Rezeptionsmitarbeiter
Rezeptionsmitarbeiter empfangen Gäste, Kunden und Besucher, nehmen Buchungen und Anrufe an und erledigen die anfallende Schreib- und Abrechnungsarbeit am Empfang. Der Beruf ist die erste Anlaufstelle eines Hotels, einer Praxis oder eines Unternehmens.
8 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Rezeptionsmitarbeiter verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.100 € | 2.350 € | 2.700 € | 28.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.400 € | 2.750 € | 3.200 € | 33.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 2.800 € | 3.300 € | 4.000 € | 39.600 € |
Entscheidend sind Branche und Tarifbindung: In der Hotellerie gelten regionale Tarifverträge des DEHOGA mit vergleichsweise niedrigen Sätzen, Empfangskräfte in Industrie, Kliniken oder im öffentlichen Dienst werden nach TVöD oder Branchentarif deutlich besser bezahlt. Schicht-, Nacht- und Feiertagszulagen können in Hotels einen merklichen Teil des Verdienstes ausmachen.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Rezeptionsmitarbeiter?
Der Arbeitsplatz ist der Empfangstresen. Dort checken Rezeptionsmitarbeiter Gäste ein und aus, vergeben Zimmer, kassieren, erstellen Rechnungen und schließen abends die Kasse ab. Sie nehmen Reservierungen telefonisch, per Mail und über Buchungsportale an, pflegen sie im Hotelprogramm und behalten die Zimmerbelegung im Blick. Zwischendurch geben sie Auskunft über Frühstückszeiten, Anfahrt, Parkplätze und Sehenswürdigkeiten, bestellen Taxis, nehmen Wäsche- und Reparaturmeldungen auf und leiten sie an Housekeeping oder Technik weiter.
Im Empfang eines Unternehmens, einer Klinik oder einer Kanzlei sieht der Tag anders aus: Besucher anmelden, Ausweise ausgeben, Telefonzentrale bedienen, Post und Pakete annehmen und verteilen, Besprechungsräume verwalten, Kuriere beauftragen, kleine Verwaltungsaufgaben für die Fachabteilungen übernehmen. Gemeinsam ist beiden Varianten, dass viele Dinge gleichzeitig laufen: ein Gast am Tresen, das Telefon klingelt, eine Mail wartet auf Antwort.
Wie wird man Rezeptionsmitarbeiter?
Es gibt keine eigene Ausbildung zum Rezeptionsmitarbeiter. Der klassische Weg im Hotel ist die dreijährige Ausbildung zur Hotelfachfrau oder zum Hotelfachmann, alternativ Kaufmann für Tourismus und Freizeit oder Kaufmann für Büromanagement. Im Bürobereich sind kaufmännische Abschlüsse üblich, häufig auch Fremdsprachenkorrespondenz. Der Quereinstieg ist verbreitet und realistisch: Wer freundlich auftritt, verständlich formuliert und Englisch spricht, wird auch ohne passenden Abschluss eingearbeitet, gerade in Hotels und Fitnessstudios. Gute Rechtschreibung, Sicherheit am Rechner und eine zweite Fremdsprache verbessern die Chancen deutlich.
Was der Beruf verlangt
Im Hotel ist Schichtdienst die Regel: Frühdienst ab sechs, Spätdienst bis kurz vor Mitternacht, dazu Wochenenden und Feiertage. Manche Häuser besetzen eine Nachtschicht am Empfang. Wer am Tresen steht, steht viel und sitzt selten lange. Betriebsempfänge laufen dagegen meist zu normalen Bürozeiten, oft in zwei versetzten Schichten.
Die größere Belastung ist emotional. Beschwerden über Zimmer, Lärm, Wartezeiten oder Preise landen am Empfang, auch wenn die Ursache anderswo liegt. Freundlich bleiben, wenn ein Gast laut wird, gehört zur Arbeit. Überbuchungen, ausgefallene Technik und kurzfristige Wünsche müssen gelöst werden, während zwei weitere Leute warten. Verschwiegenheit ist Pflicht, weil Rezeptionsmitarbeiter Namen, Adressen, Zahlungsdaten und manchmal Gesundheitsdaten sehen. Die Bezahlung liegt in der Hotellerie im unteren Bereich, in Unternehmensempfängen und bei Dienstleistern für Empfangsservices ebenfalls oft nur knapp über Mindestlohnniveau.
Aussichten
Empfangskräfte werden laufend gesucht, in der Hotellerie besonders stark, weil viele Beschäftigte während der Pandemie in andere Branchen gewechselt sind. Der Einstieg ist daher meist unkompliziert, die Fluktuation aber hoch. Wer bleibt, kann Schichtleitung am Empfang, Front-Office-Leitung oder Reservierungsleitung übernehmen. Weiterbildungen zum Fachwirt im Gastgewerbe oder zum Betriebswirt eröffnen Wege ins Hotelmanagement. Aus dem Bürobereich führt der Weg häufig in Assistenz, Sachbearbeitung oder Facility Management. Selbstbedienungsterminals und Online-Check-in nehmen einfache Aufgaben ab, ersetzen aber die Beratung und das Lösen von Problemen nicht.
Aufgaben
- Gäste und Besucher empfangen, an- und abmelden
- Reservierungen annehmen, ändern und im Buchungssystem pflegen
- Rechnungen erstellen, kassieren und Kasse abrechnen
- Telefonzentrale bedienen und Anrufe weiterleiten
- Post, Pakete und Kurierlieferungen annehmen und verteilen
- Auskünfte zu Haus, Umgebung und Abläufen geben
- Beschwerden aufnehmen und an die zuständige Abteilung weitergeben
- Besprechungsräume und Schlüssel verwalten
Voraussetzungen
- mittlere Reife oder abgeschlossene kaufmännische bzw. Hotelausbildung, Quereinstieg möglich
- Englisch in Wort und Schrift, weitere Fremdsprache von Vorteil
- sichere Rechtschreibung und Umgang mit Buchungs- und Office-Programmen
- Bereitschaft zu Schicht-, Wochenend- und Feiertagsdienst in der Hotellerie
- gepflegtes Auftreten und Geduld im Umgang mit unzufriedenen Gästen
- Belastbarkeit bei langem Stehen und vielen parallelen Aufgaben
Wo man arbeitet
- Hotels, Pensionen und Ferienanlagen
- Empfangsbereiche von Unternehmen und Kanzleien
- Kliniken, Arztpraxen und Reha-Einrichtungen
- Fitness- und Freizeitanlagen
- Dienstleister für Empfangs- und Sicherheitsservices
Der Weg in den Beruf
Üblich ist eine dreijährige duale Ausbildung, etwa zur Hotelfachfrau oder zum Kaufmann für Büromanagement, mit Abschlussprüfung vor der zuständigen Kammer. Ebenso häufig ist der Quereinstieg mit betrieblicher Einarbeitung von einigen Wochen. Wer aufsteigen will, kann später eine Weiterbildung zum Fachwirt im Gastgewerbe oder zum Bürofachwirt anschließen.
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Verwandte Berufe
Hotelfachleute
Hotelfachleute betreuen Gäste vom Empfang bis zur Abreise, arbeiten im Service, an der Rezeption, im Housekeeping und in der Verwaltung. Der Beruf verbindet Gastgeberrolle mit kaufmännischen Aufgaben und läuft überwiegend im Schichtdienst.
- Offene Stellen
- 5
- Monatsbrutto
- 2.100 – 4.500 €
Kaufmann für Büromanagement
Kaufleute für Büromanagement organisieren den Schreibtischbetrieb einer Einrichtung: Sie bearbeiten Post und E-Mails, führen Termine und Akten, schreiben Rechnungen und sind meist die erste Ansprechperson für Anfragen von außen.
- Offene Stellen
- 24
- Monatsbrutto
- 2.200 – 4.300 €
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