Soziale Arbeit am Campus oder virtuell
Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter beraten und begleiten Menschen in schwierigen Lebenslagen, vermitteln Hilfen und arbeiten mit Behörden zusammen. Das Studium der Sozialen Arbeit ist an Hochschulen in Präsenz, dual oder vollständig virtuell möglich.
24 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Soziale Arbeit am Campus oder virtuell verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.100 € | 3.500 € | 3.800 € | 42.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.600 € | 4.100 € | 4.600 € | 49.200 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.300 € | 4.900 € | 5.900 € | 58.800 € |
Maßgeblich ist der Tarifvertrag: im öffentlichen Dienst der TVöD mit der Sozial- und Erziehungsdienst-Tabelle, meist S 11b bis S 14, bei kirchlichen Trägern AVR Caritas oder AVR Diakonie. Kleine Vereine und projektfinanzierte Stellen zahlen häufig ohne Tarifbindung und deutlich darunter, Leitungsfunktionen und der Bereich Jugendamt liegen darüber.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht eine Fachkraft für Soziale Arbeit?
Soziale Arbeit setzt dort an, wo Menschen ihre Lebenssituation nicht mehr allein bewältigen: nach einer Kündigung, bei Überschuldung, in der Trennung, bei Sucht, Gewalt in der Familie, Wohnungslosigkeit oder Fluchterfahrung. Der Alltag besteht aus Beratungsgesprächen, Hausbesuchen, Anträgen auf Sozialleistungen, Hilfeplänen, Fallkonferenzen mit Jugendamt, Schule, Klinik oder Jobcenter und aus Dokumentation. In der Jugendhilfe kommen Gefährdungseinschätzungen und Berichte an das Familiengericht hinzu, in der Schulsozialarbeit Gruppenangebote und Elterngespräche, in der Eingliederungshilfe die Begleitung von Menschen mit Behinderung im Wohnen und in der Arbeit. Ein erheblicher Teil der Arbeitszeit geht für Verwaltung und Aktenführung drauf - deutlich mehr, als die meisten vor dem Studium erwarten.
Wie wird man Fachkraft für Soziale Arbeit?
Üblich ist ein Bachelorstudium Soziale Arbeit oder Sozialpädagogik an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften, sieben Semester einschließlich Praxissemester. Voraussetzung ist die Fachhochschulreife oder das Abitur, teils auch eine berufliche Qualifikation mit Berufserfahrung. Viele Hochschulen bieten das Studium in Präsenz am Campus, dual in Kooperation mit einem Träger oder vollständig virtuell als Fernstudium mit Online-Seminaren und Prüfungen in Studienzentren an. Das virtuelle Format richtet sich vor allem an Menschen, die bereits in einer Einrichtung arbeiten oder Kinder betreuen; es verlangt hohe Selbstorganisation und bietet weniger informellen Austausch. Für Tätigkeiten mit hoheitlichem Bezug, etwa im Jugendamt, ist die staatliche Anerkennung nötig, die je nach Bundesland im Studium enthalten ist oder in einem Anerkennungsjahr erworben wird. Ein Master eröffnet Leitungs- und Forschungswege. Quereinstiege aus Erziehung, Pflege oder Verwaltung sind möglich, laufen aber meist über ein berufsbegleitendes Studium.
Was der Beruf verlangt
Die Fallzahlen sind in vielen Diensten zu hoch, die Personaldecke dünn. Wer in der Kinder- und Jugendhilfe arbeitet, trägt Verantwortung für Entscheidungen, die Familien tief betreffen, und muss sie unter Zeitdruck und mit unvollständigen Informationen treffen. Belastend sind Aggression und Verzweiflung im Kontakt, Ohnmacht gegenüber Strukturen, die sich nicht ändern lassen, und die Erfahrung, dass Hilfe manchmal nicht ankommt. Abgrenzung ist keine Charaktereigenschaft, sondern eine Fähigkeit, die man einüben muss; Supervision hilft dabei. Die Arbeitszeiten sind in Beratungsstellen meist geregelt, in stationären Einrichtungen und Krisendiensten dagegen im Schicht- und Wochenenddienst mit Nachtbereitschaft. Rufbereitschaft und Termine am Abend gehören in vielen Feldern dazu.
Aussichten
Die Nachfrage ist hoch und stabil. Kommunen, freie Träger und Kliniken suchen Fachkräfte, in ländlichen Regionen oft über Monate. Befristungen kommen vor, weil viele Angebote projektförmig finanziert sind, doch die Chance auf eine Entfristung ist gut. Entwicklungswege führen in die Teamleitung, in die Leitung einer Einrichtung, in Fachberatung, Qualitätsentwicklung oder Sozialplanung. Wer sich fortbildet, etwa in systemischer Beratung, Traumapädagogik, Sucht- oder Schuldnerberatung, arbeitet spezialisierter und teils freiberuflich. Die Bezahlung liegt unter dem, was vergleichbare akademische Abschlüsse in der Privatwirtschaft einbringen; wer Leitung übernimmt, verbessert sie deutlich.
Aufgaben
- Beratungsgespräche mit Einzelnen, Paaren und Familien führen
- Hilfebedarf einschätzen und Hilfepläne erstellen
- bei Anträgen auf Sozialleistungen und Behördenschreiben unterstützen
- Hausbesuche machen und Gefährdungen einschätzen
- mit Jugendamt, Schule, Klinik, Jobcenter und Gerichten zusammenarbeiten
- Gruppen- und Freizeitangebote planen und begleiten
- Fälle dokumentieren, Berichte und Verwendungsnachweise schreiben
- in Fallbesprechungen und Supervision die eigene Arbeit reflektieren
Voraussetzungen
- Bachelor in Sozialer Arbeit oder Sozialpädagogik, für viele Stellen mit staatlicher Anerkennung
- Fachhochschulreife, Abitur oder berufliche Qualifikation mit Praxiserfahrung als Zugang zum Studium
- erweitertes Führungszeugnis ohne einschlägige Einträge
- Belastbarkeit im Umgang mit Krisen, Konflikten und Aggression
- Fähigkeit zur Abgrenzung und zur Zusammenarbeit im Team
- sicheres Schreiben von Berichten und Anträgen
- Führerschein für Außendienste und Hausbesuche
Wo man arbeitet
- Jugendämter und kommunale Sozialdienste
- freie Träger der Wohlfahrtspflege und Vereine
- Beratungsstellen für Sucht, Schulden, Familie oder Migration
- Wohngruppen, Heime und Einrichtungen der Eingliederungshilfe
- Schulen, Kliniken und Justizvollzugsanstalten
Der Weg in den Beruf
Regelweg ist ein siebensemestriges Bachelorstudium Soziale Arbeit an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften, in Präsenz, dual oder als virtuelles Fernstudium. Es schließt mit dem Bachelor of Arts ab, in vielen Bundesländern zusammen mit der staatlichen Anerkennung, sonst nach einem anschließenden Anerkennungsjahr. Ein Master von zwei bis vier Semestern ist für Leitung, Forschung und Lehre üblich.
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- Offene Stellen
- 47
- Monatsbrutto
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- 25
- Monatsbrutto
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- 11
- Monatsbrutto
- 3.100 – 5.300 €
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- Offene Stellen
- 0
- Monatsbrutto
- 3.200 – 9.000 €
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- Offene Stellen
- 13
- Monatsbrutto
- 3.100 – 5.800 €
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