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Bau & Immobilien

Immobilienwirtschaft am virtuellen Campus

Immobilienwirtschaftlerinnen und Immobilienwirtschaftler verwalten, vermarkten und bewerten Grundstücke und Gebäude und steuern Immobilien wirtschaftlich über ihren gesamten Lebenszyklus. Der Zugang über ein Online- oder Fernstudium am virtuellen Campus richtet sich vor allem an Berufstätige, die neben dem Job einen akademischen Abschluss erwerben wollen.

10 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Immobilienwirtschaft am virtuellen Campus verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.900 € 3.400 € 4.200 € 40.800 €
Mit Berufserfahrung 3.800 € 4.700 € 6.000 € 56.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 5.200 € 6.800 € 10.000 € 81.600 €

Entscheidend sind Segment und Arbeitgeber: In der Wohnungsverwaltung und bei kommunalen Gesellschaften wird häufig nach TVöD oder dem Tarifvertrag für die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft gezahlt, im Investment- und Gewerbebereich liegen die Gehälter deutlich höher und enthalten variable Anteile. Provisionsabhängige Maklertätigkeit schwankt stark mit der Marktlage.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Immobilienwirtschaftler?

Die Arbeit dreht sich um Gebäude als Wirtschaftsgut. Wer im Asset- oder Portfoliomanagement arbeitet, prüft Renditen, kalkuliert Instandhaltungsrücklagen, plant Modernisierungen und entscheidet, ob ein Objekt gehalten, saniert oder verkauft wird. Im Property Management liegt der Schwerpunkt auf dem laufenden Betrieb: Mietverträge aufsetzen, Nebenkostenabrechnungen prüfen, Mieterhöhungen begründen, Handwerkerleistungen beauftragen und Instandsetzungen begleiten. In der Projektentwicklung geht es um Grundstücke, Baurecht, Nutzungskonzepte und Wirtschaftlichkeitsberechnungen, in der Bewertung um Verkehrswertgutachten nach Ertrags-, Sach- oder Vergleichswertverfahren.

Der Alltag besteht zu einem großen Teil aus Tabellen, Verträgen und Abstimmung. Gespräche mit Mietern, Eigentümern, Verwaltungen, Banken und Bauleitern gehören dazu, ebenso Objektbegehungen und Eigentümerversammlungen. Reine Vermarktung, also Besichtigungen und Verkaufsverhandlungen, ist nur ein Teilbereich des Feldes und nicht der größte.

Wie wird man Immobilienwirtschaftler?

Der klassische Weg führt über eine Ausbildung zum Immobilienkaufmann und anschließende Weiterbildung. Der akademische Weg ist ein Bachelorstudium Immobilienwirtschaft oder Real Estate Management, das an mehreren privaten und staatlichen Hochschulen vollständig online als Fernstudium am virtuellen Campus angeboten wird. Studieninhalte sind Betriebswirtschaft, Immobilienrecht, Bau- und Gebäudetechnik, Finanzierung, Bewertung und Projektentwicklung. Ein Fernstudium dauert in Vollzeit sechs, berufsbegleitend meist acht bis zwölf Semester und endet mit dem Bachelor of Arts oder Bachelor of Science; darauf aufbauend gibt es Masterprogramme.

Der Quereinstieg ist verbreitet. Kaufleute, Bankangestellte, Bauingenieurinnen und Architekten wechseln regelmäßig in die Immobilienwirtschaft, oft zunächst in die Verwaltung. Für die Tätigkeit als Makler oder WEG-Verwalter ist eine Gewerbeerlaubnis nach der Gewerbeordnung nötig, verbunden mit einer regelmäßigen Weiterbildungspflicht.

Was der Beruf verlangt

Ein Fernstudium neben dem Beruf ist eine Belastung über Jahre. Ohne feste Vorlesungszeiten fehlt der äußere Druck, die Abbruchquoten sind entsprechend hoch. Wer abends und an Wochenenden lernt, verliert Freizeit, und Präsenzphasen für Prüfungen kosten Urlaubstage. Selbstorganisation ist nicht eine nette Zusatzqualifikation, sondern die Bedingung dafür, dass es funktioniert.

Im Beruf selbst kommen Termindruck und Konfliktsituationen hinzu. Mietstreitigkeiten, Baumängel, verärgerte Eigentümer und Eigentümerversammlungen bis in den späten Abend gehören zur Verwaltung. In der Projektentwicklung hängen Millionenbeträge an Annahmen, die sich als falsch herausstellen können. Rechtliche Regelungen ändern sich laufend, vom Mietrecht bis zu energetischen Vorgaben, und müssen nachgehalten werden. Die Branche ist zudem konjunkturabhängig: Steigen die Zinsen, brechen Transaktionen und Neubauprojekte ein, während die Bestandsverwaltung stabil bleibt.

Aussichten

Qualifizierte Fachkräfte werden weiter gesucht, besonders in der Verwaltung von Wohnungsbeständen, im technischen Property Management und im Bereich energetische Sanierung. Der Markt für Projektentwicklung und Investment hat sich nach den Zinserhöhungen deutlich abgekühlt, Stellen in diesem Segment sind knapper geworden. Entwicklungswege führen über Teamleitung und Objektverantwortung hin zur Portfolio- oder Bereichsleitung, alternativ in die Selbstständigkeit als Verwalter, Makler oder Sachverständiger. Eine Zertifizierung als Immobiliengutachter oder eine Spezialisierung auf Gewerbe, Logistik oder Nachhaltigkeitsbewertung erhöht die Verhandlungsposition spürbar.

Aufgaben

  • Mietverträge erstellen, prüfen und anpassen
  • Betriebs- und Nebenkostenabrechnungen aufstellen
  • Objektbudgets und Instandhaltungsplanungen kalkulieren
  • Verkehrswerte nach Ertrags- und Sachwertverfahren ermitteln
  • Eigentümerversammlungen vorbereiten und protokollieren
  • Sanierungs- und Modernisierungsprojekte begleiten
  • Ankaufsprüfungen und Wirtschaftlichkeitsrechnungen durchführen
  • Mit Handwerkern, Behörden und Banken abstimmen

Voraussetzungen

  • Hochschulzugangsberechtigung oder Ausbildung mit Berufserfahrung für das Fernstudium
  • Sicherer Umgang mit Zahlen, Kalkulationen und Tabellenkalkulation
  • Selbstdisziplin und stabile Lernorganisation über mehrere Jahre
  • Interesse an Rechtsthemen, vor allem Miet-, WEG- und Baurecht
  • Verhandlungsgeschick und Belastbarkeit in Konfliktgesprächen
  • Führerschein und Bereitschaft zu Objektterminen vor Ort
  • Für Makler- und Verwaltertätigkeit eine Gewerbeerlaubnis nach § 34c GewO

Wo man arbeitet

  • Wohnungsunternehmen und Genossenschaften
  • Hausverwaltungen und Property-Management-Firmen
  • Projektentwickler und Bauträger
  • Banken, Versicherungen und Immobilienfonds
  • Kommunale Liegenschaftsämter
  • Sachverständigen- und Maklerbüros

Der Weg in den Beruf

Üblich ist ein Bachelorstudium Immobilienwirtschaft oder Real Estate Management, das berufsbegleitend als Online-Fernstudium am virtuellen Campus in acht bis zwölf Semestern absolviert werden kann und mit dem Bachelor abschließt. Alternativ führt eine dreijährige Ausbildung zum Immobilienkaufmann mit anschließender Weiterbildung zum Immobilienfachwirt in das Berufsfeld. Ein Masterstudium ist für Bewertung, Investment und Führungspositionen sinnvoll.

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