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Bildung & Soziales

Kindheitspädagogik

Kindheitspädagoginnen und Kindheitspädagogen begleiten die Bildung und Entwicklung von Kindern von der Geburt bis etwa zum zehnten Lebensjahr. Sie arbeiten in Kitas, Frühförderstellen und Familienzentren, oft in Gruppenleitung, Konzeptarbeit oder Leitungsfunktion.

25 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Kindheitspädagogik verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.200 € 3.600 € 4.000 € 43.200 €
Mit Berufserfahrung 3.700 € 4.200 € 4.700 € 50.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.300 € 4.900 € 6.000 € 58.800 €

Maßgeblich ist meist der TVöD mit der Entgeltordnung Sozial- und Erziehungsdienst, in der Regel S 8b bis S 9, Leitungsstellen je nach Einrichtungsgröße bis S 18. Ob der Hochschulabschluss höher eingruppiert wird als eine Erzieherausbildung, entscheidet der Träger; kirchliche Träger zahlen nach AVR oder TV-L-ähnlichen Werken, kleine private Träger häufig unter Tarif.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht eine Kindheitspädagogin?

Kindheitspädagogik ist die akademische Variante des frühpädagogischen Berufsfelds. Der Arbeitsalltag unterscheidet sich in vielen Einrichtungen zunächst kaum von dem einer Erzieherin: Kinder beim Ankommen begrüßen, Freispiel begleiten, Konflikte in der Gruppe aufgreifen, Essenssituationen und Ruhezeiten gestalten, Wickeln und Anziehen bei den Jüngsten. Dazu kommen die Aufgaben, für die das Studium qualifiziert: Bildungs- und Lerngeschichten dokumentieren, Entwicklungsverläufe systematisch beobachten und einordnen, Elterngespräche zu Sprachentwicklung oder Verhaltensauffälligkeiten führen, mit Frühförderung, Jugendamt und Grundschule zusammenarbeiten.

Ein zweiter Teil der Arbeit liegt auf der Ebene der Einrichtung. Kindheitspädagoginnen schreiben und überarbeiten pädagogische Konzeptionen, führen Teams durch Qualitätsentwicklungsprozesse, planen Fortbildungen, begleiten Praktikantinnen und Auszubildende in der Praxisanleitung. In Fachberatungen, Familienbildungsstätten oder bei Trägern liegt der Schwerpunkt auf Beratung, Projektarbeit und Trägeraufgaben statt auf Gruppendienst.

Wie wird man Kindheitspädagogin?

Über ein Bachelorstudium Kindheitspädagogik, Frühpädagogik oder Bildung und Erziehung in der Kindheit, meist an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften, sechs bis sieben Semester mit integrierten Praxisphasen. Zugang ist die Fachhochschulreife oder das Abitur; viele Hochschulen lassen auch Erzieherinnen mit Berufserfahrung ohne Abitur zu. Wer bereits als Erzieherin arbeitet, kann berufsbegleitend oder in Teilzeit studieren, teils mit Anrechnung von Ausbildungsleistungen. Mit dem Abschluss ist in den meisten Bundesländern die staatliche Anerkennung als Kindheitspädagogin verbunden, die für die Arbeit als Fachkraft in Kitas nötig ist. Ein Masterstudium eröffnet Wege in Fachberatung, Lehre an Fachschulen oder Forschung.

Was der Beruf verlangt

Der Alltag ist laut und körperlich fordernd. Arbeiten in Kniehöhe, Kinder heben, Lärmpegel über Stunden, wenig Rückzugsmöglichkeit. Infektanfälligkeit gehört in den ersten Jahren dazu. Personalmangel bedeutet in vielen Einrichtungen, dass Konzeptarbeit und Dokumentation in Randzeiten geschehen oder liegen bleiben, weil Krankheitsvertretungen den Dienstplan bestimmen. Reine Frühdienste ab sechs Uhr und Spätdienste bis siebzehn oder achtzehn Uhr sind üblich, Wochenendarbeit dagegen selten.

Schwer fällt vielen die Diskrepanz zwischen akademischem Anspruch und Alltag: Wer mit einem Studium einsteigt, wird nicht automatisch anders eingesetzt oder besser bezahlt als Kolleginnen mit Fachschulausbildung, und Teams reagieren auf den Titel gemischt. Belastend sind zudem Kinderschutzfälle, Gespräche mit Eltern in schwierigen Lebenslagen und die Verantwortung für Kinder, deren Entwicklung Sorge macht.

Aussichten

Die Nachfrage nach frühpädagogischen Fachkräften ist bundesweit hoch und wird es bleiben; Stellen sind praktisch überall zu finden. Ob das Studium sich in der Bezahlung niederschlägt, hängt allerdings vom Träger ab: Manche vergüten Kindheitspädagoginnen höher als Erzieherinnen, andere nicht. Entwicklungswege führen in die Einrichtungsleitung, in die Fachberatung beim Träger, in die Frühförderung, in die Familienbildung oder in die Lehre an Fachschulen für Sozialpädagogik. Wer früh Leitungsverantwortung anstrebt, hat mit dem Abschluss einen deutlichen Vorteil.

Aufgaben

  • Bildungsprozesse von Kindern begleiten und Angebote planen
  • Entwicklung beobachten und in Portfolios dokumentieren
  • Eltern zu Erziehungs- und Entwicklungsfragen beraten
  • pädagogische Konzeptionen erarbeiten und fortschreiben
  • Teamsitzungen vorbereiten und Qualitätsentwicklung steuern
  • mit Jugendamt, Frühförderung und Grundschule kooperieren
  • Praktikantinnen und Auszubildende anleiten
  • Anzeichen von Kindeswohlgefährdung erkennen und Verfahren einleiten

Voraussetzungen

  • Bachelorabschluss in Kindheitspädagogik oder einem verwandten frühpädagogischen Studiengang
  • staatliche Anerkennung als Kindheitspädagogin oder Kindheitspädagoge
  • erweitertes Führungszeugnis ohne Einträge
  • Nachweis über Masern-Immunität
  • Belastbarkeit gegenüber Lärm und körperlicher Beanspruchung
  • Fähigkeit zu Gesprächsführung mit Eltern in Konfliktsituationen
  • Bereitschaft zu Früh- und Spätdiensten

Wo man arbeitet

  • Kindertagesstätten und Krippen
  • Familienzentren und Familienbildungsstätten
  • Frühförder- und Beratungsstellen
  • Trägerverwaltungen und Fachberatungen
  • Horte und Ganztagsschulen
  • Fachschulen für Sozialpädagogik

Der Weg in den Beruf

Üblich ist ein sechs- bis siebensemestriges Bachelorstudium Kindheitspädagogik oder Bildung und Erziehung in der Kindheit an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften, mit Praxissemester und Abschluss als Bachelor of Arts. Mit dem Abschluss wird in der Regel die staatliche Anerkennung erteilt. Berufsbegleitende Varianten für Erzieherinnen dauern acht bis zehn Semester.

Offene Stellen als Kindheitspädagogik

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Erzieher

Erzieherinnen und Erzieher begleiten Kinder und Jugendliche in Kitas, Horten oder Wohngruppen: Sie fördern Sprache, Motorik und Sozialverhalten, gestalten den Tagesablauf und arbeiten mit Eltern zusammen. Der Beruf ist pädagogisch anspruchsvoll und personell dauerhaft angespannt.

Offene Stellen
47
Monatsbrutto
2.900 – 5.200 €

Kita-Leitung

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9
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Offene Stellen
13
Monatsbrutto
3.100 – 5.800 €

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