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Bau & Immobilien

Hausmeister / Hauswart als Objektbetreuer

Hausmeister und Hauswarte betreuen Wohnanlagen, Bürogebäude oder Schulen: Sie halten Technik und Außenanlagen in Ordnung, beheben kleine Schäden selbst und koordinieren Handwerksfirmen für den Rest.

5 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Hausmeister / Hauswart als Objektbetreuer verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.200 € 2.600 € 3.000 € 31.200 €
Mit Berufserfahrung 2.600 € 3.100 € 3.600 € 37.200 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.000 € 3.500 € 4.300 € 42.000 €

Am stärksten wirkt die Tarifbindung: Bei Kommunen, Kliniken und Schulen gilt der TVöD, bei Wohnungsunternehmen häufig ein Haustarif - beides liegt spürbar über den Sätzen kleiner privater Hausservice-Firmen. Zulagen für Rufbereitschaft, Winterdienst und Wochenendeinsätze erhöhen das Monatsentgelt zusätzlich.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Objektbetreuer?

Der Arbeitstag beginnt meist mit einem Rundgang durch das Objekt: Sind die Treppenhauslampen an, ist der Müllplatz geräumt, tropft irgendwo Wasser, funktioniert der Aufzug. Danach folgt die Liste der Meldungen, die Mieter, Verwaltung oder Nutzer hinterlassen haben - klemmende Türschließer, verstopfte Abläufe, defekte Klingelanlagen, lose Geländer. Vieles davon erledigt ein Hausmeister selbst, mit Werkzeug aus dem eigenen Kellerraum. Für alles, was Fachbetriebe brauchen, holt er Angebote ein, lässt Handwerker ins Gebäude, begleitet die Arbeiten und prüft am Ende, ob das Ergebnis stimmt.

Dazu kommt die technische Routine: Heizungsanlage kontrollieren, Zählerstände ablesen, Notbeleuchtung und Rauchmelder prüfen, Wartungstermine für Aufzug, Lüftung und Brandschutz überwachen und dokumentieren. In vielen Objekten gehören Außenanlagen dazu - Rasen mähen, Hecken schneiden, im Winter Schnee schippen und streuen, oft vor Arbeitsbeginn der Mieter. Wer für eine Wohnungsgesellschaft arbeitet, übernimmt außerdem Wohnungsabnahmen und -übergaben, schreibt Zustandsprotokolle und ist erster Ansprechpartner bei Streit im Haus.

Wie wird man Objektbetreuer?

Es gibt keine eigene Ausbildung zum Hausmeister. Der übliche Weg führt über einen handwerklich-technischen Berufsabschluss, etwa als Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Elektroniker, Tischler, Maler oder Gärtner. Wer aus einem dieser Berufe kommt, bringt das Wichtigste mit: die Fähigkeit, Schäden richtig einzuschätzen und selbst zu beheben, was sich beheben lässt. Quereinstieg ist verbreitet, gelingt aber leichter mit Zusatzqualifikationen. Kammern und private Anbieter vermitteln in mehrwöchigen Kursen Grundlagen zu Gebäudetechnik, Betreiberpflichten, Verkehrssicherung und Mietrecht, teils mit Abschluss als geprüfter Haus- und Anlagentechniker oder zertifizierter Objektbetreuer. Ein Führerschein ist praktisch immer verlangt, bei Springerstellen mit mehreren Objekten zwingend.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich: Treppen, Leitern, schwere Säcke, Streugut, gebeugtes Arbeiten in engen Technikräumen, viel draußen bei jedem Wetter. Der Winterdienst zwingt früh aus dem Bett, in vielen Verträgen steht eine Rufbereitschaft für Wasserrohrbrüche, Heizungsausfälle oder ausgesperrte Mieter. Wer allein für ein Objekt zuständig ist, arbeitet weitgehend unbeaufsichtigt und muss sich selbst organisieren - für manche der größte Vorzug, für andere eine Belastung.

Unterschätzt wird der Umgang mit Menschen. Hausmeister stehen zwischen Eigentümern, Verwaltung und Bewohnern und bekommen Beschwerden zuerst zu hören, oft im gereizten Ton. Verschmutzte Aufzüge, Sperrmüll im Keller, Vandalismus im Treppenhaus gehören zum Alltag. Dazu wächst der Dokumentationsaufwand: Prüffristen, Wartungsnachweise, Verkehrssicherungspflicht - wer hier nachlässig ist, riskiert Haftungsfragen für den Betreiber.

Aussichten

Gebäude gibt es überall, und Nachwuchs ist knapp - offene Stellen sind reichlich vorhanden, besonders bei Facility-Management-Dienstleistern und kommunalen Immobilienbetrieben. Die Bezahlung liegt im mittleren Bereich und hängt stark davon ab, ob der Arbeitgeber tarifgebunden ist. Entwicklungswege führen über die Betreuung größerer oder technisch anspruchsvollerer Objekte zum Vorarbeiter oder Objektleiter mit eigenem Team, in der Gebäudetechnik zur Fachkraft für Brandschutz oder Aufzugsbetreuung. Mit Meisterbrief oder Fachwirt-Abschluss im Facility Management ist der Schritt in die Bereichsleitung oder in eine eigene Hausservice-Firma möglich.

Aufgaben

  • täglicher Kontrollgang durch Gebäude, Technikräume und Außenanlagen
  • kleine Reparaturen an Türen, Sanitär, Beleuchtung und Möbeln selbst ausführen
  • Handwerksfirmen beauftragen, einweisen und die Ausführung abnehmen
  • Heizungs-, Lüftungs- und Aufzugsanlagen kontrollieren, Zählerstände ablesen
  • Prüf- und Wartungstermine überwachen und schriftlich dokumentieren
  • Grünpflege, Reinigung der Gemeinschaftsflächen und Winterdienst
  • Wohnungen und Räume übergeben, Zustandsprotokolle anfertigen
  • Ansprechpartner für Mieter, Nutzer und Hausverwaltung sein

Voraussetzungen

  • abgeschlossene handwerkliche oder technische Berufsausbildung, alternativ langjährige Praxis
  • handwerkliches Geschick über mehrere Gewerke hinweg
  • Führerschein Klasse B
  • körperliche Belastbarkeit, Schwindelfreiheit auf Leitern, Arbeit im Freien bei jedem Wetter
  • Bereitschaft zu früher Arbeitszeit und Rufbereitschaft
  • Grundkenntnisse in Gebäudetechnik, Betreiberpflichten und Verkehrssicherung
  • Zuverlässigkeit, oft polizeiliches Führungszeugnis, ruhiger Umgang mit Beschwerden

Wo man arbeitet

  • Wohnungsbaugesellschaften und Genossenschaften
  • Facility-Management- und Gebäudedienstleister
  • Hausverwaltungen
  • Schulen, Kliniken und kommunale Liegenschaften
  • Industrie- und Bürogebäude
  • Hotels und Seniorenwohnanlagen

Der Weg in den Beruf

Übliche Grundlage ist eine drei- bis dreieinhalbjährige handwerkliche Ausbildung, etwa als Anlagenmechaniker SHK, Elektroniker für Gebäudetechnik oder Tischler. Darauf setzen viele einen mehrwöchigen Lehrgang zum geprüften Haus- und Anlagentechniker oder zertifizierten Objektbetreuer bei einer Kammer oder einem privaten Bildungsträger. Ein Quereinstieg aus anderen Bereichen ist möglich, wenn handwerkliche Praxis nachgewiesen wird.

Offene Stellen als Hausmeister / Hauswart als Objektbetreuer

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