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Bau & Immobilien

Garten- und Landschaftsbauer

Garten- und Landschaftsbauer legen Gärten, Grünanlagen, Wege und Plätze an und pflegen sie. Die Arbeit findet ganzjährig im Freien statt und ist körperlich anspruchsvoll.

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Gehalt

Was man als Garten- und Landschaftsbauer verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.400 € 2.750 € 3.100 € 33.000 €
Mit Berufserfahrung 2.900 € 3.300 € 3.800 € 39.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.500 € 4.100 € 5.200 € 49.200 €

In tarifgebundenen Betrieben richtet sich die Bezahlung nach dem Entgelttarifvertrag für den Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau zwischen BGL und IG BAU, der nach West und Ost sowie nach Lohngruppen unterscheidet. Außerhalb der Tarifbindung liegen die Löhne oft niedriger; Zuschläge für Winterdienst, Montage und Überstunden machen einen spürbaren Teil des Jahreseinkommens aus.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Garten- und Landschaftsbauer?

Garten- und Landschaftsbauer, im Ausbildungsberuf Landschaftsgärtner genannt, bauen das, was zwischen den Gebäuden liegt: Terrassen, Treppen, Pflasterflächen, Trockenmauern, Teiche, Spielplätze, Sportanlagen, Dachbegrünungen und Firmengelände. Sie heben Baugruben aus, verdichten Untergrund, setzen Randsteine in Beton, verlegen Drainage- und Bewässerungsleitungen, pflanzen Bäume, Sträucher und Stauden und legen Rasenflächen an. Ein zweiter großer Bereich ist die Pflege: Gehölzschnitt, Rasenpflege, Beetpflege, Laubräumung, im Winter oft Räum- und Streudienst.

Der Alltag wechselt zwischen Handarbeit und Maschineneinsatz. Rüttelplatte, Minibagger, Radlader, Motorsäge, Freischneider und Heckenschere gehören dazu, ebenso Schnurgerüst, Nivelliergerät und Wasserwaage, denn Gefälle und Höhen müssen stimmen, damit Wasser abläuft und Beläge halten. Baustellen werden meist im Kolonnenverbund von zwei bis fünf Leuten abgearbeitet, oft mit direktem Kontakt zu Privatkunden, Architekten oder kommunalen Auftraggebern.

Wie wird man Garten- und Landschaftsbauer?

Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung zum Gärtner der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau. Betriebe stellen mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Abschluss ein; wichtiger als Noten sind Zuverlässigkeit und die Bereitschaft, bei jedem Wetter draußen zu arbeiten. In der Berufsschule und im überbetrieblichen Unterricht geht es um Pflanzenkunde, Bodenkunde, Vermessung, Baustoffe und Kalkulation. Der Führerschein Klasse B, besser BE oder C1E, wird fast überall erwartet, weil Anhänger und Maschinen bewegt werden.

Quereinstieg ist möglich und verbreitet. Wer aus dem Bau, der Landwirtschaft oder einem anderen handwerklichen Beruf kommt, findet als Helfer schnell Arbeit und kann die Prüfung später extern ablegen. Ohne Abschluss bleibt man allerdings meist auf der Helferstufe und verdient deutlich weniger.

Was der Beruf verlangt

Körperliche Belastung ist der Kern des Berufs. Pflastersteine, Säcke mit Sand und Substrat, Wurzelballen und Bordsteine werden getragen, viel Arbeit findet in der Hocke oder gebückt statt. Regen, Kälte, Hitze und Staub gehören dazu; ausgefallen wird selten. Knie, Rücken und Schultern verschleißen, wenn nicht auf Technik und Hilfsmittel geachtet wird.

Die Arbeitszeit folgt der Saison. Von März bis November sind lange Tage und Überstunden normal, im Winter wird das Konto abgebaut oder es gibt Kurzarbeit, sofern der Betrieb keinen Winterdienst hat. Anfahrten zu Baustellen zählen oft nicht voll als Arbeitszeit, und bei größeren Projekten kommt Montage mit Übernachtung vor. Termindruck, Änderungswünsche von Kunden und Abstimmung mit anderen Gewerken gehören zum Alltag.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil bis hoch. Private Gartenbauprojekte, Klimaanpassung in Städten, Dach- und Fassadenbegrünung, Regenwassermanagement und die Pflege kommunaler Grünflächen sorgen für volle Auftragsbücher, während Fachkräfte in vielen Regionen fehlen. Wer bleibt, wird gebraucht.

Entwicklungswege führen über Vorarbeiter und Werkpolier zum Meister im Garten- und Landschaftsbau oder zum staatlich geprüften Techniker. Damit kommen Bauleitung, Kalkulation und Personalverantwortung hinzu, und die körperliche Belastung sinkt. Ein Studium der Landschaftsarchitektur oder des Landschaftsbaus ist mit Meisterbrief oder Fachhochschulreife möglich. Die Selbstständigkeit mit eigenem Betrieb ist in dieser Branche verbreitet, setzt aber Kalkulationssicherheit und Kundenakquise voraus.

Aufgaben

  • Baugruben und Gräben ausheben, Untergrund profilieren und verdichten
  • Pflaster, Platten, Randsteine und Treppen verlegen und setzen
  • Bäume, Sträucher, Stauden pflanzen und Rasenflächen anlegen
  • Bewässerungs-, Drainage- und Elektroleitungen im Außenbereich verlegen
  • Höhen und Gefälle mit Nivelliergerät und Schnurgerüst abstecken
  • Grünanlagen pflegen, Gehölze schneiden, Rasen mähen und düngen
  • Maschinen wie Minibagger, Radlader und Rüttelplatte bedienen und warten
  • Aufmaße erstellen und Arbeiten mit Kunden und anderen Gewerken abstimmen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung zum Gärtner, Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau, oder einschlägige Praxis
  • Körperliche Belastbarkeit, Schwindelfreiheit und Bereitschaft zur Arbeit bei jedem Wetter
  • Führerschein Klasse B, häufig BE oder C1E für Anhänger und Transporter
  • Räumliches Vorstellungsvermögen und Sinn für saubere, maßhaltige Ausführung
  • Grundkenntnisse in Pflanzen- und Bodenkunde
  • Teamfähigkeit und Umgangsformen im Kundenkontakt
  • Sachkundenachweise für Motorsäge oder Pflanzenschutz je nach Einsatzbereich von Vorteil

Wo man arbeitet

  • Garten- und Landschaftsbaubetriebe
  • Kommunale Grünflächenämter und Bauhöfe
  • Friedhofsverwaltungen und Sportplatzbetreiber
  • Baumschulen mit eigener Baukolonne
  • Facility-Management-Dienstleister mit Außenanlagenpflege

Der Weg in den Beruf

Der übliche Weg ist die dreijährige duale Ausbildung zum Gärtner der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau im Betrieb, in der Berufsschule und in überbetrieblichen Lehrgängen. Sie endet mit der Gesellenprüfung vor der Landwirtschaftskammer. Danach sind Weiterbildungen zum Vorarbeiter, Werkpolier, Techniker oder Meister im Garten- und Landschaftsbau möglich.

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