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Bildung & Soziales

Consultant Transaktionsberatung

Consultants in der Transaktionsberatung prüfen Unternehmen, die gekauft oder verkauft werden sollen, und bewerten deren Zahlen, Risiken und Ertragskraft. Sie arbeiten in Projektteams bei Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaften und begleiten Käufer, Verkäufer und Investoren durch den gesamten Deal.

6 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Consultant Transaktionsberatung verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 4.200 € 4.800 € 5.800 € 57.600 €
Mit Berufserfahrung 5.800 € 7.000 € 8.500 € 84.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 8.500 € 11.000 € 16.000 € 132.000 €

Es gibt keinen Tarifvertrag; das Gehalt hängt stark von der Größe und Marktstellung der Gesellschaft ab, große internationale Häuser und Private-Equity-nahe Boutiquen zahlen deutlich über kleineren Mittelstandsberatungen. Variable Boni von zehn bis dreißig Prozent des Jahresgehalts sind üblich und schwanken mit dem Transaktionsvolumen des Jahres.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Consultant in der Transaktionsberatung?

Wenn ein Unternehmen ein anderes kaufen will, braucht der Käufer belastbare Zahlen. Diese Zahlen liefert die Transaktionsberatung. Consultants sichten Jahresabschlüsse, Monatsreportings, Auftragsbücher und Verträge des Zielunternehmens, rechnen einmalige Effekte heraus und ermitteln, welche Ertragskraft tatsächlich nachhaltig ist. Das Ergebnis ist eine Financial Due Diligence: ein Bericht, der Umsatz- und Margenentwicklung erklärt, Working Capital und Nettoverschuldung analysiert und Risiken benennt, die im Kaufpreis oder im Vertrag berücksichtigt werden müssen.

Der Alltag besteht zu großen Teilen aus Arbeit in Excel und in Datenräumen, aus Fragenlisten an das Management des Zielunternehmens, aus Telefonkonferenzen mit Anwälten und Investmentbankern und aus dem Schreiben von Berichten in PowerPoint. Dazu kommen Managementgespräche vor Ort, Abstimmungen mit dem Mandanten und die Mitarbeit an Kaufpreismechanismen. Projekte laufen oft parallel, und weil Transaktionen an Fristen hängen, verschieben sich Prioritäten kurzfristig.

Wie wird man Consultant in der Transaktionsberatung?

Üblich ist ein abgeschlossenes Studium in Betriebswirtschaft, Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsingenieurwesen oder Finance, gern mit Schwerpunkt Accounting, Controlling oder Corporate Finance. Praktika bei Wirtschaftsprüfern, Beratungen oder im Beteiligungsgeschäft sind faktisch Voraussetzung, weil der Einstieg stark über Bewerbungsvorauswahl und Case-Interviews läuft. Ein Master oder ein Auslandssemester hilft, ist aber nicht zwingend.

Quereinstiege gibt es aus der Wirtschaftsprüfung, aus Konzerncontrolling, aus M&A-Abteilungen von Unternehmen und aus Banken. Wer aus einem ganz anderen Feld kommt, braucht mindestens gute Kenntnisse in Rechnungslegung nach HGB und IFRS und die Bereitschaft, Bilanzanalyse gründlich nachzuholen. Berufsbegleitend werden häufig das Wirtschaftsprüferexamen, der CFA oder der CVA angestrebt.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeitszeiten sind der härteste Teil. In heißen Projektphasen sind Sechzig-Stunden-Wochen normal, Abgabetermine liegen auch am Wochenende, und Urlaub muss manchmal verschoben werden. Reisetätigkeit gehört dazu, wenn auch weniger als früher. Wer Planbarkeit im Privatleben braucht, wird damit dauerhaft nicht glücklich; die Fluktuation in der Branche ist entsprechend hoch.

Inhaltlich verlangt der Beruf sehr sauberes Arbeiten mit Zahlen, weil Fehler in einer Due Diligence teure Folgen haben. Gefordert sind außerdem Schreibfähigkeit, Englisch auf Verhandlungsniveau, Belastbarkeit unter Zeitdruck und die Fähigkeit, unvollständige Datenlagen einzuordnen statt sich in ihnen zu verlieren. Feedback ist direkt, Leistungsbeurteilung erfolgt regelmäßig und offen.

Aussichten

Die Nachfrage schwankt mit dem Transaktionsmarkt: In Jahren mit vielen Übernahmen wird stark eingestellt, in Zinsanstiegs- und Krisenphasen werden Teams verkleinert oder in benachbarte Bereiche wie Restrukturierung verschoben. Langfristig bleibt der Bedarf bestehen, weil Unternehmensverkäufe, Nachfolgeregelungen und Beteiligungsgeschäfte ohne externe Prüfung kaum ablaufen.

Der Karriereweg innerhalb der Beratung ist klar getaktet: Consultant, Senior Consultant, Manager, Senior Manager, Director, Partner. Viele wechseln nach drei bis sechs Jahren auf die Gegenseite, etwa in M&A-Abteilungen von Konzernen, zu Beteiligungsgesellschaften, ins Beteiligungscontrolling oder in Finanzleitungsfunktionen mittelständischer Unternehmen. Diese Ausstiegsmöglichkeiten sind für viele der eigentliche Grund für die Anfangsjahre.

Aufgaben

  • Jahresabschlüsse und Monatsreportings von Zielunternehmen analysieren
  • bereinigte Ertragskennzahlen und nachhaltige Ergebnisse herleiten
  • Working Capital, Nettoverschuldung und Cashflows auswerten
  • Fragenlisten erstellen und Managementgespräche vorbereiten
  • Datenräume auswerten und Datenqualität prüfen
  • Due-Diligence-Berichte in PowerPoint schreiben und abstimmen
  • Finanzmodelle in Excel aufbauen und plausibilisieren
  • mit Anwälten, Banken und dem Mandanten koordinieren

Voraussetzungen

  • abgeschlossenes wirtschaftswissenschaftliches Studium oder vergleichbare Qualifikation
  • solide Kenntnisse in Rechnungslegung nach HGB und IFRS
  • sehr gute Excel- und PowerPoint-Kenntnisse
  • verhandlungssicheres Englisch
  • Belastbarkeit bei langen Arbeitstagen und engen Fristen
  • Genauigkeit und Bereitschaft zu häufigen Reisen

Wo man arbeitet

  • Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaften
  • auf M&A spezialisierte Beratungsboutiquen
  • Corporate-Finance-Abteilungen von Banken
  • Beteiligungsgesellschaften und Private-Equity-Häuser
  • M&A-Bereiche größerer Konzerne

Der Weg in den Beruf

Der Weg führt in der Regel über ein drei- bis fünfjähriges Studium der Betriebswirtschaft, Wirtschaftswissenschaften oder Finance mit Bachelor- oder Masterabschluss und einschlägigen Praktika. Der Einstieg erfolgt direkt als Consultant, häufig verbunden mit einer internen Ausbildung in Due-Diligence-Methodik. Berufsbegleitend werden oft das Wirtschaftsprüferexamen oder der CFA absolviert.

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