OBI PRO Verkäufer Schwerpunkt Handwerkskunden
OBI PRO Verkäufer mit Schwerpunkt Handwerkskunden beraten Handwerksbetriebe, Bauunternehmen und Hausverwaltungen im Baumarkt zu Material, Mengen und Lieferung. Sie kalkulieren Angebote, pflegen Kundenkonten und sorgen dafür, dass Profikunden schnell wieder auf der Baustelle sind.
68 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als OBI PRO Verkäufer Schwerpunkt Handwerkskunden verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.300 € | 2.600 € | 2.900 € | 31.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.700 € | 3.000 € | 3.400 € | 36.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.100 € | 3.500 € | 4.200 € | 42.000 € |
Viele Baumarktketten zahlen nach dem Tarifvertrag für den Einzelhandel des jeweiligen Bundeslandes, teils in abweichenden Haustarifen; ohne Tarifbindung liegen die Gehälter oft am unteren Rand. Zuschläge für Spätdienste und Samstage sowie Provisions- oder Zielprämien im Profikundengeschäft können den Verdienst deutlich anheben, ebenso ein Wechsel in den Baustoffgroßhandel.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein OBI PRO Verkäufer mit Schwerpunkt Handwerkskunden?
Der PRO-Bereich eines Baumarkts ist auf gewerbliche Kunden ausgelegt: Maler, Trockenbauer, Elektriker, Sanitärbetriebe, Hausmeisterdienste, kleine Bauunternehmen. Diese Kunden kommen morgens vor Arbeitsbeginn, wollen keine langen Erklärungen, sondern eine verlässliche Aussage zu Verfügbarkeit, Preis und Liefertermin. Genau das ist die Aufgabe.
Der Arbeitstag beginnt meist früh. Es werden Aufträge aus dem Vortag kommissioniert, Abholungen bereitgestellt, Angebote geschrieben und Bestellungen bei Lieferanten nachverfolgt. Dazwischen Beratung am Tresen und in der Halle: Welcher Putz passt auf welchen Untergrund, wie viel Estrich braucht eine Fläche von 80 Quadratmetern, welche Dübel halten in Gasbeton. Dazu kommt kaufmännische Arbeit: Sonderpreise anlegen, Rahmenverträge im System hinterlegen, Rechnungen und Gutschriften klären, Reklamationen abwickeln. Wer Bestandskunden betreut, ruft aktiv an, fragt nach anstehenden Projekten und macht Angebote, bevor der Kunde beim Fachhändler bestellt.
Wie wird man OBI PRO Verkäufer mit Schwerpunkt Handwerkskunden?
Der klassische Weg ist eine Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel oder zum Verkäufer, häufig direkt im Baumarkt. Ebenso verbreitet und im PRO-Bereich besonders gern gesehen ist der Quereinstieg aus dem Handwerk: Wer als Maler, Fliesenleger oder Trockenbauer gearbeitet hat, kennt die Produkte aus der Anwendung und spricht die Sprache der Kunden. Auch Erfahrung im Baustoffhandel oder im technischen Großhandel qualifiziert.
Formale Hürden sind niedrig, fachliche nicht. Wer Handwerkern Material verkauft, muss Sortimente wirklich kennen, sonst verliert er die Kunden nach dem zweiten Fehlgriff. Produktschulungen der Hersteller, Warenkunde und Einarbeitung in Kassen- und Warenwirtschaftssysteme gehören zum Einstieg. Ein Staplerschein ist oft Voraussetzung oder wird nachgeholt.
Was der Beruf verlangt
Der Job ist körperlich. Säcke mit Fliesenkleber, Farbeimer, Holzpakete und Rigipsplatten werden bewegt, oft mit Ameise oder Stapler, oft aber auch von Hand. Gearbeitet wird im Stehen, teilweise in kalten Lagerhallen und im Außenbereich. Die Öffnungszeiten des Handels bestimmen den Dienstplan: Frühschichten ab sechs oder sieben Uhr, Spätschichten bis zum Ladenschluss, Samstagsarbeit ist die Regel.
Dazu kommt Zeitdruck. Wenn drei Kunden gleichzeitig am Tresen stehen und der vierte anruft, weil die Lieferung nicht angekommen ist, braucht es Ruhe und Organisation. Der Ton ist direkt, Beschwerden sind deutlich. Wer Konflikte schlecht aushält, tut sich schwer. Umsatz- und Ertragsziele gibt es ebenfalls, im PRO-Bereich meist auf Kundengruppen bezogen.
Aussichten
Baumärkte bauen ihre Profikundengeschäfte aus, weil die Margen dort stabiler sind als im Endkundengeschäft. Personal mit Handwerkshintergrund ist knapp, entsprechend gut sind die Chancen für Umsteiger. Die Nachfrage schwankt allerdings mit der Baukonjunktur, und ein schwacher Wohnungsbau ist im Sortiment sofort spürbar.
Entwicklungswege führen zur Teamleitung im PRO-Bereich, zur Bereichs- oder Marktleitung oder in den Außendienst, der Handwerksbetriebe direkt besucht. Mit einer Weiterbildung zum Handelsfachwirt oder Fachwirt für Vertrieb lassen sich Führungspositionen erreichen. Auch ein Wechsel in den Baustoff- oder Fachgroßhandel ist mit dieser Erfahrung möglich und dort meist besser bezahlt.
Aufgaben
- Handwerksbetriebe zu Baustoffen, Werkzeug und Zubehör beraten
- Angebote kalkulieren und Sonderpreise abstimmen
- Mengen für Projekte ermitteln und Materiallisten erstellen
- Bestellungen erfassen, Abholungen kommissionieren und Lieferungen koordinieren
- Kundenkonten, Rahmenverträge und Rechnungsdaten im System pflegen
- Reklamationen und Rücknahmen abwickeln
- Bestandskunden aktiv ansprechen und Projekte nachverfolgen
- Ware annehmen, Bestände prüfen und den PRO-Bereich in Ordnung halten
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung im Einzelhandel, im Handwerk oder im Baustoffhandel
- Fundierte Warenkenntnis in Bau-, Ausbau- oder Sanitärsortimenten
- Sicherer Umgang mit Kassen- und Warenwirtschaftssystemen
- Belastbarkeit für Heben, Tragen und langes Stehen
- Bereitschaft zu Früh- und Spätschichten sowie Samstagsarbeit
- Verhandlungsgeschick und ruhiger Umgang mit fordernden Kunden
- Staplerschein von Vorteil
Wo man arbeitet
- Bau- und Heimwerkermärkte mit Profikundenbereich
- Baustoffhandel und Fachgroßhandel
- Abholmärkte und Lagerhallen
- Außendienst bei Handwerksbetrieben und auf Baustellen
Der Weg in den Beruf
Üblich ist eine dreijährige duale Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel oder eine zweijährige zum Verkäufer, jeweils mit IHK-Abschluss. Ebenso verbreitet ist der Quereinstieg mit abgeschlossener Handwerksausbildung und anschließender Einarbeitung im Markt. Aufbauend qualifiziert die Weiterbildung zum Handelsfachwirt für Führungsaufgaben.
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