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Vertrieb & Kundenservice

Reinigungskraft in der

Reinigungskräfte halten Büros, Treppenhäuser, Praxen, Schulen und Produktionshallen sauber. Sie arbeiten meist früh morgens oder abends, oft allein oder in kleinen Teams, und folgen festen Reinigungsplänen für jedes Objekt.

6 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Reinigungskraft in der verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.100 € 2.350 € 2.500 € 28.200 €
Mit Berufserfahrung 2.300 € 2.500 € 2.800 € 30.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.600 € 3.000 € 3.700 € 36.000 €

Maßgeblich ist der bundesweit allgemeinverbindliche Tarifvertrag für das Gebäudereinigerhandwerk: Innenreinigung in Lohngruppe 1, Glas- und Fassadenreinigung deutlich höher. Mehr verdienen vor allem Vorarbeiter und Objektleiter sowie Beschäftigte im öffentlichen Dienst nach TVöD; viele Stellen sind Teilzeit, sodass das tatsächliche Einkommen darunter liegt.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht eine Reinigungskraft?

Reinigungskräfte sorgen dafür, dass Gebäude benutzbar und hygienisch bleiben. Der Alltag hängt stark vom Objekt ab: In einem Bürohaus werden Schreibtische abgewischt, Papierkörbe geleert, Sanitäranlagen desinfiziert, Böden gesaugt und gewischt, Glastüren von Fingerspuren befreit. In einer Arztpraxis oder einem Krankenhaus gelten zusätzlich Hygienepläne mit vorgeschriebenen Mitteln, Einwirkzeiten und Wischtechniken. In der Industrie geht es um Maschinenumfelder, Öl auf Hallenböden und Umkleiden. Dazu kommen Sonderarbeiten wie Grundreinigungen, Teppichshampoonieren, Fensterreinigung oder das Einpflegen von Steinböden.

Gearbeitet wird nach einem Leistungsverzeichnis, das für jedes Objekt festlegt, was täglich, wöchentlich oder monatlich zu tun ist. Reinigungskräfte verwalten ihren Wagen, dosieren Chemie, melden defekte Spender und leere Verbrauchsmaterialien. Wer in besetzten Gebäuden arbeitet, hat regelmäßig Kontakt mit Mitarbeitenden, Bewohnern oder Patienten und nimmt Beschwerden und Wünsche auf.

Wie wird man Reinigungskraft?

Der Einstieg ist ohne Ausbildung möglich. Viele Gebäudedienstleister schulen neue Kräfte in wenigen Tagen am Objekt ein: Umgang mit Maschinen, Dosierung der Reinigungsmittel, Arbeitssicherheit, Hygienevorschriften. Wer eine formale Qualifikation will, kann die dreijährige Ausbildung zum Gebäudereiniger oder die zweijährige Ausbildung im Reinigungsgewerbe absolvieren; danach sind Vorarbeiter- und Objektleiterpositionen erreichbar, mit Meisterprüfung auch die Selbstständigkeit. Für Glas- und Fassadenreinigung in der Höhe sind zusätzliche Nachweise nötig, für Arbeiten in Kliniken Hygieneschulungen und oft ein Gesundheitsnachweis.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich. Stehen, Bücken, Heben, Überkopfarbeit, Wiederholungsbewegungen: Knie, Schultern und Rücken werden dauerhaft belastet. Feuchtarbeit und Reinigungschemie greifen die Haut an, Handschuhe und Hautschutz sind Pflicht und werden trotzdem oft vernachlässigt. Die Arbeitszeiten liegen dort, wo die Gebäude leer sind, also früh ab fünf Uhr oder abends nach Büroschluss, häufig in geteilten Diensten und an mehreren Objekten hintereinander. Ein großer Teil der Stellen ist Teilzeit oder Minijob, Vollzeit entsteht oft erst durch mehrere Einsatzorte.

Der Zeitdruck ist real: Die kalkulierte Fläche pro Stunde ist knapp, und wenn jemand ausfällt, wird das Revier aufgeteilt. Wer sauber arbeitet, wird selten bemerkt; auffällig wird nur, was fehlt. Verlässlichkeit, Selbstständigkeit und Diskretion in fremden Räumen zählen mehr als Tempo allein. Deutschkenntnisse für Sicherheitshinweise und Absprachen sind hilfreich, in vielen Teams wird mehrsprachig gearbeitet.

Aussichten

Die Gebäudereinigung ist eine der größten Branchen des deutschen Handwerks und sucht dauerhaft Personal, weil die Fluktuation hoch ist. Eine Stelle zu finden ist deshalb fast überall und kurzfristig möglich, auch nach einer Familienpause oder als Quereinstieg ohne Zeugnisse. Aufstieg führt über Vorarbeit und Objektleitung zur Verantwortung für mehrere Gebäude, Personaleinsatz und Kundengespräche. Spezialisierungen wie Klinikhygiene, Photovoltaik- und Fassadenreinigung, Bauschlussreinigung oder Schädlingsbekämpfung zahlen sich aus. Der Lohn liegt im unteren Bereich, ist aber bundesweit tariflich abgesichert und steigt regelmäßig.

Aufgaben

  • Böden saugen, wischen und mit Maschinen pflegen
  • Sanitärbereiche reinigen und desinfizieren
  • Oberflächen, Türen und Glasflächen abwischen
  • Abfälle entsorgen und Verbrauchsmaterial nachfüllen
  • Reinigungsmittel korrekt dosieren und Geräte pflegen
  • Grund- und Sonderreinigungen nach Auftrag durchführen
  • Mängel, Schäden und fehlendes Material melden
  • Hygienepläne in Kliniken, Praxen und Küchen einhalten

Voraussetzungen

  • Kein bestimmter Schulabschluss erforderlich
  • Körperliche Belastbarkeit für Stehen, Bücken und Heben
  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit bei früher oder späterer Arbeitszeit
  • Sorgfalt und Selbstständigkeit ohne ständige Aufsicht
  • Grundlegende Deutschkenntnisse für Sicherheits- und Hygienehinweise
  • Keine Hautprobleme oder Allergien gegen Reinigungschemie
  • Führerschein bei Einsatz an mehreren Objekten von Vorteil

Wo man arbeitet

  • Gebäudedienstleister und Reinigungsfirmen
  • Büro- und Verwaltungsgebäude
  • Krankenhäuser, Pflegeheime und Arztpraxen
  • Schulen, Kitas und öffentliche Einrichtungen
  • Hotels und Gastronomie
  • Industrie- und Produktionsbetriebe

Der Weg in den Beruf

Der Einstieg erfolgt in der Regel ungelernt mit einer Einarbeitung am Objekt, die wenige Tage bis Wochen dauert. Wer einen Abschluss anstrebt, kann die zweijährige Ausbildung im Reinigungsgewerbe oder die dreijährige Ausbildung zum Gebäudereiniger machen; darauf lassen sich Vorarbeiter-, Objektleiter- und Meisterqualifikationen aufbauen.

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