Kita-Leitung
Kita-Leitungen führen eine Kindertageseinrichtung fachlich, personell und organisatorisch. Sie verantworten die pädagogische Konzeption, den Dienstplan, das Budget und den Kontakt zu Eltern, Träger und Behörden.
8 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Kita-Leitung verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.700 € | 4.100 € | 4.600 € | 49.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.300 € | 4.800 € | 5.400 € | 57.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.900 € | 5.500 € | 6.600 € | 66.000 € |
Bei kommunalen Trägern gilt der TVöD im Sozial- und Erziehungsdienst, bei kirchlichen Trägern AVR Caritas oder AVR Diakonie mit ähnlichen Werten; entscheidend für die Eingruppierung ist die Zahl der Plätze in der Einrichtung. Private Träger und Elterninitiativen zahlen häufig unter Tarif, große Betriebskitas teils darüber.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht eine Kita-Leitung?
Eine Kita-Leitung steuert den Betrieb einer Kindertageseinrichtung. Dazu gehört die Personalführung: Dienstpläne schreiben, Krankheitsausfälle auffangen, Bewerbungsgespräche führen, Mitarbeitergespräche halten, Praktikanten und Auszubildende begleiten. Dazu gehört die fachliche Steuerung: die pädagogische Konzeption fortschreiben, Teamsitzungen leiten, Beobachtungs- und Dokumentationsverfahren einführen, Kinderschutzfälle nach dem Schutzkonzept bearbeiten und Meldungen an das Jugendamt veranlassen. Dazu gehört Verwaltung: Belegung planen, Aufnahmegespräche führen, Betreuungsverträge vorbereiten, Anwesenheitslisten für die Abrechnung mit der Kommune erstellen, Budget überwachen, Bestellungen freigeben, Handwerker und Reinigungsdienste koordinieren.
Die Arbeit mit Eltern nimmt viel Raum ein: Elternabende, Beschwerdegespräche, Konflikte über Betreuungszeiten, Entwicklungsgespräche bei Auffälligkeiten, Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat. Nach außen vertritt die Leitung die Einrichtung gegenüber Träger, Landesjugendamt, Gesundheitsamt, Grundschulen und Frühförderstellen. In kleineren Häusern arbeitet die Leitung zusätzlich mit einem Teil ihrer Stunden in der Gruppe, oft mehr als geplant, weil Personal fehlt.
Wie wird man Kita-Leitung?
Der Regelweg führt über eine Ausbildung zur Erzieherin oder zum Erzieher, meist drei bis fünf Jahre an einer Fachschule oder Fachakademie mit staatlicher Anerkennung, gefolgt von mehreren Jahren Praxis in der Gruppe. Alternativ qualifiziert ein Studium in Kindheitspädagogik, Sozialer Arbeit oder Erziehungswissenschaft. Für die Leitungsfunktion verlangen Träger je nach Bundesland eine Zusatzqualifikation: Fachwirt für Kita-Management, ein Leitungszertifikat der Fachverbände oder ein Studium mit Managementanteil. Die Anforderungen sind landesrechtlich geregelt und unterscheiden sich deutlich; in einigen Ländern genügt bei kleinen Einrichtungen eine Erzieherqualifikation mit Berufserfahrung. Quereinstieg aus anderen Berufen ist praktisch nicht möglich, weil eine anerkannte pädagogische Fachkraftqualifikation Voraussetzung ist.
Was der Beruf verlangt
Die Doppelbelastung aus Führung und Gruppendienst ist der häufigste Grund für Überlastung. Freistellungsstunden für Leitungsaufgaben sind knapp bemessen, und wenn Erzieherinnen krank sind, geht die Leitung in die Gruppe, während Verwaltungsarbeit liegen bleibt oder abends erledigt wird. Personalgewinnung gehört zum Alltag, weil offene Stellen monatelang unbesetzt bleiben. Konflikte mit Eltern und im Team landen bei der Leitung, ebenso die Verantwortung bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung, was juristisch und emotional belastet. Die Arbeitszeit liegt am Tag, richtet sich aber nach den Öffnungszeiten und beginnt oft früh. Wer Struktur, klare Priorisierung und Abgrenzung nicht beherrscht, gerät schnell in Rückstand.
Aussichten
Leitungsstellen sind bundesweit schwer zu besetzen, der Bedarf ist hoch und wächst mit dem Ausbau der Betreuungsplätze und dem Ruhestand geburtenstarker Jahrgänge. Wechsel zwischen Trägern sind unproblematisch, die Verhandlungsposition ist gut. Weiterführende Wege gehen in die Fachberatung, in die Bereichsleitung mehrerer Einrichtungen bei größeren Trägern, in die Qualitätsentwicklung oder in Lehrtätigkeit an Fachschulen. Wer sich in Kinderschutz, Inklusion oder Personalentwicklung spezialisiert, findet zusätzlich Aufgaben in Beratung und Fortbildung.
Aufgaben
- Dienst- und Urlaubsplanung für das pädagogische Personal
- Personalauswahl, Einarbeitung und Mitarbeitergespräche
- Fortschreibung der pädagogischen Konzeption und Leitung von Teamsitzungen
- Aufnahme- und Entwicklungsgespräche mit Eltern, Arbeit mit dem Elternbeirat
- Belegungsplanung, Betreuungsverträge und Abrechnung mit der Kommune
- Budgetüberwachung, Bestellungen und Zusammenarbeit mit Handwerks- und Reinigungsdiensten
- Umsetzung des Kinderschutzkonzepts und Meldungen an das Jugendamt
- Vertretung der Einrichtung gegenüber Träger, Behörden und Kooperationspartnern
Voraussetzungen
- Staatlich anerkannte Erzieherin bzw. Erzieher oder Studium in Kindheitspädagogik, Sozialer Arbeit oder Erziehungswissenschaft
- Mehrjährige Berufserfahrung in der Kindertagesbetreuung
- Je nach Bundesland und Träger eine Leitungs- oder Managementqualifikation
- Erweitertes Führungszeugnis und Nachweise zum Masernschutz
- Kenntnisse in Arbeitsrecht, Dienstplanung und Kinderschutzverfahren
- Gesprächsführung bei Konflikten mit Eltern und im Team
- Belastbarkeit und die Fähigkeit, Aufgaben unter Personalmangel zu priorisieren
Wo man arbeitet
- Kindertagesstätten kommunaler Träger
- Einrichtungen kirchlicher und freier Träger wie AWO, Caritas, Diakonie
- Betriebskindergärten und Elterninitiativen
- Krippen, Horte und Familienzentren
- Trägerverwaltungen und Fachberatungsstellen
Der Weg in den Beruf
Üblich ist die drei- bis fünfjährige Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin oder zum Erzieher an einer Fachschule, alternativ ein Bachelor in Kindheitspädagogik oder Sozialer Arbeit. Nach mehreren Jahren Gruppenpraxis folgt die Leitungsqualifikation, etwa als Fachwirt für Kita-Management oder über ein Zertifikatsprogramm des Trägers. In einigen Bundesländern ist eine solche Zusatzqualifikation für die Leitung größerer Einrichtungen verpflichtend.
Offene Stellen als Kita-Leitung
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Kita-Leitung (w/m/d) für unsere ASB Werkstatt-Kita Kleiderkasse in Hamburg-Altona
Kita-Leitung (m/w/d)
Stellvertretende Kita-Leitung
Kita-Leitung (m/w/d)
Kita Leitung (m/w/d)
Kita-Leitung (w/m/d)
Kita-Leitung (m/w/d) in Langballig
Verwandte Berufe
Erzieher
Erzieherinnen und Erzieher begleiten Kinder und Jugendliche in Kitas, Horten oder Wohngruppen: Sie fördern Sprache, Motorik und Sozialverhalten, gestalten den Tagesablauf und arbeiten mit Eltern zusammen. Der Beruf ist pädagogisch anspruchsvoll und personell dauerhaft angespannt.
- Offene Stellen
- 51
- Monatsbrutto
- 2.900 – 5.200 €
Kindheitspädagoge
Kindheitspädagogen begleiten die Bildung und Entwicklung von Kindern zwischen null und etwa zehn Jahren. Sie arbeiten in Kitas, Horten und Frühförderstellen, oft mit fachlicher Verantwortung für Konzepte, Beobachtungsverfahren und Elternarbeit.
- Offene Stellen
- 11
- Monatsbrutto
- 3.100 – 5.300 €
Sozialpädagoge
Sozialpädagogen begleiten Menschen in schwierigen Lebenslagen: Kinder und Jugendliche, Familien, Wohnungslose, Menschen mit Suchterkrankung. Sie beraten, vermitteln zu Ämtern und Hilfen und dokumentieren ihre Arbeit.
- Offene Stellen
- 11
- Monatsbrutto
- 3.100 – 5.800 €
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