Küchenplaner / Küchenverkäufer
Küchenplaner beraten Kundinnen und Kunden im Möbel- oder Küchenfachhandel, entwerfen Einbauküchen am Planungsprogramm und verkaufen sie samt Geräten, Montage und Finanzierung. Der Beruf verbindet technisches Planen mit provisionsabhängigem Verkauf.
32 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Küchenplaner / Küchenverkäufer verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.200 € | 2.600 € | 3.200 € | 31.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.800 € | 3.500 € | 4.600 € | 42.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.600 € | 4.600 € | 7.000 € | 55.200 € |
Das Einkommen besteht in den meisten Küchenstudios aus einem eher niedrigen Fixum plus Provision auf den Umsatz, dadurch sind die Unterschiede zwischen guten und schwachen Verkäufern sowie zwischen Sommer- und Wintermonaten erheblich. Tarifbindung nach dem Einzelhandelstarifvertrag des jeweiligen Bundeslandes gibt es vor allem in großen Möbelhäusern, in inhabergeführten Studios wird frei verhandelt.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Küchenplaner?
Ein Küchenplaner nimmt auf, was Kunden brauchen: Raummaße, Anschlüsse für Wasser, Abwasser, Strom und Dunstabzug, Anzahl der Personen im Haushalt, Kochgewohnheiten, Budget. Daraus entsteht am Rechner ein Entwurf mit einem Planungsprogramm wie Carat, KPS oder Winner, meist in 3D, oft schon im ersten Gespräch. Der Planer wählt Korpusmaße, Fronten, Arbeitsplatten, Beschläge und Elektrogeräte aus, prüft Auszüge und Öffnungswinkel auf Kollisionen und rechnet den Preis über die Herstellerkalkulation aus.
Dazu kommt der Verkauf: Angebote erstellen, nachfassen, Rabatte und Zugaben verhandeln, Kaufverträge schließen, Finanzierungen vermitteln. Nach dem Abschluss folgt das technische Aufmaß vor Ort oder die Abstimmung mit dem Aufmaßdienst, die Bestellung beim Werk, die Terminkoordination mit Monteuren und Handwerkern und die Bearbeitung von Reklamationen. Ein erheblicher Teil der Arbeitszeit geht für Nacharbeit und Reklamationen drauf, nicht für das Planen.
Wie wird man Küchenplaner?
Ein geschützter Ausbildungsberuf ist das nicht. Der übliche Weg führt über eine Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel oder zum Verkäufer, häufig direkt im Möbel- oder Küchenhandel. Auch Tischler, Schreiner und Innenausbauer wechseln in die Küchenplanung, ebenso Elektriker oder Installateure, die die Technik hinter der Küche kennen. Der Quereinstieg aus anderen Verkaufsberufen ist verbreitet und wird von größeren Küchenstudios und Möbelhäusern aktiv betrieben, meist mit mehrwöchiger Einarbeitung und Schulungen an der Planungssoftware sowie bei Geräteherstellern. Wer sich weiterqualifizieren will, kann den Handelsfachwirt oder eine Weiterbildung zum geprüften Küchenfachberater über Branchenverbände anschließen.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeitszeiten richten sich nach den Öffnungszeiten des Handels: Samstag ist der wichtigste Verkaufstag, freie Wochenenden sind selten, Feierabend ist häufig erst nach 19 Uhr. Der Verdienst hängt in vielen Betrieben stark an der Provision, das Fixum ist niedrig. Wer in umsatzschwachen Monaten wenig verkauft, merkt das auf dem Konto. Der Verkaufsdruck ist real, viele Häuser arbeiten mit Zielvorgaben und Wochenauswertungen.
Fachlich braucht es räumliches Vorstellungsvermögen, Sorgfalt beim Maß und Verständnis für Bautechnik. Ein Planungsfehler von zwei Zentimetern führt dazu, dass eine Arbeitsplatte nicht passt, und die Kosten trägt der Betrieb. Küchen sind für viele Kunden eine große Anschaffung mit entsprechenden Emotionen, Verzögerungen bei Lieferungen und Handwerkern gehören zum Alltag. Geduld im Umgang mit verärgerten Kunden ist Grundvoraussetzung.
Aussichten
Der Bedarf an guten Küchenplanern ist konstant hoch, viele Studios finden kaum qualifiziertes Personal. Die Nachfrage schwankt allerdings mit der Baukonjunktur und der Kaufkraft: In Phasen hoher Zinsen und zurückhaltender Renovierungen sinken die Umsätze spürbar, und das schlägt bei provisionsbasierter Bezahlung direkt durch. Wer sich bewährt, kann zum Studioleiter oder Verkaufsleiter aufsteigen, in den Objektbereich mit Bauträgern und Wohnungsgesellschaften wechseln oder zum Außendienst eines Küchen- oder Geräteherstellers. Ein eigenes Küchenstudio ist möglich, erfordert aber Kapital und Lieferantenbeziehungen.
Aufgaben
- Bedarf, Raumsituation und Anschlüsse mit Kunden aufnehmen
- Küchen in Planungssoftware wie Carat, KPS oder Winner entwerfen
- Fronten, Arbeitsplatten, Beschläge und Elektrogeräte auswählen
- Angebote kalkulieren, Preise verhandeln und Kaufverträge abschließen
- Technisches Aufmaß vor Ort durchführen oder prüfen
- Bestellungen bei Herstellern auslösen und Liefertermine überwachen
- Montagetermine mit Monteuren und Handwerkern koordinieren
- Reklamationen aufnehmen und Nachlieferungen abwickeln
Voraussetzungen
- Kaufmännische oder handwerkliche Ausbildung, häufig im Einzelhandel oder Tischlerhandwerk
- Räumliches Vorstellungsvermögen und sicherer Umgang mit Maßen
- Sicherheit im Umgang mit Planungs- und Warenwirtschaftssoftware
- Verkaufstalent und Belastbarkeit bei Umsatzvorgaben
- Bereitschaft zu Samstagsarbeit und Abenddiensten
- Führerschein Klasse B für Kundentermine und Aufmaß
- Grundkenntnisse zu Elektro-, Wasser- und Lüftungsanschlüssen
Wo man arbeitet
- Küchenstudios und Küchenfachmärkte
- Möbelhäuser mit Küchenabteilung
- Küchen- und Möbelhersteller im Außendienst
- Bau- und Heimwerkermärkte mit Küchenplanung
- Tischlereien und Schreinereien mit Küchenbau
Der Weg in den Beruf
Der übliche Einstieg ist eine dreijährige duale Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel oder eine zweijährige zum Verkäufer, idealerweise im Möbel- oder Küchenhandel. Alternativ führt eine handwerkliche Ausbildung, etwa als Tischler, in den Beruf. Quereinsteiger mit Verkaufserfahrung werden von vielen Betrieben eingearbeitet und an der Planungssoftware sowie bei Geräteherstellern geschult.
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Tischler
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- Offene Stellen
- 45
- Monatsbrutto
- 2.300 – 4.500 €
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