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IT & Software

DHBW Studium

Ein DHBW-Studium im IT-Bereich verbindet dreimonatige Theoriephasen an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg mit Praxisphasen im Partnerunternehmen. Nach drei Jahren steht ein Bachelor-Abschluss, ein Ausbildungsentgelt gab es von Anfang an.

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Gehalt

Was man als DHBW Studium verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.600 € 4.200 € 5.000 € 50.400 €
Mit Berufserfahrung 4.500 € 5.300 € 6.300 € 63.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 5.500 € 6.600 € 8.500 € 79.200 €

Während des Studiums zahlen die Partnerunternehmen ein Studienentgelt von meist 1.000 bis 1.700 Euro monatlich, in tarifgebundenen Betrieben nach IG Metall oder dem TVAöD deutlich am oberen Rand. Die angegebenen Werte gelten für die Zeit nach dem Abschluss und hängen stark von Branche und Region ab: Industrie, Banken und Beratungen in Baden-Württemberg oder Bayern zahlen deutlich mehr als kleine IT-Dienstleister oder der öffentliche Dienst.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht man im DHBW-Studium?

Das Studium an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg läuft im Zwölf-Wochen-Rhythmus: drei Monate Vorlesungen am Campus, drei Monate Arbeit im Unternehmen, sechs Mal hintereinander. In den IT-Studiengängen Wirtschaftsinformatik, Informatik, Angewandte Informatik oder Data Science stehen an der Hochschule Programmierung, Datenbanken, Algorithmen, Softwarearchitektur, Mathematik, Statistik und je nach Profil Betriebswirtschaft auf dem Plan. Klausuren am Ende jeder Theoriephase, dazu Studienarbeiten, die meist an einem Thema aus dem Betrieb hängen.

In den Praxisphasen arbeiten Studierende in der Regel in wechselnden Abteilungen mit: Anforderungen mit Fachbereichen klären, Code schreiben und testen, Schnittstellen bauen, Tickets im zweiten Level bearbeiten, Datenmodelle dokumentieren, an Sprint-Meetings teilnehmen. Wie viel Verantwortung dabei entsteht, hängt stark vom Unternehmen ab. In manchen Betrieben übernehmen Dualstudierende ab dem zweiten Jahr eigene Features, in anderen bleibt es länger beim Zuschauen und Zuarbeiten. Die Bachelorarbeit entsteht am Ende fast immer zu einer realen Fragestellung des Partnerunternehmens.

Wie wird man Dualstudierende?

Der Weg führt über das Unternehmen, nicht über die Hochschule. Zuerst wird ein Studienplatzbewerbung bei einem der Partnerunternehmen eingereicht, in der Regel ein Jahr vor Studienbeginn. Nach Auswahlverfahren, Test und Gespräch folgt ein Studienvertrag; mit diesem Vertrag erfolgt die Einschreibung an der DHBW, eine eigene Zulassung über die Hochschule gibt es nicht. Voraussetzung ist die allgemeine Hochschulreife, die Fachhochschulreife oder eine fachgebundene Hochschulreife, in einigen Fällen auch eine Berufsausbildung mit entsprechender Eignungsprüfung.

Das Studium dauert drei Jahre und endet mit dem Bachelor of Science, teils Bachelor of Engineering. Wer aus einer IT-Ausbildung kommt, findet mit Fachinformatiker-Abschluss und guten Zeugnissen häufig einen Platz; Quereinstieg im engeren Sinn ist kaum möglich, weil der Studienvertrag am Anfang steht.

Was der Beruf verlangt

Die größte Belastung ist die Dichte. Es gibt keine Semesterferien, sondern Urlaubstage nach Vertrag, meist 25 bis 30 im Jahr, und die liegen in den Praxisphasen. Klausurphasen fallen unmittelbar vor den Betriebsstart, Studienarbeiten werden oft abends und am Wochenende geschrieben. Wer nebenher viel Zeit für Nebenjobs, längere Auslandsaufenthalte oder ein sehr freies Studentenleben will, ist an der DHBW falsch.

Dazu kommt die Bindung: Der Studienvertrag legt in vielen Fällen eine Übernahme- oder Rückzahlungsklausel fest, ein Wechsel des Arbeitgebers während des Studiums ist praktisch nicht vorgesehen. Die Theorie ist stark verschult, Fächer und Prüfungstermine sind vorgegeben. Mathematik im ersten Jahr sortiert regelmäßig aus. Wer eine wissenschaftliche Laufbahn anstrebt, muss beachten, dass die Forschungsanteile gering sind, ein Masterstudium danach aber möglich bleibt.

Aussichten

Die Nachfrage nach IT-Fachkräften ist hoch, und Dualabsolventen haben nach drei Jahren Betriebspraxis und einem akademischen Abschluss einen sehr guten Start. Übernahmequoten in den Partnerunternehmen liegen in der IT deutlich über dem Durchschnitt anderer Fächer. Typische erste Stellen sind Softwareentwicklung, IT-Consulting, Systemintegration, Datenanalyse oder IT-Projektarbeit.

Weiter geht es über Fachlaufbahnen zum Software Architect oder Datenspezialisten, über Projektleitung oder über einen berufsbegleitenden Master. Ein Nachteil bleibt: Die Spezialisierung ist eng am ersten Arbeitgeber ausgerichtet, breitere Grundlagen müssen später selbst nachgeholt werden.

Aufgaben

  • Vorlesungen, Übungen und Klausuren in dreimonatigen Theoriephasen
  • Anforderungen mit Fachabteilungen abstimmen und dokumentieren
  • Software entwickeln, testen und dokumentieren
  • Datenbanken und Schnittstellen anlegen und pflegen
  • Anwenderanfragen im Second-Level-Support bearbeiten
  • Studien- und Projektarbeiten zu betrieblichen Themen schreiben
  • in Sprint-Planungen und Projektmeetings mitarbeiten
  • Abteilungen im Unternehmen rotierend durchlaufen

Voraussetzungen

  • Abitur, Fachhochschulreife oder gleichwertiger Abschluss
  • Studienvertrag mit einem DHBW-Partnerunternehmen
  • solide Mathematikkenntnisse, besonders Analysis und lineare Algebra
  • logisches Denken und Ausdauer beim Suchen von Fehlern
  • Selbstorganisation für parallel laufende Prüfungen und Projekte
  • Englisch für Dokumentation und Fachliteratur

Wo man arbeitet

  • Softwarehäuser und IT-Dienstleister
  • IT-Abteilungen von Industrieunternehmen
  • Banken und Versicherungen
  • Behörden und kommunale Rechenzentren
  • Unternehmensberatungen mit IT-Schwerpunkt

Der Weg in den Beruf

Das duale Bachelorstudium an der DHBW dauert drei Jahre und wechselt alle drei Monate zwischen Hochschule und Partnerunternehmen. Die Bewerbung läuft über das Unternehmen, das den Studienvertrag schließt; die Einschreibung an der Hochschule folgt danach. Abschluss ist der Bachelor of Science oder Bachelor of Engineering, ein berufsbegleitender Master ist im Anschluss möglich.

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