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Gastronomie & Tourismus

KFZ-Serviceberater / Kundendienstberater

Kfz-Serviceberater sind die Schnittstelle zwischen Werkstatt und Kunde: Sie nehmen Fahrzeuge an, klären Reparaturaufträge, erstellen Kostenvoranschläge und erklären am Ende die Rechnung.

5 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als KFZ-Serviceberater / Kundendienstberater verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.500 € 2.900 € 3.300 € 34.800 €
Mit Berufserfahrung 2.900 € 3.400 € 4.000 € 40.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.400 € 4.100 € 5.200 € 49.200 €

In tarifgebundenen Betrieben gelten die landesbezirklichen Tarifverträge für das Kraftfahrzeuggewerbe, die Spanne ist dort eng; viele freie Werkstätten zahlen darunter. Entscheidend sind Marke und Betriebsgröße sowie der oft erhebliche variable Anteil aus Umsatz- und Zufriedenheitszielen.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Kfz-Serviceberater?

Der Serviceberater sitzt an der Annahme eines Autohauses oder einer Werkstatt und übersetzt in beide Richtungen: Er hört sich an, was der Kunde am Fahrzeug bemerkt hat, ordnet die Beschreibung technisch ein und schreibt einen Auftrag, mit dem die Werkstatt arbeiten kann. Umgekehrt erklärt er dem Kunden, warum ein Radlager getauscht werden muss, was das kostet und wie lange das Fahrzeug bleibt.

Der Tag beginnt meist früh mit der Direktannahme: Fahrzeuge kommen im Halbstundenrhythmus, dazu Telefon, E-Mail und Onlineterminanfragen. Der Berater prüft die Serviceheft- und Rückrufhistorie, macht eine Sichtprüfung, dokumentiert Vorschäden, gibt Ersatzwagen aus und plant die Kapazität der Hebebühnen mit. Während des Tages kommen Rückmeldungen aus der Werkstatt über Zusatzarbeiten, für die er beim Kunden eine Freigabe einholen muss. Dazu gehören Garantie- und Kulanzabwicklung mit dem Hersteller, Versicherungsfälle, Gewährleistungsfragen und die Rechnungserstellung. Aktiver Verkauf ist Teil der Rolle: Zusatzarbeiten, Reifen, Inspektionspakete, Servicevereinbarungen.

Wie wird man Kfz-Serviceberater?

Der klassische Weg führt über eine Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker und einige Jahre in der Werkstatt. Darauf setzt eine Weiterbildung zum zertifizierten Serviceberater auf, angeboten von den Kfz-Innungen und den Herstellerakademien, meist in Modulen über einige Wochen. Auch der Weg über den Automobilkaufmann ist üblich, dann muss die technische Tiefe im Betrieb nachgeholt werden. Wer Servicetechniker oder Kfz-Meister ist, hat die besten Karten, weil er Diagnosen selbst beurteilen kann.

Quereinstieg kommt vor, etwa aus dem Teiledienst, aus dem Autoverkauf oder aus anderen serviceorientierten Berufen mit technischem Verständnis. Ohne technische Grundlage wird es jedoch schwer, weil Kunden Erklärungen erwarten, die stimmen, und Monteure einen Berater ernst nehmen müssen. Herstellerspezifische Systemschulungen sind in Markenbetrieben Pflicht und laufen laufend weiter.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist getaktet und laut. Am Vormittag stauen sich Annahme, Telefon und Rückfragen gleichzeitig, dazu kommen Kunden, die eine unerwartete Rechnungshöhe nicht akzeptieren wollen, und Termine, die die Werkstatt nicht halten kann. Der Berater trägt den Konflikt zwischen Kundenerwartung, Teileverfügbarkeit und Werkstattkapazität aus, ohne beide Seiten steuern zu können. Beschwerden landen zuerst bei ihm.

Die Arbeitszeiten liegen früh, viele Betriebe öffnen die Annahme um sieben Uhr; Samstagsdienste sind verbreitet, Überstunden in Reifenwechsel- und Urlaubszeiten üblich. Körperlich ist die Tätigkeit leichter als in der Werkstatt, aber es wird viel gestanden und gelaufen, oft zwischen Halle, Hof und Büro. Zielvorgaben auf Zusatzumsatz und Kundenzufriedenheitsbefragungen des Herstellers erhöhen den Druck.

Aussichten

Serviceberater werden gesucht, weil geeignete Leute selten sind: Sie müssen Technik, Kaufmännisches und Kundenumgang verbinden. Der Fachkräftemangel im Kfz-Gewerbe wirkt hier deutlich, Wechsel sind meist ohne lange Suche möglich. Elektromobilität und Fahrzeugvernetzung verändern die Inhalte, machen die Rolle aber nicht überflüssig, da Erklärungsbedarf und Softwarethemen zunehmen.

Entwicklungswege führen zum Serviceleiter oder Werkstattleiter, in die Betriebsleitung eines Autohauses, in den Flotten- und Großkundenservice oder zum Hersteller in Vertriebs- und Aftersales-Betreuung. Auch der Wechsel in den Fahrzeugverkauf oder zu Sachverständigenorganisationen ist gängig.

Aufgaben

  • Fahrzeuge annehmen und Kundenanliegen technisch aufnehmen
  • Kostenvoranschläge erstellen und Reparaturaufträge schreiben
  • Zusatzarbeiten mit dem Kunden abstimmen und freigeben lassen
  • Werkstatttermine und Hebebühnenkapazität planen
  • Garantie-, Kulanz- und Versicherungsfälle abwickeln
  • Rechnungen erstellen und Fahrzeuge an Kunden zurückgeben
  • Serviceleistungen, Reifen und Inspektionspakete verkaufen
  • Beschwerden bearbeiten und Nacharbeiten organisieren

Voraussetzungen

  • abgeschlossene Ausbildung im Kfz-Bereich oder als Automobilkaufmann
  • solides technisches Verständnis von Fahrzeugtechnik und Diagnose
  • Weiterbildung zum zertifizierten Serviceberater, oft herstellerspezifisch
  • sicheres Auftreten und Geduld im Umgang mit verärgerten Kunden
  • Führerschein Klasse B, häufig auch für Nutzfahrzeuge von Vorteil
  • Belastbarkeit bei hohem Arbeitstempo und Bereitschaft zu Samstagsdiensten

Wo man arbeitet

  • Markenautohäuser mit angeschlossener Werkstatt
  • freie Kfz-Werkstätten und Werkstattketten
  • Nutzfahrzeug- und Landmaschinenbetriebe
  • Fuhrpark- und Flottenwerkstätten größerer Unternehmen
  • Reifen- und Servicefachbetriebe

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreieinhalbjährige Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker, danach einige Jahre Werkstatterfahrung und anschließend die modulare Weiterbildung zum zertifizierten Serviceberater bei Innung oder Herstellerakademie. Alternativ führt der Weg über die dreijährige Ausbildung zum Automobilkaufmann mit technischer Einarbeitung im Betrieb. Kfz-Meister oder Servicetechniker können die Rolle direkt übernehmen.

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