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Vertrieb & Kundenservice

im Verkauf

Beschäftigte im Verkauf beraten Kundschaft, kassieren und halten die Verkaufsfläche in Ordnung. Der Beruf ist im Einzelhandel weit verbreitet und bietet einen der schnellsten Einstiege ins Berufsleben.

199 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als im Verkauf verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.100 € 2.350 € 2.600 € 28.200 €
Mit Berufserfahrung 2.350 € 2.650 € 3.000 € 31.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.700 € 3.200 € 4.000 € 38.400 €

Entscheidend ist, ob der Betrieb nach dem Tarifvertrag Einzelhandel des jeweiligen Bundeslandes zahlt oder frei vergütet; tariflose Filialen liegen häufig am unteren Rand. Zuschläge für Spät-, Samstags- und Sonntagsarbeit sowie Provisionen im Fachhandel können deutlich hinzukommen, Teilzeit senkt den Verdienst entsprechend.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht man im Verkauf?

Der Arbeitstag im Verkauf beginnt meist vor der Öffnung: Ware auspacken, in die Regale einsortieren, Preise prüfen, Kasse hochfahren. Danach bestimmt die Kundschaft den Rhythmus. Verkäuferinnen und Verkäufer beraten zu Produkten, suchen Größen im Lager, nehmen Reklamationen auf, kassieren, packen ein und räumen zwischendurch die Fläche auf, weil Kundschaft Ware auslegt und nicht zurückstellt.

Je nach Branche verschiebt sich der Schwerpunkt. Im Lebensmittelhandel geht es um Tempo, Frischekontrolle, Mindesthaltbarkeitsdaten und Kassendurchsatz. In der Bekleidung stehen Beratung, Anprobe und Warenpräsentation im Vordergrund. Im Bau- oder Elektrofachhandel braucht es Produktwissen, das über Jahre wächst. Dazu kommen Inventuren, Bestellvorschläge, Retouren und der Umgang mit Kartenzahlung, Gutscheinen und Kundenkarten.

Wie wird man Verkäuferin oder Verkäufer?

Der klassische Weg ist die zweijährige duale Ausbildung zur Verkäuferin oder zum Verkäufer. Wer ein Jahr anhängt, erreicht den Abschluss Kauffrau oder Kaufmann im Einzelhandel und damit mehr Verantwortung, etwa in der Warenwirtschaft oder der Personaleinsatzplanung. Formal ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben; die meisten Betriebe stellen mit Hauptschul- oder Realschulabschluss ein.

Der Verkauf ist außerdem eines der offensten Felder für Quereinsteiger. Viele Filialen besetzen Stellen ohne einschlägige Ausbildung und schulen intern an Kasse, Sortiment und Kassensystem. Menschen nach einer Familienphase finden hier häufig Teilzeitstellen mit planbaren Stunden. Berufserfahrung aus Gastronomie oder Service zählt in Bewerbungsgesprächen viel.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit findet überwiegend im Stehen und Gehen statt, oft acht Stunden lang. Ware schleppen, Paletten ziehen, Getränkekisten heben gehören dazu. Rücken und Füße merken das. Die Öffnungszeiten bestimmen die Arbeitszeit: Spätdienste bis zum Ladenschluss, Samstage regelmäßig, in Bahnhöfen und Flughäfen auch Sonntage. Vor Weihnachten und in Aktionswochen wird es dicht.

Hinzu kommt der Umgang mit Menschen, die gereizt, in Eile oder unfreundlich sind. Beschwerden ruhig annehmen, wenn hinten die Schlange wächst, ist die eigentliche Kunst des Berufs. Personalmangel und knappe Dienstpläne führen in vielen Filialen dazu, dass Beratung, Kasse und Regalpflege gleichzeitig von einer Person erledigt werden müssen. Die Bezahlung liegt im unteren Bereich, Teilzeit ist verbreitet, und nicht jeder Betrieb zahlt nach Tarif.

Aussichten

Gesucht wird durchgehend, im Lebensmittelhandel besonders. Wer bleibt und Verantwortung übernimmt, wird Substitut, Abteilungsleitung, stellvertretende Filialleitung oder Filialleitung. Weiterbildungen zur Handelsfachwirtin oder zum Handelsfachwirt sowie zur Fachwirtin für Vertrieb im Einzelhandel öffnen den Weg in Einkauf, Category Management oder Bezirksleitung. Der Onlinehandel setzt dem stationären Handel zu, aber Filialen mit Beratungsbedarf und Lebensmittelmärkte bleiben bestehen. Wer Produktwissen aufbaut, etwa im Sanitär-, Sport- oder Elektrofachhandel, ist deutlich schwerer ersetzbar als an einer reinen Kasse.

Aufgaben

  • Kundschaft beraten und passende Produkte zeigen
  • Kasse bedienen, abrechnen und Kassenbestand prüfen
  • Ware annehmen, auspacken und in Regale einsortieren
  • Warenpräsentation und Preisauszeichnung pflegen
  • Reklamationen, Umtausch und Retouren bearbeiten
  • Bestände kontrollieren und Nachbestellungen melden
  • Bei Inventuren zählen und erfassen
  • Verkaufsfläche sauber und ordentlich halten

Voraussetzungen

  • Zweijährige Ausbildung im Verkauf oder Anlernen im Betrieb
  • Freundlicher, geduldiger Umgang mit Menschen
  • Zuverlässigkeit bei Kasse und Abrechnung
  • Bereitschaft zu Spätdiensten und Samstagsarbeit
  • Körperliche Belastbarkeit: langes Stehen, Heben und Tragen
  • Gute Deutschkenntnisse für Beratungsgespräche
  • Rechnen und Umgang mit Kassen- und Warenwirtschaftssystemen

Wo man arbeitet

  • Supermärkte und Discounter
  • Bekleidungs- und Schuhfilialen
  • Bau-, Garten- und Elektrofachmärkte
  • Drogerien und Apothekenumfeld
  • Kioske, Bahnhofs- und Flughafenläden
  • Fachgeschäfte und Kaufhäuser

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die zweijährige duale Ausbildung zur Verkäuferin oder zum Verkäufer mit Berufsschule und Betrieb. Ein drittes Ausbildungsjahr führt zum Abschluss Kauffrau oder Kaufmann im Einzelhandel. Ein Quereinstieg ohne Ausbildung mit betrieblicher Einarbeitung ist in vielen Filialen möglich.

Offene Stellen als im Verkauf

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Offene Stellen
18
Monatsbrutto
2.500 – 5.800 €

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