Kinderpfleger
Kinderpflegerinnen und Kinderpfleger betreuen, erziehen und versorgen Kinder von wenigen Monaten bis zum Schulalter, meist als Zweitkraft im Team einer Kita. Sie arbeiten in Krippen, Kindergärten, Horten und in der Kinderklinik.
4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Kinderpfleger verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.500 € | 2.900 € | 3.100 € | 34.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.800 € | 3.200 € | 3.500 € | 38.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.100 € | 3.500 € | 3.900 € | 42.000 € |
Bei kommunalen und kirchlichen Trägern gilt der TVöD im Sozial- und Erziehungsdienst, meist Entgeltgruppe S 3 oder S 4; damit ist die Spanne eng und Stufen steigen nach Berufsjahren automatisch. Private Träger und Elterninitiativen zahlen häufig darunter, Zuschläge für Krippendienst, SuE-Zulage und Jahressonderzahlung sind hier nicht eingerechnet.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Kinderpfleger?
Der Arbeitstag beginnt meist vor den Kindern: Räume lüften, Frühstück vorbereiten, Material für den Vormittag herrichten. Danach kommt die Bringzeit mit kurzen Gesprächen an der Tür, Trostrunden nach dem Abschied und dem Blick auf die Anwesenheitsliste. Im Laufe des Tages wechseln sich Freispiel, angeleitete Angebote, Essen, Wickeln oder Toilettengang, Schlafen und Draußenzeit ab. Kinderpflegerinnen singen, lesen vor, mischen Kleisterfarbe, schneiden Obst, ziehen zwanzig Paar Gummistiefel an und lösen Streit um das rote Dreirad. Bei den ganz Kleinen bestimmt die Pflege den Rhythmus: Windeln, Fläschchen, Einschlafbegleitung, Beobachtung von Appetit, Stuhlgang und Hautzustand.
Dazu kommt Dokumentation. Entwicklungsbeobachtungen werden notiert, Portfolios gefüllt, Unfälle und Auffälligkeiten gemeldet. In Teamsitzungen werden Wochenpläne, Feste und einzelne Kinder besprochen. Die pädagogische Verantwortung für Elterngespräche und Konzeptarbeit liegt in der Regel bei der Erzieherin, doch in der Praxis läuft viel gemeinsam.
Wie wird man Kinderpfleger?
Der Weg führt über eine schulische Ausbildung an einer Berufsfachschule, die je nach Bundesland zwei bis drei Jahre dauert. Die Bezeichnung unterscheidet sich regional: In Bayern und Baden-Württemberg heißt der Abschluss Kinderpflegerin, in Norddeutschland Sozialpädagogische Assistentin, in Nordrhein-Westfalen Kinderpflegerin mit dem Zusatz Sozialassistenz. Verlangt wird meist ein mittlerer Schulabschluss oder ein guter Hauptschulabschluss mit Praktikumsnachweis. Der Unterricht wechselt mit längeren Praxisphasen in Kitas, oft auch in Klinik oder Familienpflege. Bezahlt wird die schulische Ausbildung in der Regel nicht, was für Umsteiger die größte Hürde ist. Manche Träger bieten inzwischen praxisintegrierte, vergütete Varianten an. Wer aus einem anderen Beruf kommt, kann über Umschulung, Nachqualifizierung oder eine Externenprüfung einsteigen; Erfahrung mit eigenen Kindern allein reicht nicht. Nach einigen Berufsjahren ist die Weiterbildung zur Erzieherin in verkürzter Form möglich.
Was der Beruf verlangt
Der Beruf ist körperlich anstrengender, als er von außen aussieht. Heben, Bücken, Sitzen auf kleinen Stühlen, Arbeiten in Lärm, der über Stunden nicht abreißt. Infekte werden regelmäßig mitgenommen, besonders im ersten Jahr. Personalmangel bedeutet, dass Gruppen häufig unterbesetzt sind, Pausen ausfallen und Vertretungen kurzfristig einspringen müssen. Wer schlecht abschalten kann, nimmt Sorgen um einzelne Kinder mit nach Hause, etwa bei Verdacht auf Vernachlässigung.
Die Arbeitszeiten liegen meist zwischen früh am Morgen und Nachmittag, verteilt auf Früh- und Spätdienste; Nachtdienst gibt es nur in Heimen und Kliniken. Wochenenden bleiben in der Kita normalerweise frei. Geduld, ein ruhiger Umgangston auch nach der fünften Eskalation und Verlässlichkeit im Team sind wichtiger als besondere Begabungen.
Aussichten
Die Nachfrage ist hoch und wird es bleiben. Der Ausbau der Betreuung für unter Dreijährige und der Ganztagsangebote trifft auf zu wenige Fachkräfte, offene Stellen sind vielerorts unbesetzt. Kinderpflegerinnen finden praktisch überall eine Anstellung, häufig mit der Möglichkeit, Stundenumfang und Wohnortnähe selbst zu wählen. Die Kehrseite: Der Beruf ist als Assistenzberuf eingruppiert und bleibt gehaltlich hinter der Erzieherin zurück. Entwicklung läuft über die Weiterbildung zur Erzieherin, über Zusatzqualifikationen wie Krippenpädagogik, Sprachförderung oder Integrationskraft oder über einen Wechsel in die Kinderklinik.
Aufgaben
- Kinder beim Essen, Wickeln und Anziehen versorgen
- Spiel- und Bildungsangebote vorbereiten und begleiten
- Kinder in der Eingewöhnung und beim Einschlafen begleiten
- Konflikte in der Gruppe begleiten und Regeln durchsetzen
- Entwicklungsschritte beobachten und dokumentieren
- Räume, Material und Mahlzeiten herrichten und aufräumen
- kurze Gespräche mit Eltern bei Bring- und Abholzeiten
- im Team Wochenpläne, Feste und Ausflüge abstimmen
Voraussetzungen
- abgeschlossene Ausbildung als Kinderpflegerin oder sozialpädagogische Assistentin
- mittlerer Schulabschluss als Zugang zur Berufsfachschule
- erweitertes polizeiliches Führungszeugnis ohne Einträge
- Nachweis über Masernimpfung nach dem Infektionsschutzgesetz
- Geduld, Belastbarkeit bei Lärm und Stresstoleranz
- körperliche Fitness zum Heben, Bücken und ständigen Bewegen
- gutes Deutsch in Wort und Schrift für Dokumentation und Elternkontakt
Wo man arbeitet
- Kinderkrippen und Kindergärten
- Kindertagesstätten mit Ganztagsbetreuung
- Horte und Betreuungsangebote an Grundschulen
- Kinderkliniken und Kinderstationen
- Heime und heilpädagogische Einrichtungen
- Familien in der Kinder- und Haushaltsbetreuung
Der Weg in den Beruf
Üblich ist eine schulische Ausbildung an einer Berufsfachschule für Kinderpflege beziehungsweise sozialpädagogische Assistenz, die je nach Bundesland zwei bis drei Jahre dauert und mit einer staatlichen Prüfung endet. Theorieunterricht und mehrwöchige Praktika in Krippe, Kindergarten und teils Klinik wechseln sich ab. Eine Vergütung gibt es bei der schulischen Form in der Regel nicht, praxisintegrierte bezahlte Varianten bieten einzelne Träger an.
Offene Stellen als Kinderpfleger
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Kinderpflegerin (m/w/d) für unsere neue Kinderwohngruppe
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Erzieher
Erzieherinnen und Erzieher begleiten Kinder und Jugendliche in Kitas, Horten oder Wohngruppen: Sie fördern Sprache, Motorik und Sozialverhalten, gestalten den Tagesablauf und arbeiten mit Eltern zusammen. Der Beruf ist pädagogisch anspruchsvoll und personell dauerhaft angespannt.
- Offene Stellen
- 51
- Monatsbrutto
- 2.900 – 5.200 €
Heilerziehungspfleger
Heilerziehungspfleger begleiten Menschen mit Behinderung im Alltag, fördern ihre Selbstständigkeit und übernehmen dabei auch pflegerische Aufgaben. Sie arbeiten in Wohngruppen, Werkstätten, Schulen und in der Assistenz zu Hause.
- Offene Stellen
- 24
- Monatsbrutto
- 2.900 – 4.900 €
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