Maler & Lackierer
Maler und Lackierer gestalten und schützen Oberflächen an Gebäuden und Bauteilen: Sie streichen, tapezieren, verputzen, dämmen und lackieren. Der Beruf verbindet handwerkliche Genauigkeit mit körperlicher Arbeit auf Leitern und Gerüsten.
6 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Maler & Lackierer verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.300 € | 2.600 € | 2.900 € | 31.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.700 € | 3.100 € | 3.500 € | 37.200 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.100 € | 3.600 € | 4.400 € | 43.200 € |
Maßgeblich ist, ob der Betrieb den Rahmentarifvertrag für das Maler- und Lackiererhandwerk anwendet; tariflose Kleinbetriebe zahlen häufig darunter, Industrielackierung und öffentliche Auftraggeber darüber. Meisterbrief, Kolonnenführung und Montagezuschläge verschieben das Einkommen deutlich nach oben.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Maler und Lackierer?
Maler und Lackierer bearbeiten Wände, Decken, Fassaden, Fenster, Türen und Metallteile. Der Arbeitstag beginnt meist mit dem Abdecken und Abkleben der Baustelle, danach folgt die Untergrundvorbereitung: alte Farbe abschleifen, Tapeten ablösen, Löcher und Risse füllen, Wände grundieren und spachteln. Erst dann wird gestrichen, gerollt, gespritzt oder tapeziert. Dazu kommen Arbeiten, die viele nicht mit dem Beruf verbinden: Wärmedämmverbundsysteme an Fassaden anbringen, Bodenbeläge verlegen, Trockenbauwände beplanken, Betonoberflächen instand setzen oder Holz und Metall mit Korrosionsschutz behandeln.
Ein Teil der Arbeit ist Beratung. Kunden wollen wissen, welcher Farbton wirkt, welche Farbe für ein Badezimmer geeignet ist, wie lange die Wohnung nicht nutzbar ist. Wer im Betrieb Aufmaß und Angebote übernimmt, rechnet Flächen aus, kalkuliert Material und schreibt Rechnungen. Im Lackierbereich, etwa bei Bauteilen oder Industrieaufträgen, wird mit Spritzpistole und Lackierkabine gearbeitet, hier zählen exakte Schichtdicken und saubere Oberflächen.
Wie wird man Maler und Lackierer?
Über eine dreijährige duale Ausbildung im Handwerk. Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben, in der Praxis stellen Betriebe überwiegend Bewerber mit Hauptschul- oder Realschulabschluss ein. Im dritten Ausbildungsjahr wird ein Schwerpunkt gewählt, etwa Gestaltung und Instandhaltung, Kirchenmalerei und Denkmalpflege oder Bauten- und Korrosionsschutz. Wer keine Ausbildung hat, kann als Helfer anfangen und die Prüfung später extern ablegen; ohne Abschluss bleibt die Bezahlung dauerhaft niedriger. Für Umsteiger aus anderen Bauberufen ist der Einstieg über Anlerntätigkeit und anschließende Umschulung ein üblicher Weg.
Was der Beruf verlangt
Der Körper arbeitet mit. Über Kopf streichen, stundenlang stehen, Farbeimer und Gipsplatten tragen, auf Gerüsten und Leitern balancieren, im Sommer an der heißen Südfassade, im Winter im unbeheizten Rohbau. Knie, Schultern und Rücken merken das nach Jahren. Lösemittel, Staub und Schleifpartikel gehören dazu, Atemschutz und Schutzhandschuhe sind Pflicht und werden trotzdem oft weggelassen. Wer zu Hautproblemen oder Allergien neigt, sollte das vorher prüfen.
Die Arbeitszeiten sind meist geregelt, überwiegend werktags früh bis nachmittags, aber Termindruck vor Übergaben führt zu Überstunden und Samstagsarbeit. Wechselnde Baustellen bedeuten Fahrzeiten, teils Montage mit Übernachtung. Genauigkeit ist entscheidend: eine schlecht vorbereitete Wand sieht man später, und Nacharbeit zahlt niemand. Ordnung, Sauberkeit und ein höflicher Umgang in bewohnten Wohnungen sind Teil der Leistung.
Aussichten
Die Nachfrage ist stabil, weil Renovierung, Sanierung und energetische Gebäudemodernisierung unabhängig von einzelnen Baukonjunkturen weiterlaufen. Viele Betriebe finden keine Auszubildenden und keine Fachkräfte, wer zuverlässig ist, findet Arbeit. Entwicklungswege führen über den Vorarbeiter zum Kolonnenführer, über die Meisterprüfung zur eigenen Betriebsführung oder Ausbildungsberechtigung, alternativ zum Techniker, Restaurator im Handwerk oder in die Beratung bei Farben- und Bautenschutzherstellern. Selbstständigkeit ist verbreitet, wirtschaftlich aber vom Kundenstamm und von der Zahlungsdisziplin der Auftraggeber abhängig.
Aufgaben
- Untergründe abschleifen, spachteln, grundieren
- Wände und Decken streichen, rollen und tapezieren
- Fassaden beschichten und Wärmedämmsysteme anbringen
- Holz-, Metall- und Bauteile lackieren, auch mit Spritzverfahren
- Gerüste und Leitern aufstellen, Baustellen abdecken und schützen
- Farbtöne mischen und Kunden zu Gestaltung und Material beraten
- Aufmaß nehmen, Material kalkulieren, Arbeitszeiten dokumentieren
- Altbeschichtungen und Schäden beurteilen und instand setzen
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung als Maler und Lackierer, für Helfertätigkeiten handwerkliche Vorerfahrung
- Körperliche Belastbarkeit, Schwindelfreiheit und Trittsicherheit auf Gerüsten
- Sorgfalt und Auge für gerade Kanten, Farbtöne und saubere Oberflächen
- Keine Allergien gegen Farben, Lösemittel oder Stäube
- Führerschein Klasse B für den Weg zu wechselnden Baustellen
- Freundlicher Umgang mit Kunden in bewohnten Räumen
- Bereitschaft zu Frühbeginn und gelegentlichen Überstunden
Wo man arbeitet
- Maler- und Lackiererbetriebe des Handwerks
- Bau- und Sanierungsunternehmen
- Wohnungsbaugesellschaften und Facility-Dienstleister
- Industrielackierereien und Beschichtungsbetriebe
- Fachbetriebe für Denkmalpflege und Restaurierung
Der Weg in den Beruf
Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung zum Maler und Lackierer im Handwerksbetrieb mit Berufsschulunterricht und überbetrieblichen Lehrgängen. Im dritten Jahr wird ein Schwerpunkt wie Gestaltung und Instandhaltung oder Bauten- und Korrosionsschutz gewählt, den Abschluss bildet die Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer. Danach sind Meisterprüfung, Restauratorenlehrgang oder eine Weiterbildung zum Techniker möglich.
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- Offene Stellen
- 9
- Monatsbrutto
- 2.300 – 4.600 €
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- Offene Stellen
- 14
- Monatsbrutto
- 2.300 – 4.500 €
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