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Logistik & Verkehr

LKW-Fahrer / Saugwagenfahrer

LKW-Fahrer mit Saugwagen transportieren und entsorgen flüssige und schlammige Abfälle, reinigen Kanäle, Schächte und Behälter. Der Beruf verbindet Fahren im Nah- und Regionalverkehr mit körperlicher Arbeit an der Einsatzstelle.

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Gehalt

Was man als LKW-Fahrer / Saugwagenfahrer verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.300 € 2.600 € 3.000 € 31.200 €
Mit Berufserfahrung 2.700 € 3.100 € 3.600 € 37.200 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.100 € 3.500 € 4.200 € 42.000 €

Am stärksten wirkt die Tarifbindung: kommunale Entsorgungs- und Abwasserbetriebe zahlen nach TVöD beziehungsweise TV-V meist deutlich verlässlicher als kleine private Kanalreinigungsfirmen. Erheblichen Anteil am tatsächlichen Verdienst haben zudem Überstunden, Rufbereitschafts- und Schmutzzulagen sowie ADR-Zuschläge.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Saugwagenfahrer?

Ein Saugwagen ist ein Lastwagen mit Tank, Vakuumpumpe und Schlauchsystem. Damit werden Abwasser, Fettabscheider, Klärgruben, Sandfänge, Schlammbehälter oder Ölabscheider leergesaugt. Bei Kombifahrzeugen kommt ein Hochdruckteil hinzu, mit dem Kanäle und Rohrleitungen freigespült werden, bevor der Schmutz abgesaugt wird. Der Arbeitstag beginnt meist früh im Betriebshof: Fahrzeug prüfen, Wasser auffüllen, Aufträge und Tourenliste durchgehen. Dann folgen mehrere Einsatzstellen - Wohnhäuser, Industriebetriebe, Baustellen, Gastronomie, kommunale Anlagen. Vor Ort wird das Fahrzeug abgesichert, Schachtdeckel geöffnet, Schläuche verlegt, gesaugt oder gespült, das Ergebnis dokumentiert. Am Ende der Tour geht es zur Kläranlage oder Entsorgungsanlage, wo der Inhalt abgegeben und gewogen wird. Fahren ist dabei nur ein Teil der Arbeit; ein großer Anteil ist Handarbeit am Schlauch.

Wie wird man Saugwagenfahrer?

Der klassische Weg führt über den Führerschein der Klasse C oder CE mit der Grundqualifikation für den gewerblichen Güterverkehr sowie die regelmäßige Weiterbildung nach Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz. Eine dreijährige Ausbildung zum Berufskraftfahrer ist möglich, aber nicht die Regel; viele kommen als Quereinsteiger mit vorhandenem Lkw-Führerschein aus Bau, Spedition oder Landwirtschaft. Für Fahrten mit gefährlichen Abfällen wird eine ADR-Schulung verlangt. Wer Kanalarbeiten mit übernimmt, wird betrieblich eingewiesen und häufig zusätzlich für Arbeiten in engen Räumen, Atemschutz und Gasmessung geschult. Wer den Beruf von Grund auf lernen will, kann auch die Ausbildung zur Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice absolvieren, die Fahren, Reinigen und Kanalinspektion verbindet.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist schmutzig und riecht. Wer Ekel schwer aushält, wird damit nicht glücklich. Es geht um Fäkalien, Fett, Schlamm, gelegentlich um Chemieabfälle. Schutzkleidung, Handschuhe und teils Atemschutz sind Pflicht. Körperlich verlangt der Beruf Kraft und Ausdauer: schwere Schläuche schleppen, Schachtdeckel heben, in gebückter Haltung arbeiten, bei jedem Wetter draußen stehen. Die Tage beginnen früh und werden häufig lang, Überstunden sind üblich. Viele Betriebe fahren Rufbereitschaft, weil verstopfte Kanäle und überlaufende Gruben keine Bürozeiten kennen; Wochenend- und Nachteinsätze gehören dazu. Dazu kommen Zeitdruck, Verkehr in engen Straßen und die Verantwortung für ein großes, teures Fahrzeug. Sorgfalt bei der Dokumentation und Abfallzuordnung ist wichtig, weil Entsorgungsnachweise rechtlich bindend sind.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil und in vielen Regionen höher als das Angebot. Kanalnetze, Kläranlagen und Industrieanlagen müssen regelmäßig gewartet werden, unabhängig von der Konjunktur; der Bedarf wächst mit dem Alter der Infrastruktur. Fahrpersonal fehlt bundesweit, und Betriebe stellen deshalb auch Bewerber ohne Vorerfahrung ein und finanzieren Führerschein oder ADR-Schein. Weiterentwicklung ist möglich über Kanalinspektion mit Kamerafahrzeugen, Sanierungstechnik, die Prüfung zur Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice, den Meister oder eine Rolle als Vorarbeiter, Disponent oder Betriebshofleiter. Wer den Rücken schonen will, wechselt später oft in Disposition, Fahrschule oder technische Betreuung.

Aufgaben

  • Saug- und Kombifahrzeuge im Nah- und Regionalverkehr fahren
  • Gruben, Fettabscheider, Schächte und Behälter leersaugen
  • Kanäle und Rohrleitungen mit Hochdruck spülen und freimachen
  • Einsatzstelle absichern, Schläuche verlegen und Pumpe bedienen
  • Abfälle zur Kläranlage oder Entsorgungsanlage bringen und abgeben
  • Wiegescheine, Entsorgungsnachweise und Arbeitsberichte ausfüllen
  • Fahrzeug und Aufbau prüfen, reinigen und kleine Wartungen erledigen
  • Kunden vor Ort einweisen und Auffälligkeiten melden

Voraussetzungen

  • Führerschein Klasse C oder CE mit Fahrerkarte
  • Grundqualifikation und Weiterbildung nach Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz
  • ADR-Bescheinigung für gefährliche Abfälle, oft nachträglich erwerbbar
  • körperliche Belastbarkeit, Schwindelfreiheit und arbeitsmedizinische Eignung
  • Bereitschaft zu Schmutz, Geruch und Arbeit im Freien
  • Zuverlässigkeit bei Dokumentation und Rufbereitschaft
  • technisches Verständnis für Pumpen, Schläuche und Aufbauten

Wo man arbeitet

  • Betriebe für Kanal- und Rohrreinigung
  • kommunale Entsorgungs- und Abwasserbetriebe
  • Stadtwerke und Kläranlagen
  • Industrieservice-Unternehmen
  • Spezialspeditionen für flüssige Abfälle
  • Bau- und Tiefbauunternehmen

Der Weg in den Beruf

Üblich ist der Einstieg über den Lkw-Führerschein C oder CE mit Grundqualifikation, ergänzt durch betriebliche Einweisung auf das Saugfahrzeug und eine ADR-Schulung. Alternativ führen die dreijährige Ausbildung zum Berufskraftfahrer oder zur Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice mit IHK-Abschluss in den Beruf. Viele Betriebe übernehmen die Kosten für Führerschein und Scheine bei Quereinstieg.

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Berufskraftfahrer transportieren Güter oder Personen mit Lkw, Sattelzügen oder Bussen und sind für Ladung, Fahrzeug und Papiere verantwortlich. Der Arbeitsalltag findet überwiegend auf der Straße statt, oft mit langen Standzeiten und Nächten unterwegs.

Offene Stellen
47
Monatsbrutto
2.300 – 4.300 €

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