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IT & Software

Informatik am virtuellen Campus

Informatik im Fernstudium an einem virtuellen Campus führt zum gleichen Abschluss wie ein Präsenzstudium, wird aber überwiegend online absolviert. Absolventinnen und Absolventen arbeiten danach in der Softwareentwicklung, in der IT-Administration oder in der Datenanalyse.

13 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Informatik am virtuellen Campus verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.300 € 3.900 € 4.600 € 46.800 €
Mit Berufserfahrung 4.300 € 5.200 € 6.300 € 62.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 5.500 € 6.800 € 9.000 € 81.600 €

Entscheidend sind Branche, Region und Unternehmensgröße: Banken, Versicherungen und Konzerne in Süddeutschland zahlen deutlich über kleinen IT-Dienstleistern im Osten. Im öffentlichen Dienst richtet sich die Vergütung nach TVöD oder TV-L, meist Entgeltgruppe 11 bis 13, mit engerer Spanne und geringerem Spitzenverdienst als in der Privatwirtschaft.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht Informatik am virtuellen Campus?

Gemeint ist ein Informatikstudium, das über eine Online-Lernplattform läuft: Vorlesungen als Video oder Live-Webinar, Skripte und Übungsaufgaben zum Download, Programmieraufgaben in einer Web-Entwicklungsumgebung, Klausuren entweder in Prüfungszentren oder als beaufsichtigte Online-Prüfung. Inhaltlich unterscheidet sich das Studium nicht von einem Präsenzstudium: Programmierung in Java, Python oder C, Algorithmen und Datenstrukturen, Datenbanken und SQL, Betriebssysteme, Rechnernetze, Softwarearchitektur, dazu Mathematik von der Analysis bis zur Statistik. Wer studiert, sitzt abends vor dem Rechner, schreibt Code, debuggt, liest Fachtexte und tauscht sich in Foren oder Discord-Gruppen mit Kommilitonen aus. Praktika, Projektarbeiten und eine Abschlussarbeit gehören dazu, häufig gemeinsam mit dem Arbeitgeber, wenn parallel gearbeitet wird.

Wie wird man Informatikerin oder Informatiker am virtuellen Campus?

Voraussetzung ist in der Regel das Abitur, die Fachhochschulreife oder eine berufliche Qualifikation mit einschlägiger Berufserfahrung; viele Fernhochschulen lassen auch Meister und Fachwirte zu. Der Bachelor dauert in Vollzeit sechs Semester, im Teilzeitmodell acht bis zwölf. Anbieter sind staatliche Fernuniversitäten und private Hochschulen, letztere gegen monatliche Studiengebühren. Ein anschließender Master ist möglich, für die meisten IT-Stellen aber kein Muss. Der Quereinstieg in die Branche funktioniert auch ohne Abschluss über Ausbildung, Umschulung oder Bootcamps – der Bachelor öffnet allerdings Türen bei Konzernen, im öffentlichen Dienst und für Aufgaben mit Personalverantwortung.

Was der Beruf verlangt

Das Studium verlangt Selbstdisziplin über Jahre. Es gibt keinen Stundenplan, der den Tag strukturiert, und niemanden, der nachfragt. Die Abbruchquoten im Fernstudium Informatik sind hoch, vor allem in den mathematischen Modulen der ersten Semester. Wer nebenher arbeitet, verplant Abende und Wochenenden; Urlaubstage gehen für Klausurphasen drauf. Der Austausch mit anderen entsteht nicht von selbst, er muss organisiert werden. Im Beruf selbst folgt Bildschirmarbeit, viel Lesen fremden Codes, Fehlersuche unter Zeitdruck, gelegentlich Rufbereitschaft oder Releases nachts. Fachwissen veraltet schnell, Weiterlernen bleibt Dauerzustand. Wer online studiert hat, wird im Bewerbungsgespräch mitunter nach Praxiserfahrung gefragt – eigene Projekte, Werkstudentenstellen oder ein öffentliches Code-Repository helfen mehr als die Note.

Aussichten

IT-Fachkräfte werden weiter gesucht, allerdings nicht mehr so unterschiedslos wie in den Jahren des Booms: Berufseinsteiger ohne Praxisbezug bewerben sich derzeit gegen viele andere, während erfahrene Entwicklerinnen, Cloud- und Security-Fachleute schnell unterkommen. Ein Fernstudienabschluss ist rechtlich und formal dem Präsenzabschluss gleichgestellt und wird von Arbeitgebern zunehmend als Zeichen von Belastbarkeit gelesen, besonders bei Berufstätigen. Entwicklungswege führen in die Softwarearchitektur, ins Projekt- oder Produktmanagement, in die Teamleitung oder in die Selbstständigkeit als Freelancer. Für Umsteiger ist das Modell besonders attraktiv, weil Einkommen und Studium parallel laufen und der Wechsel in die IT ohne Einkommenslücke möglich bleibt.

Aufgaben

  • Programmieraufgaben und Übungsblätter selbstständig bearbeiten
  • Vorlesungsvideos und Skripte durcharbeiten, Live-Webinare besuchen
  • Software in Teams über Git und Ticketsysteme entwickeln
  • Datenbanken entwerfen und Abfragen schreiben
  • Projekt- und Abschlussarbeiten planen, dokumentieren und präsentieren
  • Klausuren in Prüfungszentren oder online unter Aufsicht ablegen
  • Fachliteratur und englischsprachige Dokumentation lesen

Voraussetzungen

  • Abitur, Fachhochschulreife oder berufliche Qualifikation mit Berufserfahrung
  • Solide Mathematikkenntnisse und Bereitschaft, sie auszubauen
  • Ausgeprägte Selbstorganisation und Durchhaltevermögen ohne festen Stundenplan
  • Englisch für Fachliteratur und Dokumentation
  • Verlässliche Internetverbindung und ein leistungsfähiger Rechner
  • Zeitbudget von etwa 20 Stunden pro Woche im Teilzeitmodell

Wo man arbeitet

  • Softwarehäuser und IT-Dienstleister
  • IT-Abteilungen von Industrie, Handel und Banken
  • Behörden und kommunale IT-Dienstleister
  • Start-ups
  • Homeoffice und mobiles Arbeiten

Der Weg in den Beruf

Üblich ist ein Bachelorstudium Informatik oder Wirtschaftsinformatik an einer Fernhochschule, sechs Semester in Vollzeit oder acht bis zwölf in Teilzeit, mit dem Abschluss Bachelor of Science. Darauf kann ein Master mit weiteren drei bis vier Semestern folgen. Praktische Erfahrung durch Nebenjob, Praktikum oder eigene Projekte gilt am Arbeitsmarkt als ebenso wichtig wie der Abschluss.

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