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Bildung & Soziales

Pädagogische/r Mitarbeiter

Pädagogische Mitarbeiter begleiten Kinder, Jugendliche oder Erwachsene in Schulen, Kitas, Horten und sozialen Einrichtungen. Sie unterstützen Lern-, Betreuungs- und Freizeitangebote, ohne selbst die volle Verantwortung einer Lehrkraft oder Fachkraftleitung zu tragen.

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Gehalt

Was man als Pädagogische/r Mitarbeiter verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.200 € 2.600 € 3.000 € 31.200 €
Mit Berufserfahrung 2.500 € 2.950 € 3.400 € 35.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.800 € 3.300 € 3.900 € 39.600 €

Bei kommunalen und kirchlichen Trägern richtet sich die Bezahlung nach TVöD-SuE oder AVR, wobei die Eingruppierung stark davon abhängt, ob ein staatlich anerkannter pädagogischer Abschluss vorliegt. Entscheidend für das tatsächliche Einkommen ist meist der Stundenumfang: Viele Stellen sind Teilzeitstellen mit zehn bis fünfundzwanzig Wochenstunden, teils nur für das Schuljahr befristet.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein pädagogischer Mitarbeiter?

Die Bezeichnung ist keine geschützte Berufsbezeichnung, sondern eine Stellenbezeichnung, die je nach Träger sehr unterschiedliche Arbeit beschreibt. In der Ganztagsschule betreuen pädagogische Mitarbeiter Kinder in der Mittagspause, beaufsichtigen die Hausaufgabenzeit, leiten Bastel-, Sport- oder Leseangebote und begleiten Klassen bei Ausflügen. In Kitas und Horten übernehmen sie Teile des Gruppendienstes: Frühstück vorbereiten, Konflikte klären, mit einzelnen Kindern spielen, Eltern beim Abholen informieren. In der Jugendhilfe oder im offenen Jugendtreff sind sie Ansprechpartner für Jugendliche, organisieren Angebote und dokumentieren Vorfälle. In der Erwachsenenbildung wiederum bereiten pädagogische Mitarbeiter Kurse vor, betreuen Teilnehmende und übernehmen Verwaltungsaufgaben.

Gemeinsam ist allen Varianten: Man arbeitet direkt mit Menschen, meist im Team, und hält sich an Konzepte, die andere geschrieben haben. Dazu kommen Dokumentation, Übergabegespräche, Dienstbesprechungen und Elternkontakte.

Wie wird man pädagogischer Mitarbeiter?

Es gibt keinen einheitlichen Ausbildungsweg. Viele Stellen setzen eine abgeschlossene Ausbildung als Erzieher, Sozialassistent, Kinderpfleger oder Heilerziehungspfleger voraus. Andere Träger nehmen Menschen mit Studium in Sozialer Arbeit, Pädagogik oder Lehramt. In der Ganztagsbetreuung an Schulen werden häufig auch Bewerber ohne pädagogischen Abschluss eingestellt, wenn sie einschlägige Erfahrung mitbringen – etwa aus der Jugendarbeit, dem Sportverein oder der eigenen Familie. Für diese Gruppe ist der Beruf ein realistischer Quereinstieg, meist verbunden mit Nachqualifizierungskursen des Trägers.

Ein erweitertes Führungszeugnis ist überall Pflicht, ein Erste-Hilfe-Kurs meist ebenfalls.

Was der Beruf verlangt

Der größte Nachteil ist die Beschäftigungsform. Sehr viele Stellen sind Teilzeitstellen mit wenigen Wochenstunden, an Schulen oft am Nachmittag und auf das Schuljahr befristet, mit unbezahlten Ferienwochen. Wer ein volles Einkommen braucht, muss Stellen kombinieren oder in eine Einrichtung mit Ganztagsbetrieb wechseln. Die Bezahlung liegt unter der von examinierten Fachkräften, obwohl die Arbeit im Alltag oft ähnlich aussieht.

Die Tätigkeit ist laut, körperlich beweglich und emotional fordernd. Man arbeitet mit Kindern, die streiten, weinen oder sich verweigern, und mit Jugendlichen, die Grenzen testen. Konflikte mit Eltern gehören dazu. Personalmangel führt dazu, dass pädagogische Mitarbeiter regelmäßig Aufgaben übernehmen, für die sie formal nicht zuständig sind – das kann fachlich reizvoll sein, überfordert aber ohne Anleitung schnell. Wer Ruhe, klare Abgrenzung und planbare Abläufe braucht, wird sich schwertun.

Aussichten

Der Bedarf ist hoch und wächst weiter, weil der Anspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter ausgebaut wird und Kitas händeringend Personal suchen. Einrichtungen stellen deshalb bewusst auch Nichtfachkräfte ein. Wer bleiben will, sollte einen Abschluss nachholen: Über eine Ausbildung zum Erzieher, teils in berufsbegleitender Form, oder über die externe Prüfung wird aus der Hilfstätigkeit eine Fachkrafttätigkeit mit höherer Eingruppierung. Weitere Wege führen über Zusatzqualifikationen in Sprachförderung, Inklusion oder Schulsozialarbeit bis zur Gruppen- oder Standortleitung in der Ganztagsbetreuung.

Aufgaben

  • Kinder und Jugendliche während Betreuungszeiten beaufsichtigen
  • Hausaufgaben- und Lernzeiten begleiten
  • Freizeit-, Sport- und Kreativangebote planen und durchführen
  • Mahlzeiten vorbereiten und Essenssituationen begleiten
  • bei Streit und Konflikten vermitteln
  • Beobachtungen und Vorfälle dokumentieren
  • mit Eltern, Lehrkräften und Fachkräften Informationen austauschen
  • an Team- und Dienstbesprechungen teilnehmen

Voraussetzungen

  • je nach Stelle pädagogische Ausbildung, Studium oder einschlägige Praxiserfahrung
  • erweitertes Führungszeugnis ohne Einträge
  • Geduld und Belastbarkeit im Umgang mit Gruppen
  • gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift
  • Bereitschaft zu Nachmittags-, teils Randzeiten- und Ferienbetreuung
  • körperliche Beweglichkeit für Spiel, Sport und Aufsicht im Freien

Wo man arbeitet

  • Grund- und Ganztagsschulen
  • Kindertagesstätten und Horte
  • Einrichtungen der Jugendhilfe und Jugendtreffs
  • Wohngruppen und Einrichtungen der Behindertenhilfe
  • Volkshochschulen und Bildungsträger

Der Weg in den Beruf

Es gibt keine eigene Ausbildung zum pädagogischen Mitarbeiter. Üblich ist der Einstieg über eine schulische Ausbildung als Sozialassistent oder Kinderpfleger (zwei Jahre) beziehungsweise als Erzieher (drei Jahre mit staatlicher Anerkennung). Quereinsteiger ohne Abschluss werden vor allem in der Ganztagsbetreuung eingestellt und vom Träger nachqualifiziert.

Offene Stellen als Pädagogische/r Mitarbeiter

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Verwandte Berufe

Erzieher

Erzieherinnen und Erzieher begleiten Kinder und Jugendliche in Kitas, Horten oder Wohngruppen: Sie fördern Sprache, Motorik und Sozialverhalten, gestalten den Tagesablauf und arbeiten mit Eltern zusammen. Der Beruf ist pädagogisch anspruchsvoll und personell dauerhaft angespannt.

Offene Stellen
47
Monatsbrutto
2.900 – 5.200 €

Kinderpfleger

Kinderpflegerinnen und Kinderpfleger betreuen, erziehen und versorgen Kinder von wenigen Monaten bis zum Schulalter, meist als Zweitkraft im Team einer Kita. Sie arbeiten in Krippen, Kindergärten, Horten und in der Kinderklinik.

Offene Stellen
3
Monatsbrutto
2.500 – 3.900 €

Schulbegleiter

Schulbegleiter unterstützen einzelne Kinder mit Behinderung oder besonderem Förderbedarf im Schulalltag, damit diese am Unterricht teilnehmen können. Sie helfen bei Organisation, Kommunikation, Pflege und in Krisensituationen.

Offene Stellen
3
Monatsbrutto
1.900 – 3.600 €

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