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Technik & Ingenieurwesen

Facharbeiter Straßenbau

Facharbeiter im Straßenbau bauen und sanieren Straßen, Wege, Plätze und Radwege: Sie stellen den Unterbau her, verlegen Pflaster und Bordsteine und bauen Asphalt ein. Die Arbeit findet ganzjährig im Freien statt, meist in wechselnden Kolonnen auf Baustellen in der Region.

9 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Facharbeiter Straßenbau verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.700 € 3.000 € 3.300 € 36.000 €
Mit Berufserfahrung 3.200 € 3.600 € 4.000 € 43.200 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.800 € 4.300 € 5.200 € 51.600 €

Maßgeblich ist der Bundesrahmentarifvertrag für das Baugewerbe mit dem jeweiligen Lohntarif; die Löhne in den westlichen Bundesländern liegen weiterhin über denen im Osten. Deutlich mehr als das Grundgehalt machen oft Erschwerniszuschläge, Überstunden im Sommer, Auslösung bei Montage sowie das tarifliche 13. Monatseinkommen aus - in Kleinbetrieben ohne Tarifbindung fallen diese Bestandteile häufig weg.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Facharbeiter Straßenbau?

Straßenbau beginnt unter der Oberfläche. Facharbeiter im Straßenbau räumen den Boden aus, verdichten den Untergrund mit Rüttelplatte und Walze, bauen Frostschutz- und Tragschichten aus Schotter und Kies ein und richten Höhen und Gefälle nach Schnurgerüst, Nivelliergerät oder Rotationslaser aus. Darauf folgt die Decke: Asphalt wird vom Fertiger eingebaut, an Rändern, Schächten und Anschlüssen von Hand nachgezogen und abgewalzt. Bei Pflasterflächen setzen sie Bordsteine in Beton, verlegen Pflastersteine im vorgegebenen Verband, verfugen und rütteln ab.

Dazu kommen Entwässerung und Nebenarbeiten: Rinnen und Einläufe setzen, Rohrgräben ausheben und verfüllen, Schachtdeckel auf Höhe bringen, Randbereiche mit Rasenkanten oder Schotter abschließen. Ein wesentlicher Teil der Arbeit ist die Verkehrssicherung - Absperrungen aufstellen, Baustellenbeschilderung nach Regelplan einrichten, Ampeln bei halbseitiger Sperrung betreuen. Auf kleineren Baustellen fahren Facharbeiter auch selbst Radlader, Minibagger oder Walze.

Wie wird man Facharbeiter Straßenbau?

Der übliche Weg ist die dreijährige duale Ausbildung zum Straßenbauer. Sie beginnt mit einem gemeinsamen ersten Jahr für alle Bauberufe, das oft überwiegend in einem überbetrieblichen Ausbildungszentrum stattfindet. Ein Hauptschulabschluss genügt in der Regel; wichtiger sind Rechenfertigkeit für Höhen, Mengen und Gefälle und körperliche Belastbarkeit. Nach zwei Jahren ist ein Abschluss als Tiefbaufacharbeiter mit Schwerpunkt Straßenbauarbeiten möglich, der später zum vollen Gesellenbrief ausgebaut werden kann.

Quereinstieg ist verbreitet. Viele beginnen als Bauhelfer und arbeiten sich ein; wer mehrere Jahre auf der Straßenbaukolonne mitgearbeitet hat, kann über eine Externenprüfung bei der Handwerkskammer den Facharbeiterbrief nachholen. Nützlich sind Führerschein C/CE, Baumaschinenscheine und die Qualifikation für Arbeiten im Verkehrsraum.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich hart. Pflastersteine und Bordsteine sind schwer, Asphalt wird bei über 150 Grad eingebaut, und im Sommer steht die Kolonne stundenlang in Hitze und Dämpfen. Im Winter fällt die Arbeit dagegen oft aus - Schlechtwetterphasen und Saisonkurzarbeit gehören dazu. Lärm, Staub, Vibration und die Nähe zum fließenden Verkehr sind dauerhafte Belastungen; Knie, Rücken und Gehör werden beansprucht.

Die Arbeitszeit richtet sich nach dem Baufortschritt: früher Beginn, im Sommer lange Tage, Überstunden auf dem Arbeitszeitkonto. Nachtarbeit und Wochenenden kommen vor, wenn Hauptverkehrsstraßen gesperrt werden müssen. Wer für ein überregional tätiges Unternehmen arbeitet, ist unter Umständen die Woche über auswärts untergebracht. Verlässlichkeit und Teamfähigkeit zählen mehr als Einzelleistung, weil eine Asphaltkolonne nur im Takt funktioniert.

Aussichten

Der Bedarf ist stabil bis hoch. Ein großer Teil des deutschen Straßen- und Brückennetzes ist sanierungsbedürftig, und kommunale Bauhöfe wie Bauunternehmen finden schwer Fachkräfte. Wer den Gesellenbrief hat und zuverlässig ist, findet in der Regel schnell eine Stelle.

Entwicklungswege führen über Vorarbeiter und Kolonnenführer zum Werkpolier oder Geprüften Polier, weiter zum Straßenbauermeister mit der Möglichkeit eines eigenen Betriebs. Auch Baumaschinenführer, Bauleitungsassistenz, Vermessungsgehilfe oder ein anschließendes Studium im Bauingenieurwesen über die Fachhochschulreife sind mögliche Richtungen. Wegen der körperlichen Belastung ist ein solcher Wechsel für viele mit vierzig oder fünfzig ein realistisches Thema.

Aufgaben

  • Untergrund ausheben, planieren und verdichten
  • Frostschutz- und Tragschichten einbauen und abziehen
  • Asphalt einbauen, von Hand nachziehen und walzen
  • Bordsteine setzen und Pflasterflächen verlegen und verfugen
  • Höhen und Gefälle nach Schnurgerüst und Laser abstecken
  • Entwässerungsrinnen, Einläufe und Schachtabdeckungen einbauen
  • Baustelle absichern und Beschilderung nach Regelplan aufstellen
  • Kleingeräte und Baumaschinen bedienen und pflegen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung als Straßenbauer oder Tiefbaufacharbeiter, alternativ mehrjährige Baustellenerfahrung
  • Körperliche Belastbarkeit, gesunder Rücken und Knie, Schwindelfreiheit an Böschungen
  • Bereitschaft zu Arbeit im Freien bei Hitze, Kälte und Regen
  • Sicheres Rechnen mit Maßen, Mengen und Gefällen, Verständnis für Baupläne
  • Führerschein, möglichst Klasse B, für viele Stellen C/CE und Baumaschinenscheine
  • Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit, Bereitschaft zu frühem Arbeitsbeginn und Montage

Wo man arbeitet

  • Straßen- und Tiefbauunternehmen
  • Kommunale Bauhöfe und Straßenmeistereien
  • Landes- und Autobahnbetriebe
  • Pflaster- und Garten-Landschaftsbaubetriebe
  • Betriebe für Flughafen-, Gleis- und Industrieflächenbau

Der Weg in den Beruf

Übliche Grundlage ist die dreijährige duale Ausbildung zum Straßenbauer im Bauhauptgewerbe, die mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer oder der Industrie- und Handelskammer endet. Das erste Jahr ist ein gemeinsames Baugrundjahr, oft im überbetrieblichen Ausbildungszentrum. Nach zwei Jahren ist der Abschluss Tiefbaufacharbeiter mit Schwerpunkt Straßenbau möglich, der im dritten Jahr zum vollen Facharbeiterabschluss ergänzt werden kann.

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