Mediaberater im Außendienst
Mediaberater im Außendienst verkaufen Werbeflächen und Werbezeiten für Zeitungen, Zeitschriften, Radio, Online-Portale oder Außenwerbung. Sie besuchen Kunden vor Ort, beraten zu Kampagnen und arbeiten meist mit festen Umsatzzielen.
3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Mediaberater im Außendienst verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.400 € | 2.900 € | 3.400 € | 34.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.000 € | 3.700 € | 4.600 € | 44.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.800 € | 4.700 € | 6.500 € | 56.400 € |
Das Einkommen setzt sich fast immer aus Fixum und Provision zusammen, der variable Anteil liegt oft bei 20 bis 40 Prozent und schwankt mit dem Gebiet und der Marktlage. Große Verlage zahlen teils nach den Tarifverträgen für Zeitungs- oder Zeitschriftenverlage, kleinere Vermarkter und Handelsvertreterverträge liegen frei verhandelt darunter oder bei starken Abschlüssen deutlich darüber.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Mediaberater im Außendienst?
Mediaberater verkaufen Werbung. Das kann eine halbe Seite in einem Anzeigenblatt sein, ein Bannerpaket auf einem regionalen Nachrichtenportal, ein Radiospot, ein Eintrag in einem Branchenverzeichnis oder eine Kombination aus allem. Die Kunden sind überwiegend kleine und mittlere Betriebe im Verbreitungsgebiet: Autohäuser, Möbelhändler, Handwerksbetriebe, Kliniken, Steuerberater, Gastronomie.
Der Arbeitstag besteht aus Terminen und Telefonie. Vormittags oder über den Tag verteilt fahren Mediaberater zu Kundenbesuchen, klären Ziele und Budget, schlagen Formate und Belegungstermine vor und rechnen aus, was eine Kampagne kostet und welche Reichweite dahintersteht. Dazwischen liegen Kaltakquise, Angebotserstellung, Nachfassen bei offenen Angeboten, Abstimmung mit Grafik und Anzeigendisposition, Freigabeschleifen bei Motiven und die Pflege der Kundendaten im CRM. Nach dem Erscheinen kommt das Nachgespräch, oft verbunden mit dem Versuch, eine Folgebuchung oder einen Jahresabschluss zu platzieren.
Wie wird man Mediaberater im Außendienst?
Es gibt keinen geschützten Zugang. Verlage und Vermarkter stellen häufig Kaufleute für Marketingkommunikation, Medienkaufleute Digital und Print, Kaufleute im Groß- und Außenhandel oder Werbe- und Bürokaufleute ein. Ebenso verbreitet ist der Quereinstieg aus anderen Vertriebsfeldern, aus dem Einzelhandel oder aus einer Agentur. Ein Studium in Medienmanagement, Marketing oder BWL hilft bei größeren Häusern und bei Nationalkunden, ist aber selten Bedingung. Entscheidend ist im Bewerbungsgespräch fast immer, ob jemand Verkaufsgespräche führen und Absagen aushalten kann. Die Einarbeitung erfolgt im Betrieb, meist mit Begleitung erfahrener Kollegen und Produktschulungen.
Was der Beruf verlangt
Der Beruf steht und fällt mit der Zielerreichung. Umsatzvorgaben werden monatlich oder quartalsweise überprüft, ein erheblicher Teil des Einkommens ist häufig variabel. Wer Druck durch Zahlen schlecht verträgt, ist hier falsch. Kaltakquise gehört dauerhaft dazu, auch nach Jahren, und die Absagequote bleibt hoch.
Dazu kommt viel Zeit im Auto. Das Gebiet kann ländlich und weitläufig sein, Termine liegen verstreut, Büroarbeit wandert in den Abend. Ein eigenes Homeoffice statt Verlagsbüro ist üblich. Der Werbemarkt selbst ist unter Druck: Printauflagen sinken, Budgets wandern zu Plattformen, die niemand vor Ort verkauft. Mediaberater müssen deshalb heute digitale Produkte erklären können, von Programmatic bis Social Ads, und sich regelmäßig neu einarbeiten. Kundenbeziehungen sind oft langjährig und tragen viel, ein verlorener Großkunde reißt aber ein sichtbares Loch in die Jahreszahl.
Aussichten
Vertriebsstellen in der Mediavermarktung sind laufend zu haben, weil die Fluktuation hoch ist. Wer stabile Zahlen liefert, wird gehalten und kann in die Betreuung von Key Accounts, in die Vertriebsleitung oder in die Verkaufssteuerung wechseln. Möglich ist auch der Weg in eine Mediaagentur, in die Marketingabteilung eines Kunden oder in den freien Handelsvertreterstatus. Wer nur klassische Printbelegungen verkaufen kann, wird es mittelfristig schwerer haben als jemand, der digitale Kampagnen aufsetzt und deren Ergebnisse erklären kann.
Aufgaben
- Werbekunden im eigenen Gebiet besuchen und beraten
- Neukunden telefonisch und vor Ort akquirieren
- Mediapläne und Angebote kalkulieren und präsentieren
- Anzeigen- und Kampagnenaufträge abschließen
- Motive und Freigaben mit Grafik und Disposition abstimmen
- Kundendaten und Aktivitäten im CRM dokumentieren
- Umsatzziele verfolgen und Reportings erstellen
- Nach Kampagnenende Ergebnisse besprechen und Folgebuchungen anbahnen
Voraussetzungen
- kaufmännische Ausbildung oder vergleichbare Vertriebserfahrung, Quereinstieg möglich
- Führerschein Klasse B und Bereitschaft zu täglichen Fahrten
- sicheres Auftreten im Verkaufsgespräch und Frustrationstoleranz bei Absagen
- Grundverständnis für Werbeformate, Reichweiten und digitale Kanäle
- selbstständige Arbeitsorganisation, auch aus dem Homeoffice
- Bereitschaft, an Umsatzzielen gemessen zu werden
Wo man arbeitet
- Zeitungs- und Zeitschriftenverlage
- Anzeigenblätter und regionale Vermarkter
- Radio- und TV-Vermarkter
- Online-Portale und Digitalvermarkter
- Anbieter von Außenwerbung und Branchenverzeichnissen
Der Weg in den Beruf
Üblich ist eine dreijährige duale Ausbildung, etwa als Kaufmann für Marketingkommunikation oder Medienkaufmann Digital und Print, alternativ ein Studium in Marketing oder Medienmanagement. Viele Häuser stellen jedoch auch Quereinsteiger mit Vertriebserfahrung ein und schulen sie intern in mehreren Wochen auf Produkte und Verkaufsprozesse ein.
Offene Stellen als Mediaberater im Außendienst
In der Suche fortsetzenMediaberater im Außendienst (m/w/d)
Mediaberater im Außendienst (m/w/d)
Verwandte Berufe
Key Account Manager
Key Account Manager betreuen die wichtigsten Kunden eines Unternehmens: Sie verhandeln Jahresverträge, entwickeln die Geschäftsbeziehung weiter und koordinieren intern alles, was dieser Kunde braucht. Der Erfolg wird an Umsatz- und Margenzielen gemessen.
- Offene Stellen
- 51
- Monatsbrutto
- 3.600 – 11.000 €
Vertriebsmitarbeiter im Außendienst
Vertriebsmitarbeiter im Außendienst besuchen Kunden vor Ort, beraten zu Produkten und schließen Verträge ab. Sie betreuen ein festes Gebiet, gewinnen Neukunden und arbeiten meist mit Umsatzzielen.
- Offene Stellen
- 46
- Monatsbrutto
- 2.800 – 8.000 €
Passend dazu im Ratgeber
- Bildschirmarbeitsplatz einrichten: die Reihenfolge Ein Bildschirmarbeitsplatz wird von unten nach oben eingerichtet: erst der Stuhl, dann der...
- Bürostuhl kaufen: woran man einen guten erkennt Ein Bürostuhl trägt acht Stunden am Tag. Welche Prüfzeichen etwas aussagen, welche fünf Ei...
- Das Vorstellungsgespräch: Vorbereitung und die üblichen Fragen Die meisten Fragen im Vorstellungsgespräch sind vorhersehbar. Was sich vorher klären lässt...