Industriemechaniker
Industriemechaniker bauen, warten und reparieren Maschinen und Produktionsanlagen. Sie fertigen Bauteile, montieren Anlagen und halten die Produktion am Laufen.
- Offene Stellen
- 200
- Monatsbrutto
- 2.600 – 5.500 €
Monteure, Mechaniker und Techniker im Mietbereich halten Baumaschinen, Arbeitsbühnen, Stapler oder Baugeräte einsatzbereit: Sie prüfen zurückgegebene Geräte, reparieren Schäden, warten die Flotte und weisen Kunden in die Bedienung ein.
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| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.600 € | 2.950 € | 3.300 € | 35.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.100 € | 3.550 € | 4.100 € | 42.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.600 € | 4.200 € | 5.000 € | 50.400 € |
Entscheidend sind Tarifbindung und Region: Betriebe im Bereich der Metall- und Elektroindustrie oder mit Anschluss an den Baugewerbe-Tarif zahlen deutlich über dem Niveau kleiner, tariffreier Mietstationen. Rufbereitschaft, Samstagsdienste, Außendienstpauschalen und Prüfberechtigungen erhöhen das tatsächliche Monatseinkommen zusätzlich.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Mietstationen für Baumaschinen, Arbeitsbühnen, Stapler, Stromerzeuger oder Baustellencontainer leben davon, dass die Geräte funktionieren. Genau dafür sorgt die Werkstatt. Kommt eine Maschine vom Kunden zurück, wird sie gereinigt, auf Vollständigkeit und Schäden geprüft, Öl- und Filterwechsel stehen an, Hydraulikschläuche werden getauscht, Bremsen und Reifen kontrolliert. Bei Arbeitsbühnen und Staplern kommen wiederkehrende Prüfungen nach Betriebssicherheitsverordnung und DGUV-Vorschriften hinzu, die dokumentiert werden müssen.
Dazu gehört Fehlersuche an Dieselmotoren, Hydraulikanlagen, Elektrik und zunehmend an Steuerungen mit Diagnosesoftware. Ein zweiter Teil der Arbeit spielt sich am Tresen und auf dem Hof ab: Geräte an Kunden übergeben, Bedienung erklären, Sicherheitshinweise durchgehen, bei Rückgabe Schäden aufnehmen und bewerten. Wer im Außendienst arbeitet, fährt mit dem Servicefahrzeug auf Baustellen und repariert dort, wo die Maschine steht.
Der klassische Weg ist eine dreieinhalbjährige Ausbildung zum Land- und Baumaschinenmechatroniker. Ebenso häufig kommen Kfz-Mechatroniker für Nutzfahrzeuge, Industriemechaniker, Elektroniker für Betriebstechnik oder Mechatroniker in diesen Bereich. Manche Vermieter bilden selbst aus, andere stellen bevorzugt Berufserfahrene ein.
Quereinstieg ist möglich, aber nicht ohne Handwerk im Rücken: Wer aus Landmaschinentechnik, Nutzfahrzeugwerkstatt oder Instandhaltung kommt, wird eingearbeitet. Ohne technische Grundausbildung bleiben meist Hilfstätigkeiten auf dem Hof. Wichtige Zusatzqualifikationen sind die Befähigung zur Prüfung von Arbeitsbühnen und Flurförderzeugen, Elektrofachkraft-Status und Herstellerschulungen. Wer die Meisterprüfung oder eine Weiterbildung zum Servicetechniker macht, übernimmt Werkstattleitung oder technische Verantwortung für eine Region.
Die Arbeit ist körperlich. Schwere Bauteile, Arbeit über Kopf, unter der Maschine, im Winter in der offenen Halle oder auf der Baustelle. Öl, Hydraulikflüssigkeit, Lärm, Dreck gehören dazu. Rückenbelastung ist real, ebenso Schnitt- und Quetschverletzungen bei Unachtsamkeit.
Hinzu kommt Zeitdruck. Mietgeräte verdienen nur Geld, wenn sie draußen sind, deshalb soll die Reparatur schnell fertig werden. Vor der Bausaison und an Freitagnachmittagen, wenn alle Kunden gleichzeitig zurückgeben oder abholen, wird es hektisch. Übliche Arbeitszeiten liegen früh am Morgen, Samstagsdienste und Rufbereitschaft sind je nach Standort vorgesehen. Im Außendienst kommt Fahrzeit dazu. Ein Führerschein ist Pflicht, C1 oder CE oft erwünscht, weil Geräte auch transportiert werden. Wer Kundenkontakt scheut, tut sich schwer: Einweisungen und Diskussionen über Schäden sind Teil des Jobs.
Die Nachfrage ist stabil bis hoch. Bauunternehmen mieten immer mehr statt zu kaufen, die großen Vermieter wachsen und finden schwer Personal. Wer Hydraulik, Diagnose und die gesetzlichen Prüfungen beherrscht, hat gute Auswahl zwischen Arbeitgebern und kann den Standort wechseln, ohne lange zu suchen.
Entwicklungswege führen zum Prüfsachverständigen für Arbeitsbühnen, zum technischen Trainer beim Hersteller, in die Werkstatt- oder Niederlassungsleitung oder in den technischen Vertrieb. Elektrisch angetriebene Maschinen und Telematik verändern das Anforderungsprofil: Elektro- und Softwarekenntnisse werden wichtiger als reine Motorenmechanik.
Üblich ist eine dreieinhalbjährige duale Ausbildung zum Land- und Baumaschinenmechatroniker oder eine vergleichbare technische Ausbildung mit Abschluss vor der Handwerkskammer beziehungsweise Industrie- und Handelskammer. Anschließend erfolgt die Einarbeitung auf die spezielle Mietflotte, ergänzt durch Hersteller- und Prüfschulungen. Wer weiter will, macht die Meisterprüfung oder eine Weiterbildung zum Servicetechniker.
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Industriemechaniker bauen, warten und reparieren Maschinen und Produktionsanlagen. Sie fertigen Bauteile, montieren Anlagen und halten die Produktion am Laufen.
Land- und Baumaschinenmechatroniker warten und reparieren Traktoren, Mähdrescher, Bagger und Kommunalfahrzeuge. Sie arbeiten an Hydraulik, Motoren, Elektronik und Steuerungssoftware – in der Werkstatt und direkt auf dem Feld oder der Baustelle.
Mechatroniker für Kältetechnik bauen, warten und reparieren Kälte- und Klimaanlagen – von der Supermarkt-Kühltheke über Wärmepumpen bis zur industriellen Prozesskühlung. Der Beruf verbindet Metallbau, Elektrotechnik, Regelungstechnik und Kältemittelkunde.
Servicetechniker für Flurförderzeuge warten und reparieren Gabelstapler, Hubwagen, Schlepper und Lagertechnik – meist im Außendienst direkt beim Kunden in Lager und Produktion.
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