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Marketing & Kommunikation

Social Media Marketing

Social Media Marketing plant und betreut die Auftritte eines Unternehmens auf Plattformen wie Instagram, LinkedIn, TikTok oder YouTube. Dazu gehören Inhalte, bezahlte Werbeanzeigen, Community-Betreuung und die Auswertung von Kennzahlen.

3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Social Media Marketing verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.400 € 2.900 € 3.400 € 34.800 €
Mit Berufserfahrung 3.200 € 3.900 € 4.700 € 46.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.200 € 5.200 € 7.000 € 62.400 €

Ein Tarifvertrag besteht in der Regel nicht, die Gehälter werden frei verhandelt und liegen entsprechend weit auseinander. Am stärksten wirken Branche und Betriebsgröße: Agenturen und kleine Unternehmen zahlen deutlich weniger als Industrie, Konzerne oder E-Commerce, und wer Werbebudgets und Umsatzziele verantwortet, liegt klar über reinen Redaktionsrollen.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht Social Media Marketing?

Die Arbeit besteht aus drei Teilen, die sich täglich vermischen: Inhalte produzieren, Anzeigen schalten, Zahlen auswerten. Der Redaktionsplan legt fest, was in den kommenden Wochen erscheint. Daraus entstehen Texte, Bildzuschnitte, kurze Videos, Umfragen oder Storys, meist in Zusammenarbeit mit Grafik, Video oder externen Dienstleistern. Vieles wird direkt am Smartphone geschnitten und vertont.

Der zweite Teil ist bezahlte Reichweite. In den Werbekonten von Meta, LinkedIn, TikTok oder Google werden Kampagnen aufgesetzt, Zielgruppen eingegrenzt, Budgets verteilt und Anzeigenvarianten gegeneinander getestet. Wer hier arbeitet, schaut mehrmals täglich auf Klickpreise, Reichweiten und Abschlussraten und greift ein, wenn eine Kampagne nicht liefert.

Der dritte Teil ist die Community. Kommentare und Direktnachrichten müssen beantwortet werden, auch die unfreundlichen. Bei Beschwerden oder einem Shitstorm entscheidet sich schnell, ob eine Antwort öffentlich, per Nachricht oder gar nicht erfolgt. Dazu kommen Berichte an Geschäftsführung oder Kundschaft, Abstimmung mit Vertrieb und PR sowie die Zusammenarbeit mit Influencern, von der Auswahl bis zur Abrechnung.

Wie wird man Social Media Marketing Manager?

Es gibt keinen geschützten Zugang. Häufig ist ein Studium in Kommunikations- oder Medienwissenschaft, Marketing, Betriebswirtschaft oder Journalismus. Ebenso verbreitet ist die Ausbildung zum Kaufmann für Marketingkommunikation oder zur Mediengestalterin Digital und Print mit anschließender Spezialisierung. Der Quereinstieg funktioniert in diesem Feld besser als in vielen anderen: Wer eigene Kanäle aufgebaut, in einem Verein die Kommunikation gemacht oder als Werkstudentin in einer Agentur gearbeitet hat, kann das im Bewerbungsgespräch belegen. Entscheidend sind Arbeitsproben und nachweisbare Zahlen, nicht Zertifikate. Die Plattform-Zertifizierungen von Meta oder Google sind schnell erworben und ersetzen keine Praxis.

Was der Beruf verlangt

Die Plattformen ändern Formate und Algorithmen mehrmals im Jahr. Wissen von vor zwei Jahren ist teilweise unbrauchbar, Weiterlernen gehört zur Arbeitszeit und passiert oft in der Freizeit. Feste Bürozeiten sind die Regel, aber Kampagnenstarts, Events und Krisen fallen auch auf Abende und Wochenenden. In Agenturen ist der Druck durch mehrere Kunden parallel hoch, Überstunden sind verbreitet.

Belastend ist die dauernde Sichtbarkeit der eigenen Arbeit. Ein Beitrag, der floppt, ist für alle im Unternehmen einsehbar, und jeder hat eine Meinung dazu. Der Umgang mit Hasskommentaren zehrt, besonders wenn man persönlich vor der Kamera steht. Wer kreative Ideen liefern soll und gleichzeitig Klickpreise verantwortet, muss zwischen zwei sehr unterschiedlichen Denkweisen wechseln können.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil, aber die Einstiegsstellen sind stark umkämpft, weil viele in dieses Feld wollen. Wirklich gesucht sind Fachkräfte, die Budgetverantwortung übernehmen und Ergebnisse in Umsatz übersetzen können. Wer nur Beiträge plant, bleibt austauschbar und in der unteren Gehaltshälfte.

Entwicklungswege führen zur Spezialisierung auf Paid Social und Performance Marketing, in die Leitung eines Social-Media- oder Content-Teams, in die Unternehmenskommunikation oder in die Selbstständigkeit als Beraterin. Werkzeuge für automatisierte Texte und Bilder verändern die Produktion: Reine Umsetzungsaufgaben verlieren an Wert, Strategie, Markenführung und Datenanalyse gewinnen.

Aufgaben

  • Redaktionsplan erstellen und Beiträge für die einzelnen Plattformen produzieren
  • Fotos, Grafiken und kurze Videos aufnehmen, schneiden und untertiteln
  • Werbekampagnen in Meta, LinkedIn oder TikTok Ads aufsetzen und Budgets steuern
  • Kommentare und Direktnachrichten beantworten, Beschwerden abfangen
  • Reichweite, Interaktionen und Conversions auswerten und Berichte erstellen
  • Kooperationen mit Influencern und Creators auswählen, briefen und abrechnen
  • Trends und Formatänderungen der Plattformen beobachten
  • Abstimmung mit PR, Vertrieb, Grafik und externen Agenturen

Voraussetzungen

  • Studium oder kaufmännische Ausbildung im Bereich Marketing, Kommunikation oder Medien, oder belegbare Praxiserfahrung
  • Sichere Rechtschreibung und die Fähigkeit, kurz und pointiert zu texten
  • Routine in Bild- und Videobearbeitung, mindestens auf Smartphone-Niveau
  • Verständnis für Kennzahlen und die Bereitschaft, mit Tabellen zu arbeiten
  • Grundkenntnisse im Urheber-, Wettbewerbs- und Datenschutzrecht
  • Belastbarkeit im Umgang mit öffentlicher Kritik
  • Englisch, da viele Werkzeuge und Dokumentationen nur so vorliegen

Wo man arbeitet

  • Werbe-, Social-Media- und Digitalagenturen
  • Marketingabteilungen von Unternehmen aller Branchen
  • Onlineshops und E-Commerce-Unternehmen
  • Verbände, Vereine, Behörden und Hochschulen
  • Freiberuflich für mehrere Auftraggeber

Der Weg in den Beruf

Üblich ist ein Bachelorstudium in Marketing, Kommunikations- oder Medienwissenschaft über sechs bis sieben Semester, oft ergänzt durch Praktika oder eine Werkstudentenstelle in einer Agentur. Alternativ führt die dreijährige duale Ausbildung zum Kaufmann für Marketingkommunikation in den Beruf. Der Quereinstieg ist möglich, wenn ein Portfolio mit eigenen Kanälen, Kampagnen und Ergebniszahlen vorliegt.

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