Reifenmonteur im mobilen Lkw-Service
Reifenmonteure im mobilen Lkw-Service wechseln und reparieren Reifen an Lastwagen, Anhängern und Baumaschinen – meist direkt beim Kunden, auf dem Betriebshof oder an der Autobahn. Sie arbeiten mit schwerem Werkzeug im Freien und fahren häufig Bereitschaftsdienste.
9 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Reifenmonteur im mobilen Lkw-Service verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.300 € | 2.650 € | 3.000 € | 31.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.800 € | 3.200 € | 3.700 € | 38.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.200 € | 3.700 € | 4.400 € | 44.400 € |
Der Grundlohn folgt in tarifgebundenen Betrieben dem Tarifvertrag für das Kraftfahrzeuggewerbe des jeweiligen Bundeslandes, viele mobile Servicebetriebe zahlen jedoch frei verhandelt. Entscheidend für das tatsächliche Monatseinkommen sind Bereitschafts-, Nacht- und Wochenendzulagen sowie Überstunden in der Umrüstsaison, die den Grundlohn deutlich aufstocken können.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Reifenmonteur im mobilen Lkw-Service?
Der Arbeitstag beginnt im Servicefahrzeug: Werkzeug, Ersatzreifen, Hebebühne oder Wagenheber, Drehmomentschlüssel und Kompressor sind an Bord. Von dort fährt der Monteur zu Speditionen, Baustellen, Landwirtschaftsbetrieben oder zu einer Panne auf der Autobahn. Dort werden Räder demontiert, alte Reifen von der Felge gedrückt, neue montiert, gewuchtet und mit dem vorgeschriebenen Drehmoment angezogen. Ein Lkw-Rad wiegt je nach Größe 60 bis über 100 Kilogramm, bei Erdbewegungsmaschinen deutlich mehr.
Dazu kommen Reparaturen an Reifen, das Nachschneiden von Profilen, Runderneuerungsentscheidungen, Luftdruckkontrollen und Achsvermessungen. Bei Pannendiensten muss zuerst die Einsatzstelle abgesichert werden – Warnleuchten, Warndreieck, Warnweste. Jeder Einsatz wird dokumentiert: Reifenposition, DOT-Nummer, Restprofil, verbaute Teile. Viele Betriebe betreuen ganze Flotten und führen für jeden Lkw eine Reifenhistorie.
Wie wird man Reifenmonteur im mobilen Lkw-Service?
Der klassische Weg ist die dreijährige Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker mit Schwerpunkt Nutzfahrzeugtechnik oder zum Mechaniker für Reifen- und Vulkanisationstechnik. Letztere ist der direkteste Zugang: Sie behandelt Reifenaufbau, Montagetechnik, Reparaturverfahren und Vulkanisation. Ebenso häufig ist der Quereinstieg. Viele Betriebe nehmen Bewerber ohne einschlägige Ausbildung, wenn sie körperlich belastbar sind und einen Führerschein mitbringen, und schulen sie mehrere Monate im Betrieb ein. Der Führerschein der Klasse C oder CE ist für den mobilen Dienst oft Voraussetzung oder wird nachträglich finanziert. Herstellerschulungen und Sachkundenachweise für Reifenmontage und Arbeiten an Druckluftanlagen kommen im Laufe der Jahre hinzu.
Was der Beruf verlangt
Der Beruf ist körperlich schwer. Gehoben, gedrückt und gezogen wird bei jedem Wetter, im Winter im Schneematsch, im Sommer auf heißem Asphalt. Knie, Rücken und Schultern werden dauerhaft belastet, Verschleißerscheinungen sind in diesem Gewerbe verbreitet. Die Arbeit an Einsatzstellen im fließenden Verkehr ist gefährlich; Sicherheitsvorschriften sind hier kein Formalismus.
Hinzu kommen die Arbeitszeiten. Pannen halten sich nicht an Bürozeiten, weshalb Rufbereitschaft in Nächten, an Wochenenden und an Feiertagen zum Beruf gehört. In der Umrüstsaison im Frühjahr und Herbst fallen viele Überstunden an. Wer allein unterwegs ist, muss selbstständig entscheiden, ob ein Reifen noch fahrbar ist oder ob das Fahrzeug stehen bleibt – und das gegenüber einem ungeduldigen Fahrer vertreten können.
Aussichten
Der Bedarf ist stabil und in vielen Regionen ungedeckt. Güterverkehr rollt auf Reifen, und die Reifenkosten sind für Speditionen ein erheblicher Posten, weshalb professionelle Flottenbetreuung nachgefragt bleibt. Fachkräfte finden ohne lange Suche eine Stelle, sowohl bei Reifenfachhändlern und deren Servicenetzen als auch bei Nutzfahrzeugwerkstätten.
Entwicklungswege führen zum Serviceleiter oder Disponenten eines mobilen Teams, in den Außendienst mit Flottenberatung, in die technische Schulung oder über die Meisterprüfung im Reifen- und Vulkanisationshandwerk in die Betriebsleitung. Wer den körperlichen Teil langfristig nicht durchhält, wechselt oft in Werkstattdisposition, Lager oder Verkauf – ein realistischer Plan B, den viele früher brauchen als gedacht.
Aufgaben
- Lkw-, Anhänger- und Baumaschinenreifen montieren und demontieren
- Reifenschäden vor Ort beurteilen und reparieren
- Räder wuchten und mit vorgeschriebenem Drehmoment anziehen
- Luftdruck und Restprofil bei Flottenfahrzeugen kontrollieren
- Einsatzstellen im Straßenverkehr absichern
- Servicefahrzeug bestücken, Ersatzreifen und Werkzeug verwalten
- Einsätze dokumentieren und Reifenhistorien pflegen
- Rufbereitschaft für Pannendienste übernehmen
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung im Kfz- oder Reifenhandwerk oder Bereitschaft zur betrieblichen Einarbeitung
- Führerschein Klasse B, für den mobilen Dienst meist C oder CE
- Hohe körperliche Belastbarkeit, Heben von Lasten über 50 Kilogramm
- Technisches Verständnis und sorgfältiges Arbeiten nach Vorschrift
- Bereitschaft zu Nacht-, Wochenend- und Feiertagsbereitschaft
- Wetterunempfindlichkeit und Arbeiten im Freien
- Freundlicher Umgang mit Fahrern und Kunden in Stresssituationen
Wo man arbeitet
- Reifenfachhändler mit mobilem Servicenetz
- Nutzfahrzeugwerkstätten
- Speditionsbetriebe mit eigener Werkstatt
- Servicestützpunkte an Autobahnen
- Bau- und Landmaschinenbetriebe
Der Weg in den Beruf
Üblich ist eine dreijährige duale Ausbildung zum Mechaniker für Reifen- und Vulkanisationstechnik oder zum Kraftfahrzeugmechatroniker mit Schwerpunkt Nutzfahrzeugtechnik, jeweils mit Abschluss vor der Handwerks- oder Industrie- und Handelskammer. Ein Quereinstieg ist verbreitet: Betriebe schulen fachfremde Bewerber mehrere Monate an und finanzieren häufig den Lkw-Führerschein. Weiterführend möglich sind Herstellerzertifikate und die Meisterprüfung im Reifen- und Vulkanisationshandwerk.
Offene Stellen als Reifenmonteur im mobilen Lkw-Service
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- Offene Stellen
- 9
- Monatsbrutto
- 2.500 – 4.800 €
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