Zum Inhalt springen
Handwerk & Produktion

Mitarbeiter Wäscherei

Mitarbeiter in Wäschereien waschen, trocknen, mangeln und sortieren Textilien für Krankenhäuser, Hotels, Pflegeheime und Betriebe. Die Arbeit läuft an Großmaschinen in warmer, feuchter Umgebung und oft im Schichtbetrieb.

0 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Mitarbeiter Wäscherei verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.100 € 2.250 € 2.500 € 27.000 €
Mit Berufserfahrung 2.300 € 2.550 € 2.900 € 30.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.600 € 3.000 € 3.600 € 36.000 €

Viele Betriebe zahlen nahe dem Mindestlohn oder nach dem Tarifvertrag für das Wäschereigewerbe beziehungsweise dem Textilreinigungshandwerk; in Kliniken und kommunalen Wäschereien gilt teils der TVöD mit höheren Sätzen. Schicht-, Nacht- und Samstagszulagen sowie Vorarbeiterfunktionen machen den größten Unterschied.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Mitarbeiter Wäscherei?

In einer Großwäscherei läuft Wäsche in Tonnen durch den Betrieb: Bettwäsche und Handtücher aus Hotels, Operationstextilien und Patientenkleidung aus Kliniken, Berufskleidung aus Industriebetrieben, Schmutzmatten aus Eingangsbereichen. Mitarbeiter in der Wäscherei nehmen die Schmutzwäsche an, wiegen und sortieren sie nach Material, Farbe und Verschmutzungsgrad und beschicken die Waschstraßen und Waschschleudermaschinen. Sie dosieren Waschmittel über Anlagen, kontrollieren Programme, Temperaturen und Laufzeiten und greifen ein, wenn eine Charge nicht sauber geworden ist.

Nach dem Waschen geht die Wäsche in Trockner, Mangeln und Faltmaschinen. Flachwäsche wird eingelegt, ausgerichtet, gemangelt, gefaltet und gestapelt; Formteile wie Hemden, Kittel oder Hosen laufen über Finisher und Bügelpressen. Beschädigte Teile werden aussortiert, kleine Reparaturen genäht oder Knöpfe ersetzt. Am Ende wird kommissioniert: Jeder Kunde bekommt seine Ware nach Liste, Barcode oder Chip zugeordnet, verpackt und für die Tour bereitgestellt. Dazu kommen Reinigung des Arbeitsbereichs, Flusen entfernen, Maschinen abschmieren und einfache Störungen beheben.

Wie wird man Mitarbeiter Wäscherei?

Der Einstieg ist auch ohne einschlägige Ausbildung möglich. Viele Betriebe stellen an- und ungelernte Kräfte ein und schulen sie am Arbeitsplatz an; nach einigen Wochen beherrscht man die Maschinen der eigenen Linie. Wer den Beruf mit Abschluss lernen will, wählt die dreijährige Ausbildung zum Textilreiniger, in der Waschchemie, Fleckentfernung, Maschinentechnik und Warenkunde vermittelt werden. Für den Umgang mit Klinikwäsche sind Hygieneschulungen üblich, für Gabelstapler und Hebezeuge entsprechende Scheine. Quereinsteiger kommen häufig aus Produktion, Lager, Küche oder Reinigung.

Was der Beruf verlangt

In der Halle ist es warm, laut und feucht; an Mangeln und Trocknern liegen die Temperaturen dauerhaft hoch. Gearbeitet wird überwiegend stehend, mit vielen gleichförmigen Griffen, Heben und Ziehen von Wäschesäcken und Containern. Rücken, Schultern und Handgelenke werden belastet, die Taktvorgaben sind eng, weil die Touren zu festen Zeiten abfahren müssen. Der Umgang mit unsortierter Schmutzwäsche gehört dazu, in der unreinen Seite mit Schutzkleidung und strikten Hygieneregeln. Viele Betriebe fahren zwei oder drei Schichten, Samstagsarbeit ist verbreitet, in Hotelregionen gibt es starke Saisonspitzen. Die Bezahlung liegt im unteren Bereich des gewerblichen Lohnniveaus, Zulagen für Schicht und Nacht machen einen merklichen Teil des Einkommens aus. Sprachlich reichen Grundkenntnisse, verlässliches Erscheinen und Sorgfalt zählen mehr.

Aussichten

Wäsche fällt in Kliniken, Pflegeheimen und Hotels unabhängig von der Konjunktur an, entsprechend stabil ist die Nachfrage nach Personal; die meisten Großwäschereien suchen laufend. Automatisierung verändert die Arbeit: Sortieranlagen, Chip-Erkennung und Faltautomaten nehmen Handgriffe ab und verlangen mehr Maschinenverständnis. Wer sich einarbeitet, kann Verantwortung für eine Waschstraße oder Mangelgruppe übernehmen, Vorarbeiter oder Schichtleiter werden. Mit der Ausbildung zum Textilreiniger und anschließender Meisterprüfung stehen Betriebsleitung, Qualitätssicherung oder Kundenbetreuung im Textilservice offen. Auch Wechsel in Instandhaltung, Logistik oder Disposition des Betriebs sind gängig.

Aufgaben

  • Schmutzwäsche annehmen, wiegen und nach Material und Verschmutzung sortieren
  • Waschstraßen und Waschschleudermaschinen beschicken und Programme überwachen
  • Waschmittel und Zusätze über Dosieranlagen kontrollieren
  • Flachwäsche einlegen, mangeln, falten und stapeln
  • Berufskleidung über Finisher und Pressen bügeln
  • Beschädigte Textilien aussortieren und kleine Nähreparaturen ausführen
  • Fertigware kundenbezogen kommissionieren und verpacken
  • Arbeitsplatz und Maschinen reinigen, Flusenfilter leeren

Voraussetzungen

  • Kein bestimmter Schulabschluss nötig, Bereitschaft zur Anlernung
  • Belastbarkeit für Stehen, Heben und Arbeit in Hitze und Feuchtigkeit
  • Bereitschaft zu Schicht- und Samstagsarbeit
  • Sorgfalt und Zuverlässigkeit bei Taktarbeit
  • Deutschkenntnisse für Sicherheits- und Hygieneanweisungen
  • Für Klinikwäsche Hygieneschulung, teils Gabelstaplerschein

Wo man arbeitet

  • Großwäschereien und Textilservice-Betriebe
  • Wäschereien in Krankenhäusern und Pflegeheimen
  • Hotelwäschereien
  • Textilreinigungen und Heißmangelbetriebe
  • Mietwäsche- und Berufskleidungsanbieter

Der Weg in den Beruf

Der Einstieg erfolgt meist als angelernte Kraft mit betrieblicher Einarbeitung von wenigen Wochen bis Monaten. Wer einen Abschluss anstrebt, absolviert die dreijährige duale Ausbildung zum Textilreiniger; darauf kann die Meisterprüfung folgen.

Offene Stellen als Mitarbeiter Wäscherei

In der Suche fortsetzen

Zu diesem Beruf steht gerade keine Anzeige im Bestand. Der Bestand wird täglich abgeglichen; die Suche zeigt auch verwandte Bezeichnungen.

Verwandte Berufe

Maschinen- und Anlagenführer

Maschinen- und Anlagenführer richten Produktionsmaschinen ein, bedienen sie, überwachen den laufenden Betrieb und halten die Anlagen instand. Der Beruf gehört zum Kern der industriellen Fertigung und läuft meist im Schichtbetrieb.

Offene Stellen
117
Monatsbrutto
2.400 – 4.400 €

Produktionshelfer

Produktionshelfer unterstützen in Fabriken und Werkstätten beim Herstellen, Verpacken und Kontrollieren von Waren. Der Einstieg ist ohne Ausbildung möglich, die Arbeit läuft meist im Schichtbetrieb an Maschinen oder am Fließband.

Offene Stellen
28
Monatsbrutto
2.100 – 3.500 €

Reinigungskraft

Reinigungskräfte halten Büros, Wohnhäuser, Krankenhäuser, Schulen und Produktionshallen sauber. Die Arbeit ist körperlich, oft in den frühen Morgen- oder Abendstunden, und folgt festen Reinigungsplänen.

Offene Stellen
25
Monatsbrutto
2.100 – 3.500 €

Arbeitsplatz.de verwendet nur die Cookies, die für den Betrieb der Seite nötig sind. Kein Tracking, keine Werbenetzwerke, keine Auswertung Ihres Verhaltens. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.

Datenschutz