Mitarbeiter Housekeeping
Mitarbeiter im Housekeeping reinigen und richten Hotelzimmer, Bäder und öffentliche Bereiche her und sorgen dafür, dass Gäste ein sauberes, vollständig ausgestattetes Zimmer vorfinden. Die Arbeit ist körperlich anstrengend und läuft nach festen Zeitvorgaben.
19 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Mitarbeiter Housekeeping verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.100 € | 2.250 € | 2.450 € | 27.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.250 € | 2.450 € | 2.750 € | 29.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 2.600 € | 3.000 € | 3.600 € | 36.000 € |
Das Gehalt liegt häufig nahe am Mindestlohn; entscheidend ist, ob der Betrieb an einen Tarifvertrag gebunden ist, etwa den Manteltarifvertrag des Hotel- und Gaststättengewerbes des jeweiligen Bundeslandes oder den Rahmentarifvertrag für das Gebäudereinigerhandwerk. Direkt angestellte Kräfte in Kettenhotels und im öffentlichen Bereich (TVöD) verdienen meist mehr als Beschäftigte externer Dienstleister, wo Teilzeit und Saisonverträge üblich sind.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Mitarbeiter im Housekeeping?
Housekeeping bedeutet: Zimmer wieder in den Zustand bringen, in dem sie vermietet werden können. Konkret heißt das Betten abziehen und frisch machen, Bäder scheuern, Spiegel und Armaturen polieren, staubsaugen, Böden wischen, Mülleimer leeren, Handtücher, Kosmetikartikel, Kaffeekapseln und Hausprospekte nachlegen. Dazu kommt die Kontrolle: Ist die Klimaanlage aus, funktioniert die Fernbedienung, fehlt ein Kissen, ist ein Glas beschädigt. Schäden und Fundsachen werden gemeldet und dokumentiert.
Unterschieden wird zwischen Abreisezimmern, die komplett neu gerichtet werden, und Bleibezimmern, in denen nur aufgefrischt wird. Pro Schicht sind je nach Haus zwischen zehn und zwanzig Zimmer zu schaffen. Neben den Zimmern gehören Flure, Aufzüge, Treppenhäuser, Lobby, Sanitärbereiche, Wellnessbereich und Frühstücksraum zum Aufgabengebiet. In vielen Häusern kommt die Wäscheversorgung dazu: Schmutzwäsche sortieren, Lieferungen der Wäscherei annehmen, Bestände auf den Etagen auffüllen. Gearbeitet wird mit einem Etagenwagen, mit Reinigungs- und Desinfektionsmitteln, deren Dosierung und Einwirkzeit einzuhalten ist.
Wie wird man Mitarbeiter im Housekeeping?
Es gibt keine vorgeschriebene Ausbildung. Der Einstieg erfolgt in der Regel angelernt, mit einer Einarbeitung von wenigen Tagen bis zwei Wochen durch erfahrene Kolleginnen oder die Hausdame. Wichtiger als Zeugnisse sind Zuverlässigkeit, Tempo und Sorgfalt. Deshalb ist der Bereich ein klassisches Feld für Quereinsteiger, Wiedereinsteiger nach Familienzeit und Menschen mit noch geringen Deutschkenntnissen.
Wer sich weiterentwickeln will, kann die dreijährige Ausbildung zur Fachkraft für Gebäudereinigung anschließen oder im Hotel intern zur Vorarbeiterin, zur Hausdame beziehungsweise zum Executive Housekeeper aufsteigen. Dort verschiebt sich die Arbeit zu Dienstplänen, Bestellungen, Qualitätskontrollen und Personalführung. Auch Weiterbildungen in Hygienemanagement oder Hotelbetriebswirtschaft sind ein Weg.
Was der Beruf verlangt
Die Belastung ist real: Bücken, Knien, Heben von Matratzen, Schieben schwerer Wagen, stundenlanges Stehen und Gehen. Rücken, Knie und Handgelenke tragen die Hauptlast, Hautprobleme durch Reinigungsmittel und Handschuhe sind verbreitet. Der Takt ist eng kalkuliert, meist sind pro Zimmer zwanzig bis dreißig Minuten vorgesehen, und an Wechseltagen kommt Zeitdruck dazu.
Gearbeitet wird überwiegend am Vormittag und Mittag, dafür aber an Wochenenden, Feiertagen und in Ferienzeiten. Viele Stellen sind Teilzeit oder saisonal, in Ferienregionen häufig befristet. Ein Teil der Beschäftigung läuft über externe Dienstleister, dort sind Bezahlung und Zimmervorgaben oft schlechter als bei direkter Anstellung im Hotel. Diskretion gehört dazu, weil man ständig in privaten Räumen von Gästen arbeitet.
Aussichten
Die Nachfrage ist hoch und stabil. Hotels, Kliniken und Pflegeeinrichtungen finden seit Jahren nur schwer Personal für Reinigung und Zimmerservice, offene Stellen gibt es fast überall. Wer verlässlich erscheint, wird gebraucht, ein Arbeitsplatzwechsel ist meist schnell möglich. Automatisierung spielt in diesem Feld praktisch keine Rolle.
Die Aufstiegsmöglichkeiten sind begrenzt, aber vorhanden: Etagenverantwortung, Vorarbeit, Hausdame, Objektleitung bei einem Reinigungsdienstleister. Ohne Zusatzqualifikation bleibt das Einkommen jedoch dauerhaft im unteren Bereich, deutliche Sprünge gibt es erst mit Führungsaufgaben oder in gehobenen Häusern mit Tarifbindung.
Aufgaben
- Abreise- und Bleibezimmer reinigen und neu herrichten
- Betten abziehen, frisch beziehen und Wäsche wechseln
- Bäder reinigen, desinfizieren und Kosmetikartikel auffüllen
- Minibar, Getränke und Gästeinformationen kontrollieren und nachfüllen
- Flure, Lobby, Treppenhäuser und Sanitärbereiche pflegen
- Schmutzwäsche sortieren und Wäschebestände auf den Etagen auffüllen
- Schäden, Mängel und Fundsachen melden und dokumentieren
- Reinigungswagen bestücken und Reinigungsmittel richtig dosieren
Voraussetzungen
- Kein bestimmter Schulabschluss erforderlich, Einstieg meist angelernt
- Körperliche Belastbarkeit für Bücken, Heben und langes Stehen
- Sorgfalt und Blick für Details auch unter Zeitdruck
- Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit, da Zimmer zu festen Zeiten fertig sein müssen
- Bereitschaft zur Arbeit an Wochenenden und Feiertagen
- Grundkenntnisse in Deutsch oder Englisch für Absprachen im Team
- Diskretion im Umgang mit Gasteigentum und Fundsachen
Wo man arbeitet
- Stadt- und Ferienhotels aller Kategorien
- Pensionen, Apartmenthäuser und Ferienanlagen
- Kliniken, Reha- und Pflegeeinrichtungen
- Gebäudereinigungs- und Housekeeping-Dienstleister
- Kreuzfahrtschiffe und Personalunterkünfte
Der Weg in den Beruf
Für den Einstieg genügt in der Regel eine Einarbeitung im Betrieb, die je nach Haus wenige Tage bis zwei Wochen dauert. Wer einen anerkannten Abschluss will, kann die dreijährige duale Ausbildung zur Fachkraft für Gebäudereinigung absolvieren oder sich intern zur Hausdame beziehungsweise zum Executive Housekeeper weiterentwickeln.
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- Offene Stellen
- 25
- Monatsbrutto
- 2.100 – 3.500 €
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