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Logistik & Verkehr

Mietwagen Operations und Logistik

Mietwagen Operations und Logistik steuert die Fahrzeugflotte einer Autovermietung: Wer welches Auto bekommt, wann es gereinigt, verlegt oder zurückgegeben wird. Der Beruf verbindet Disposition am Bildschirm mit praktischer Arbeit auf dem Hof.

3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Mietwagen Operations und Logistik verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.300 € 2.650 € 3.000 € 31.800 €
Mit Berufserfahrung 2.800 € 3.300 € 3.900 € 39.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.500 € 4.200 € 5.300 € 50.400 €

Große Konzernvermieter zahlen meist nach Haustarif oder in Anlehnung an den Tarifvertrag für das Kraftfahrzeuggewerbe, kleine Stationsbetreiber und Franchisenehmer häufig nur knapp über Mindestlohnniveau. Deutlich ins Gewicht fallen Schicht-, Sonn- und Feiertagszulagen sowie Standortprämien an Flughäfen.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht Mietwagen Operations und Logistik?

Eine Autovermietung lebt davon, dass das richtige Fahrzeug zur richtigen Zeit an der richtigen Station steht. Genau das ist die Aufgabe von Operations und Logistik. Am Morgen wird geprüft, welche Reservierungen für den Tag anstehen, welche Fahrzeuge zurückkommen und welche noch in der Werkstatt oder in der Aufbereitung hängen. Fehlt an einer Station ein Transporter, wird eine Verlegung organisiert: Fahrer eingeteilt, Route festgelegt, Übergabe dokumentiert. Steht ein Auto zu lange ungenutzt, wird es dorthin geschickt, wo Nachfrage besteht.

Dazu kommt die technische Betreuung der Flotte. Schadensmeldungen werden aufgenommen und fotografiert, Reparaturaufträge an Partnerwerkstätten vergeben, Wartungsintervalle und Reifenwechsel geplant, Zulassungen und Abmeldungen veranlasst. Rückläufer aus Leasing- oder Kaufverträgen müssen fristgerecht und im vereinbarten Zustand zurückgegeben werden. An größeren Stationen, etwa an Flughäfen, gehört auch die Steuerung des Personals auf dem Hof dazu: Aufbereitung, Betankung, Shuttlefahrten, Parkflächenbelegung.

Ein großer Teil der Arbeit ist Kommunikation. Stationen, Zentraldisposition, Werkstätten, Abschleppdienste, Versicherungen und Kunden melden sich parallel. Wenn ein Fahrzeug nicht rechtzeitig verfügbar ist, muss kurzfristig eine Lösung her, oft mit einer Höherstufung oder einem Fahrzeug aus einer Nachbarstation.

Wie wird man Mietwagen Operations und Logistik?

Es gibt keine eigene Ausbildung dafür. Der häufigste Weg führt über eine kaufmännische Ausbildung, etwa Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung, Automobilkaufmann oder Kaufmann für Verkehrsservice. Ebenso verbreitet ist der Aufstieg aus der Station: Wer als Servicemitarbeiter oder in der Fahrzeugaufbereitung angefangen hat, übernimmt nach einigen Jahren Dispositions- und Flottenaufgaben. Für Leitungsfunktionen in größeren Gesellschaften wird oft ein Studium in Logistik, BWL oder Verkehrswirtschaft erwartet. Quereinstiege aus Spedition, Werkstattorganisation oder Tourismus sind möglich, wenn Führerschein, Organisationstalent und Belastbarkeit stimmen.

Was der Beruf verlangt

Der Führerschein Klasse B ist Pflicht, häufig auch die Bereitschaft, Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen selbst zu verlegen. Die Arbeit ist getaktet und lässt sich schlecht planen: Rückgaben verschieben sich, Schäden treten unangemeldet auf, an Ferienbeginn und Feiertagen ist die Flotte knapp. An Flughafen- und Bahnhofsstationen wird im Schichtdienst gearbeitet, mit früher Frühschicht, Wochenend- und Feiertagsdiensten. Ein Teil der Tätigkeit findet draußen statt, bei jedem Wetter, mit Laufwegen über große Parkflächen.

Belastend sind vor allem der Zeitdruck und die Konflikte an der Schnittstelle zum Kunden, etwa bei Schadensabrechnungen. Die Einstiegsgehälter in der Branche liegen niedrig, die Personaldecke ist an vielen Standorten dünn, Überstunden sind verbreitet. Wer Ordnung im Kopf behält, wenn zwanzig Dinge gleichzeitig laufen, ist hier richtig.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil. Klassische Vermieter, Carsharing-Anbieter, Auto-Abo-Dienste, Werkstattersatzwagen und Fahrzeuglogistiker suchen laufend Personal, weil die Fluktuation hoch ist. Wer bleibt, wird schnell befördert: Stationsleitung, Flottenmanagement, regionale Disposition oder Schadensteuerung sind übliche nächste Schritte. Mit Erfahrung in Flottendaten und Auslastungssteuerung öffnen sich Positionen im Revenue- und Fleetplanning der Zentralen. Erfahrung mit Telematik, Flottensoftware und englischer Korrespondenz erhöht die Chancen deutlich.

Aufgaben

  • Fahrzeuge auf Reservierungen und Stationen disponieren
  • Verlegungsfahrten zwischen Standorten planen und Fahrer einteilen
  • Schäden aufnehmen, dokumentieren und Reparaturen bei Werkstätten beauftragen
  • Wartungs-, Inspektions- und Reifenwechseltermine überwachen
  • Zulassungen, Abmeldungen und Leasingrückgaben abwickeln
  • Aufbereitung, Betankung und Parkflächenbelegung auf dem Hof steuern
  • Auslastung und Standzeiten der Flotte auswerten
  • Kunden, Stationen und Dienstleister telefonisch und per Mail koordinieren

Voraussetzungen

  • Führerschein Klasse B, oft mehrjährige Fahrpraxis gefordert
  • Kaufmännische Ausbildung oder Berufserfahrung in Station, Spedition oder Werkstatt
  • Organisationsfähigkeit und Überblick bei parallelen Vorgängen
  • Sicherer Umgang mit Flotten- und Buchungssoftware sowie Excel
  • Bereitschaft zu Schicht-, Wochenend- und Feiertagsdiensten
  • Englischkenntnisse für internationale Kundschaft und Konzernsysteme
  • Körperliche Belastbarkeit für Arbeit im Freien und lange Laufwege

Wo man arbeitet

  • Autovermietungen an Flughäfen und Bahnhöfen
  • Innenstadt- und Vorstadtstationen großer Mietwagenkonzerne
  • Carsharing- und Auto-Abo-Anbieter
  • Fahrzeuglogistikdienstleister und Aufbereitungsbetriebe
  • Fuhrpark- und Flottenabteilungen von Unternehmen
  • Autohäuser mit Ersatzwagenflotte

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreijährige duale Ausbildung als Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung, Automobilkaufmann oder Kaufmann für Verkehrsservice. Viele kommen auch ohne diese Ausbildung über eine Tätigkeit in der Station hinein und übernehmen nach zwei bis drei Jahren Dispositionsaufgaben. Für Leitungsstellen wird häufig ein Bachelor in Logistik oder BWL oder eine Weiterbildung zum Fachwirt erwartet.

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