der chemischen Industrie liegen die Werte deutlich über denen im technischen Großhandel oder in kleinen Handelsvertretungen. Provisionen und Zielprämien sind im Innendienst meist gering und ergänzen ein festes Grundgehalt.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht der technische Vertriebsinnendienst?

Im Zentrum steht die Anfrage eines Kunden: Ein Maschinenbauer braucht ein Getriebe mit bestimmtem Übersetzungsverhältnis, ein Installationsbetrieb sucht eine Pumpe für eine bestimmte Förderhöhe, ein Werk fragt Ersatzteile für eine zwölf Jahre alte Anlage an. Der Innendienst klärt, was technisch gebraucht wird, sucht die passende Ausführung aus Katalog, Konfigurator oder Zeichnung, kalkuliert Preise und Lieferzeit und schreibt das Angebot. Danach folgt das Nachfassen, die Verhandlung über Rabatte und Termine, die Auftragserfassung im ERP-System und die Überwachung, ob Beschaffung und Fertigung den zugesagten Termin halten.

Dazu kommen Reklamationen, Retouren, Preispflege, Stammdaten und die Abstimmung mit dem Außendienst, dem man Unterlagen für Kundenbesuche vorbereitet. Bei kundenspezifischen Lösungen läuft die Abstimmung mit Konstruktion oder Applikationstechnik. Der Arbeitstag besteht überwiegend aus E-Mail, Telefon, ERP- und CRM-System und Excel.

Wie wird man technischer Vertriebsinnendienst?

Es gibt keinen eigenen Ausbildungsberuf. Zwei Wege sind üblich: eine kaufmännische Ausbildung, etwa Industriekauffrau oder Kaufmann für Groß- und Außenhandelsmanagement, plus im Betrieb erworbenes Produktwissen. Oder ein technischer Beruf wie Industriemechaniker, Elektroniker oder Mechatroniker, ergänzt durch kaufmännische Weiterbildung, häufig zum technischen Betriebswirt oder Fachwirt. Auch Technikerinnen, Meister und Absolventen von Wirtschaftsingenieurwesen oder Maschinenbau finden sich in diesen Stellen. Quereinstieg aus der Fertigung, dem Service oder der Anwendungstechnik ist verbreitet, weil Produktkenntnis schwerer zu vermitteln ist als Angebotsroutine.

Englisch wird in exportierenden Betrieben verlangt, oft täglich. Wer Zeichnungen lesen und technische Begriffe sicher verwenden kann, hat einen deutlichen Vorteil gegenüber rein kaufmännischen Bewerbern.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist getaktet von außen. Kunden erwarten Angebote binnen Tagen, Eskalationen kommen ungefiltert am Telefon an, und wenn die Fertigung einen Termin reißt, muss der Innendienst es dem Kunden erklären. Mehrere Vorgänge parallel offen zu halten, ohne einen zu verlieren, ist die Kernanforderung. Kalkulationsfehler kosten Geld und fallen auf.

Die Arbeitszeiten sind meist geregelt, Gleitzeit ist üblich, Homeoffice inzwischen teilweise möglich. Belastend ist weniger der Zeitrahmen als die Dichte: Monatsende, Quartalsende und Messezeiten bringen Spitzen. Wer ausschließlich technisch arbeiten will, wird die kaufmännische Routine als eintönig empfinden; wer Kundenkontakt sucht, vermisst mitunter das persönliche Gespräch, weil der Kontakt schriftlich und telefonisch bleibt.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil und breit: Maschinenbau, Elektrotechnik, Antriebs- und Automatisierungstechnik, technischer Großhandel, Bauzulieferer. Besetzungen dauern lange, weil die Kombination aus Technik und Vertrieb selten ist. Standardisierbare Teile der Arbeit wandern in Onlineshops und Konfiguratoren, was den Anteil erklärungsbedürftiger Fälle erhöht statt Stellen abzubauen.

Entwicklungswege führen in den Außendienst, in das Key-Account-Management, in die Applikationstechnik, in das Produktmanagement oder in die Leitung des Innendienstteams. Ein Wechsel in den Außendienst bringt in der Regel einen deutlichen Gehaltssprung, verbunden mit Reisetätigkeit und variabler Vergütung.

Aufgaben

  • technische Kundenanfragen klären und passende Produkte auswählen
  • Angebote kalkulieren, erstellen und nachfassen
  • Aufträge im ERP-System erfassen und Termine überwachen
  • Preise, Rabatte und Lieferzeiten verhandeln
  • Reklamationen und Retouren bearbeiten
  • Außendienst mit Unterlagen und Kalkulationen unterstützen
  • Stammdaten und Preislisten pflegen
  • mit Fertigung, Einkauf und Konstruktion abstimmen

Voraussetzungen

  • kaufmännische oder technische Berufsausbildung, alternativ technisches Studium
  • technisches Verständnis, Zeichnungen und Datenblätter lesen können
  • sicherer Umgang mit ERP- und CRM-Systemen sowie Excel
  • Englisch in Wort und Schrift bei Exportgeschäft
  • Belastbarkeit bei parallelen Vorgängen und Termindruck
  • freundliche, klare Kommunikation am Telefon und schriftlich

Wo man arbeitet

  • Maschinen- und Anlagenbauunternehmen
  • Elektro- und Automatisierungstechnik
  • technischer Groß- und Fachhandel
  • Zulieferbetriebe der Automobil- und Bauindustrie
  • Vertriebsgesellschaften ausländischer Hersteller

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreijährige Ausbildung, kaufmännisch etwa als Industriekaufmann oder Kaufmann für Groß- und Außenhandelsmanagement, technisch etwa als Industriemechaniker oder Mechatroniker. Darauf folgt die Einarbeitung in das Produktsortiment im Betrieb, häufig ergänzt durch eine Weiterbildung zum technischen Betriebswirt, Fachwirt oder Techniker. Auch Absolventen von Wirtschaftsingenieurwesen oder Maschinenbau steigen direkt ein.

Offene Stellen als Technischer Vertriebsinnendienst

In der Suche fortsetzen

Zu diesem Beruf steht gerade keine Anzeige im Bestand. Der Bestand wird täglich abgeglichen; die Suche zeigt auch verwandte Bezeichnungen.

Verwandte Berufe

Außendienstmitarbeiter

Außendienstmitarbeiter betreuen Kunden direkt vor Ort, beraten zu Produkten und schließen Verträge ab. Der Arbeitsplatz ist überwiegend das Auto und ein festgelegtes Vertriebsgebiet.

Offene Stellen
33
Monatsbrutto
2.600 – 7.500 €

Vertriebsingenieur

Vertriebsingenieure verkaufen technisch komplexe Produkte wie Maschinen, Anlagen, Antriebstechnik oder Automatisierungslösungen. Sie verbinden Ingenieurwissen mit Kundenberatung, klären Anforderungen und erstellen Angebote.

Offene Stellen
16
Monatsbrutto
3.800 – 9.500 €

Arbeitsplatz.de verwendet nur die Cookies, die für den Betrieb der Seite nötig sind. Kein Tracking, keine Werbenetzwerke, keine Auswertung Ihres Verhaltens. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.

Datenschutz