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Handwerk & Produktion

CNC-Zerspanungsmechaniker

CNC-Zerspanungsmechaniker richten computergesteuerte Werkzeugmaschinen ein und fertigen daran Metallteile mit Toleranzen im Hundertstelmillimeterbereich. Sie programmieren, überwachen die Produktion und prüfen die Maße der gefertigten Teile.

15 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als CNC-Zerspanungsmechaniker verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.500 € 2.900 € 3.300 € 34.800 €
Mit Berufserfahrung 3.000 € 3.500 € 4.100 € 42.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.500 € 4.200 € 5.200 € 50.400 €

Entscheidend ist die Tarifbindung: In Betrieben mit dem Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie liegen die Entgelte deutlich über denen kleiner Lohnfertiger ohne Tarif, teils um mehrere hundert Euro im Monat. Schicht-, Nacht- und Samstagszulagen kommen hinzu und machen bei Dreischichtbetrieb einen erheblichen Teil des Einkommens aus.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein CNC-Zerspanungsmechaniker?

CNC-Zerspanungsmechaniker stellen an Dreh-, Fräs- und Schleifmaschinen Bauteile aus Metall her: Wellen, Gehäuse, Zahnräder, Hydraulikteile, medizinische Implantate. Grundlage ist eine technische Zeichnung oder ein CAD-Datensatz. Daraus entsteht ein Programm, das die Maschine Zeile für Zeile abarbeitet.

Der Alltag beginnt selten mit dem Programmieren, sondern mit dem Einrichten. Werkzeuge werden in Halter eingespannt und vermessen, Nullpunkte angetastet, Spannmittel montiert, Kühlmittelzufuhr eingestellt. Dann läuft das erste Teil, oft im Einzelschrittmodus, und wird komplett durchgemessen. Erst wenn die Maße stimmen, geht die Serie los. Während die Maschine arbeitet, prüft der Zerspanungsmechaniker Stichproben mit Bügelmessschraube, Messuhr oder auf dem Messgerät, kontrolliert Werkzeugverschleiß und korrigiert Maße über Verschleißwerte. Wer an mehreren Maschinen arbeitet, pendelt zwischen ihnen und plant die Rüstzeiten so, dass möglichst wenig Stillstand entsteht.

Dazu kommen Werkzeugwechsel, kleinere Wartungen, das Dokumentieren von Prüfergebnissen und die Fehlersuche, wenn Oberflächen rattern, Späne nicht abfließen oder ein Bohrer bricht.

Wie wird man CNC-Zerspanungsmechaniker?

Der Regelweg ist die dreieinhalbjährige duale Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker mit einer der Fachrichtungen Drehmaschinensysteme, Frästechnik, Schleiftechnik oder Drehautomatensysteme. Betriebe erwarten meist einen guten Hauptschulabschluss oder die mittlere Reife, vor allem solide Mathematik. Auch Industriemechaniker, Werkzeugmechaniker oder Feinwerkmechaniker arbeiten an CNC-Maschinen.

Quereinstieg kommt vor: In vielen Betrieben lernen angelernte Maschinenbediener über Jahre das Rüsten und Programmieren dazu, oft begleitet von Lehrgängen zu Steuerungen wie Siemens Sinumerik, Heidenhain oder Fanuc. Ohne Abschluss bleibt die Bezahlung jedoch deutlich niedriger, und der Weg in anspruchsvollere Programmierarbeit ist steiniger. Eine Externenprüfung bei der Industrie- und Handelskammer ist möglich und lohnt sich in der Regel.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit findet meist im Zweischicht- oder Dreischichtbetrieb statt, in der Serienfertigung häufig auch samstags. Es ist laut, es riecht nach Kühlschmierstoff, Hände und Kleidung werden ölig. Hautreizungen durch Kühlmittel sind ein verbreitetes Problem. Man steht fast die ganze Schicht, hebt Werkstücke und Spannmittel, arbeitet in gebeugter Haltung an der Maschine.

Gleichzeitig ist Konzentration über Stunden nötig. Ein falsch gesetzter Nullpunkt kann eine Werkzeugkollision auslösen und Schaden im fünfstelligen Bereich anrichten, ein übersehener Verschleiß eine ganze Charge unbrauchbar machen. Räumliches Vorstellungsvermögen, Sorgfalt und die Fähigkeit, Fehler ruhig einzugrenzen, zählen mehr als Schnelligkeit. Normales Farbsehen und ausreichend gutes Sehvermögen für Messaufgaben sind Voraussetzung.

Aussichten

Fachkräfte in der Zerspanung sind seit Jahren knapp, besonders im Maschinen- und Werkzeugbau, in der Medizintechnik und bei Zulieferern der Luftfahrt. Wer Steuerungen sicher beherrscht und selbstständig rüstet, findet in Industrieregionen ohne große Mühe eine Stelle. Konjunkturschwankungen und die Umbrüche in der Automobilzulieferung treffen die Branche allerdings direkt; einzelne Standorte bauen ab.

Entwicklungswege führen über den Industriemeister Metall, den Technischen Fachwirt oder die Weiterbildung zum Techniker für Maschinenbau, außerdem in die CAM-Programmierung, die Qualitätssicherung oder den Anwendungstechnik-Vertrieb bei Werkzeug- und Maschinenherstellern.

Aufgaben

  • CNC-Maschinen einrichten, Werkzeuge einwechseln und vermessen
  • Programme nach Zeichnung schreiben, einfahren und optimieren
  • Werkstücke spannen und Nullpunkte antasten
  • Maße mit Messschieber, Bügelmessschraube und Messuhr prüfen
  • Werkzeugverschleiß beurteilen und Korrekturwerte anpassen
  • Prüfprotokolle führen und Ausschussursachen dokumentieren
  • Störungen an Maschine und Prozess eingrenzen und beheben
  • Wartungsarbeiten wie Schmierung und Kühlmittelpflege ausführen

Voraussetzungen

  • abgeschlossene Ausbildung als Zerspanungsmechaniker oder vergleichbarer Metallberuf
  • technische Zeichnungen und Toleranzangaben sicher lesen
  • Grundkenntnisse in mindestens einer Steuerung, etwa Sinumerik oder Heidenhain
  • räumliches Vorstellungsvermögen und Rechensicherheit
  • Bereitschaft zur Schichtarbeit
  • Belastbarkeit für langes Stehen, Lärm und Kontakt mit Kühlschmierstoff
  • gutes Sehvermögen für Mess- und Sichtprüfungen

Wo man arbeitet

  • Maschinenbau- und Werkzeugbaubetriebe
  • Automobilzulieferer
  • Lohnfertiger und Dreherei-Betriebe
  • Medizintechnik- und Luftfahrtzulieferer
  • Instandhaltungsabteilungen großer Industriebetriebe

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die dreieinhalbjährige duale Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker im Betrieb und in der Berufsschule, mit Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer. Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung auf drei Jahre möglich. Wer aus einem anderen Metallberuf kommt, steigt oft über innerbetriebliche Einarbeitung und Steuerungslehrgänge ein.

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