Pädagogische Fachkraft
Pädagogische Fachkräfte begleiten Kinder, Jugendliche oder Menschen mit Behinderung in ihrer Entwicklung – in Kitas, Horten, Wohngruppen oder Schulen. Sie gestalten den Alltag, fördern gezielt und arbeiten eng mit Eltern und Fachdiensten zusammen.
27 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Pädagogische Fachkraft verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.100 € | 3.400 € | 3.700 € | 40.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.600 € | 4.000 € | 4.400 € | 48.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.200 € | 4.700 € | 5.600 € | 56.400 € |
Bei öffentlichen und vielen kirchlichen Trägern gilt der TVöD mit der Sonderregelung für den Sozial- und Erziehungsdienst (S-Tabelle), bei kirchlichen Einrichtungen AVR Caritas oder AVR Diakonie; die Stufe hängt von Qualifikation, Berufsjahren und übertragener Verantwortung ab. Kleine private Träger zahlen häufig unter Tarif, Zuschläge für Schicht-, Nacht- und Wochenenddienste in der Jugendhilfe können das Monatsentgelt deutlich erhöhen.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht eine pädagogische Fachkraft?
Der Begriff ist ein Sammelbegriff. Gemeint sind Menschen mit einer anerkannten pädagogischen oder heilpädagogischen Qualifikation, die in der Kinder- und Jugendhilfe, in Kindertagesstätten, in der Eingliederungshilfe oder im schulischen Umfeld arbeiten. Der Alltag hängt stark vom Arbeitsfeld ab. In der Kita heißt das: den Tag strukturieren, Freispiel begleiten, Bildungsangebote zu Sprache, Bewegung oder Naturerfahrung durchführen, Konflikte zwischen Kindern moderieren, wickeln, trösten, beim Essen helfen. In einer Wohngruppe der Jugendhilfe stehen Hausaufgabenbetreuung, Kochen, Gespräche über Schulprobleme oder Familienkonflikte, Krisenintervention und Kontakte zu Jugendamt und Schule im Vordergrund. In der Eingliederungshilfe geht es um Assistenz bei Pflege und Alltagsbewältigung, um Förderplanung und um Teilhabe im Wohnumfeld.
Dazu kommt in allen Feldern ein Teil Schreibtischarbeit: Entwicklungsberichte, Beobachtungsdokumentation, Förder- und Hilfepläne, Vorbereitung von Elterngesprächen und Hilfeplankonferenzen, Teambesprechungen, Dienstplanabsprachen.
Wie wird man pädagogische Fachkraft?
Der häufigste Weg ist die Ausbildung zur Erzieherin oder zum Erzieher an einer Fachschule oder Fachakademie für Sozialpädagogik, meist drei Jahre mit Anerkennungsjahr oder in praxisintegrierter Form. Vorausgesetzt werden in der Regel ein mittlerer Schulabschluss und eine einschlägige Vorbildung, etwa die Ausbildung zur Sozialassistentin oder Kinderpflegerin oder ein einjähriges Praktikum. Ebenfalls als Fachkraft gelten Heilerziehungspflegerinnen, Heilpädagoginnen sowie Absolventinnen von Studiengängen in Sozialer Arbeit, Kindheitspädagogik oder Erziehungswissenschaft.
Quereinstiege sind möglich, aber geregelt: Die Bundesländer legen in ihren Fachkräftekatalogen fest, welche Abschlüsse anerkannt werden. Wer aus einem anderen Beruf kommt, startet oft als Ergänzungs- oder Assistenzkraft und absolviert parallel eine berufsbegleitende Ausbildung oder eine Nachqualifizierung. Bei allen Trägern nötig: ein erweitertes Führungszeugnis und ein Nachweis über die Masernimpfung.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit ist laut, dicht und emotional fordernd. Personalmangel ist in den meisten Einrichtungen Dauerzustand, Gruppen sind größer als vorgesehen, Krankheitsvertretungen werden aus dem eigenen Team gedeckt. Vorbereitungszeit fällt regelmäßig als Erstes weg. Körperlich bedeutet der Beruf Arbeit in Bodennähe, Heben und Tragen, häufige Infekte; in der Eingliederungshilfe kommen pflegerische Anteile hinzu. In Wohngruppen gibt es Schichtdienst, Wochenend- und Nachtbereitschaften. Wer mit Kindeswohlgefährdung, Gewalterfahrungen oder Suchtproblemen in Familien konfrontiert wird, braucht Abgrenzungsfähigkeit und Supervision. Belastend ist für viele weniger die Arbeit mit den Menschen selbst als der Abstand zwischen dem eigenen fachlichen Anspruch und dem, was der Personalschlüssel zulässt.
Aussichten
Die Nachfrage ist bundesweit hoch und wird auf Jahre hoch bleiben – im Kita-Bereich wie in der Jugendhilfe. Wer eine anerkannte Qualifikation hat, findet praktisch überall eine Stelle und kann bei der Wahl des Trägers wählerisch sein. Entwicklungswege führen in die Gruppen- oder Einrichtungsleitung, in die Fachberatung, in Spezialisierungen wie Sprachförderung, Inklusion, Traumapädagogik oder Frühförderung. Ein Studium der Sozialen Arbeit oder Kindheitspädagogik, auch berufsbegleitend, öffnet Leitungs- und Koordinationsaufgaben sowie den Weg in Beratungsstellen und Verwaltung.
Aufgaben
- Tagesablauf und Gruppenalltag strukturieren und begleiten
- Bildungs- und Förderangebote planen und durchführen
- Entwicklung beobachten und schriftlich dokumentieren
- Eltern- und Bezugspersonengespräche führen
- in Konflikten und Krisen vermitteln und deeskalieren
- bei Pflege, Essen und Alltagsverrichtungen unterstützen
- mit Jugendamt, Schule, Therapeuten und Fachdiensten zusammenarbeiten
- an Teamsitzungen, Fallbesprechungen und Supervision teilnehmen
Voraussetzungen
- anerkannte pädagogische Qualifikation nach dem Fachkräftekatalog des Landes, etwa Erzieher, Heilerziehungspfleger, Kindheitspädagoge oder Sozialarbeiter
- erweitertes Führungszeugnis ohne relevante Einträge
- Nachweis der Masernimmunität
- Geduld, Belastbarkeit und die Fähigkeit, sich abzugrenzen
- Bereitschaft zu Früh- und Spätdiensten, in der Jugendhilfe auch zu Nacht- und Wochenenddiensten
- körperliche Belastbarkeit für Heben, Tragen und Arbeit in Bodennähe
- sichere schriftliche Ausdrucksfähigkeit für Berichte und Förderpläne
Wo man arbeitet
- Kindertagesstätten und Krippen
- Horte und Ganztagsschulen
- Wohngruppen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe
- Wohn- und Förderangebote der Eingliederungshilfe
- Frühförderstellen und heilpädagogische Einrichtungen
- Familien- und Erziehungsberatungsstellen
Der Weg in den Beruf
Üblich ist die dreijährige Ausbildung zur Erzieherin oder zum Erzieher an einer Fachschule für Sozialpädagogik, entweder mit anschließendem Anerkennungsjahr oder praxisintegriert mit Vergütung. Alternativ führen die Ausbildung in der Heilerziehungspflege oder ein Bachelorstudium in Sozialer Arbeit oder Kindheitspädagogik in den Beruf. Der Abschluss muss im Fachkräftekatalog des jeweiligen Bundeslandes als pädagogische Fachkraft anerkannt sein.
Offene Stellen als Pädagogische Fachkraft
In der Suche fortsetzen
Pädagogische Fachkraft (m/w/d) für unseren Hort in Buschhausen
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Verwandte Berufe
Erzieher
Erzieherinnen und Erzieher begleiten Kinder und Jugendliche in Kitas, Horten oder Wohngruppen: Sie fördern Sprache, Motorik und Sozialverhalten, gestalten den Tagesablauf und arbeiten mit Eltern zusammen. Der Beruf ist pädagogisch anspruchsvoll und personell dauerhaft angespannt.
- Offene Stellen
- 51
- Monatsbrutto
- 2.900 – 5.200 €
Heilerziehungspfleger
Heilerziehungspfleger begleiten Menschen mit Behinderung im Alltag, fördern ihre Selbstständigkeit und übernehmen dabei auch pflegerische Aufgaben. Sie arbeiten in Wohngruppen, Werkstätten, Schulen und in der Assistenz zu Hause.
- Offene Stellen
- 24
- Monatsbrutto
- 2.900 – 4.900 €
Kindheitspädagoge
Kindheitspädagogen begleiten die Bildung und Entwicklung von Kindern zwischen null und etwa zehn Jahren. Sie arbeiten in Kitas, Horten und Frühförderstellen, oft mit fachlicher Verantwortung für Konzepte, Beobachtungsverfahren und Elternarbeit.
- Offene Stellen
- 11
- Monatsbrutto
- 3.100 – 5.300 €
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