Zum Inhalt springen
IT & Software

Business Developer

Business Developer erschließen neue Märkte, Kunden und Partnerschaften für Software- und IT-Unternehmen. Sie verbinden Vertrieb, Strategie und Produktverständnis und arbeiten meist an der Schnittstelle zwischen Geschäftsführung, Marketing und Technik.

0 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Business Developer verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.200 € 3.800 € 4.600 € 45.600 €
Mit Berufserfahrung 4.300 € 5.300 € 6.800 € 63.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 5.800 € 7.200 € 10.000 € 86.400 €

Tarifverträge spielen kaum eine Rolle, das Gehalt wird frei verhandelt und besteht meist aus Festgehalt plus variablem Anteil von zwanzig bis vierzig Prozent, der von erreichten Umsatzzielen abhängt. Große Softwarekonzerne und Unternehmen mit internationalem Enterprise-Geschäft zahlen deutlich mehr als kleine Systemhäuser oder frühe Start-ups.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Business Developer?

Business Developer sorgen dafür, dass ein Software- oder IT-Unternehmen neue Umsatzquellen findet. Das beginnt mit Recherche: Welche Branchen haben ein Problem, das das eigene Produkt löst? Wer sind die Wettbewerber, wie sind deren Preise, welche Marktlücke bleibt? Aus diesen Analysen entstehen Zielkundenlisten, Business Cases und Vorschläge für neue Produktfunktionen oder Preismodelle.

Der größere Teil des Alltags ist Kontaktarbeit. Business Developer sprechen Entscheider in Zielunternehmen an, per Telefon, E-Mail, LinkedIn oder auf Messen, führen Erstgespräche, qualifizieren Interessenten und begleiten Verkaufsprozesse, die im B2B-Softwaregeschäft schnell mehrere Monate dauern. Sie erstellen Angebote, verhandeln Rahmenbedingungen und stimmen sich mit Presales-Technikern ab, wenn eine Demo oder ein Proof of Concept gefragt ist. Parallel entstehen Partnerschaften mit Systemhäusern, Beratungen oder Plattformanbietern, über die sich Reichweite ohne eigenen Vertriebsaufbau gewinnen lässt.

Dazu gehört viel Dokumentation: Pipeline im CRM pflegen, Forecasts abgeben, Reportings für die Geschäftsführung aufbereiten. In kleineren Firmen übernehmen Business Developer zusätzlich Marketingaufgaben, in großen Konzernen ist die Rolle enger auf Marktentwicklung oder Partnermanagement zugeschnitten.

Wie wird man Business Developer?

Es gibt keine geregelte Ausbildung. Der häufigste Weg ist ein Studium in Betriebswirtschaft, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsingenieurwesen oder Informatik, oft mit ersten Erfahrungen aus Praktika im Vertrieb oder in der Beratung. Viele beginnen als Sales Development Representative oder Junior Sales und wachsen in die Rolle hinein, weil dort Gesprächsführung und Marktkenntnis entstehen.

Quereinstiege sind verbreitet und werden gern gesehen. Wer aus einer Branche kommt, in die das Unternehmen verkaufen will – Logistik, Gesundheitswesen, Industrie, Handel –, bringt Fachwissen mit, das Absolventen fehlt. Auch technische Fachkräfte, Berater und Gründer mit gescheitertem oder verkauftem Start-up finden hier Anschluss. Entscheidend sind nachweisbare Abschlüsse: Wer erklären kann, welche Deals er gewonnen hat und warum, bekommt Gespräche.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist zielorientiert und wird gemessen. Umsatzziele, Pipeline-Werte und Abschlussquoten stehen jeden Monat auf dem Tisch, und ein Teil des Gehalts hängt daran. Ablehnung gehört zum Alltag: Die meisten Kaltkontakte führen zu nichts, und lange Verkaufszyklen bedeuten, dass Erfolg oft erst nach Monaten sichtbar wird. Wer schnelle Bestätigung braucht, hält das schwer aus.

Reisetätigkeit, Messen und Abendtermine kommen dazu, ebenso Zeitzonen, wenn international verkauft wird. Formal gilt Gleitzeit, faktisch richtet sich der Kalender nach Kunden. Nicht zu unterschätzen ist der Zwang, technisch mitzureden: Wer die eigene Software nur oberflächlich versteht, verliert in Gesprächen mit IT-Leitern schnell an Glaubwürdigkeit.

Aussichten

Softwareunternehmen wachsen über Vertrieb, deshalb ist die Nachfrage stabil, in Phasen zurückhaltender Investitionen aber schwankend – bei Finanzierungsengpässen wird zuerst in Sales gekürzt. Wer liefert, kann sich zum Senior oder Key Account Manager entwickeln, Teams als Head of Sales oder Head of Business Development führen oder in Richtung Produktmanagement, Strategie oder eigene Gründung wechseln. Branchenspezialisierung und ein belastbares Netzwerk sind dabei wertvoller als jeder weitere Abschluss.

Aufgaben

  • Märkte, Wettbewerber und Zielbranchen analysieren
  • Neukunden identifizieren und aktiv ansprechen
  • Erstgespräche führen und Interessenten qualifizieren
  • Angebote kalkulieren und Verträge verhandeln
  • Partnerschaften mit Systemhäusern und Plattformanbietern aufbauen
  • Pipeline und Forecasts im CRM pflegen
  • Produktfeedback aus dem Markt an die Entwicklung weitergeben
  • Messen, Konferenzen und Kundenveranstaltungen begleiten

Voraussetzungen

  • Studium in Wirtschaft, Wirtschaftsinformatik oder Informatik, alternativ nachweisbare Vertriebserfahrung
  • Sicheres Auftreten und Ausdauer in langen Verkaufsprozessen
  • Verständnis für Softwareprodukte, Schnittstellen und IT-Begriffe
  • Verhandlungssicheres Deutsch und gutes Englisch
  • Bereitschaft zu Reisen und variablen Arbeitszeiten
  • Umgang mit CRM-Systemen und Kennzahlen
  • Belastbarkeit gegenüber Zielvorgaben und Ablehnung

Wo man arbeitet

  • Softwarehersteller und SaaS-Anbieter
  • IT-Dienstleister und Systemhäuser
  • Technologie-Start-ups
  • Beratungsunternehmen mit Technologiefokus
  • Industrieunternehmen mit digitalen Produkten

Der Weg in den Beruf

Üblich ist ein Bachelor- oder Masterstudium in Betriebswirtschaft, Wirtschaftsinformatik oder Informatik, drei bis fünf Jahre, häufig ergänzt durch Praktika im Vertrieb. Viele starten anschließend als Sales Development Representative oder Junior Business Developer und übernehmen nach ein bis drei Jahren eigene Kunden und Ziele. Ein geschützter Abschluss für den Beruf existiert nicht, Quereinstiege mit Branchen- oder Vertriebserfahrung sind gängig.

Offene Stellen als Business Developer

In der Suche fortsetzen

Zu diesem Beruf steht gerade keine Anzeige im Bestand. Der Bestand wird täglich abgeglichen; die Suche zeigt auch verwandte Bezeichnungen.

Verwandte Berufe

Account Manager

Account Manager betreuen bestehende Geschäftskunden, entwickeln die Umsätze dieser Kunden weiter und sind erster Ansprechpartner bei Fragen zu Produkten, Verträgen und Preisen. Der Beruf verbindet Beratung, Verhandlung und viel Arbeit mit Zahlen und CRM-Systemen.

Offene Stellen
42
Monatsbrutto
2.800 – 8.500 €

Produktmanager

Produktmanager verantworten ein Produkt über seinen gesamten Lebenszyklus: von der Marktanalyse über die Entwicklung bis zur Vermarktung. Sie entscheiden, was gebaut wird, und stimmen dafür Technik, Vertrieb und Geschäftsführung aufeinander ab.

Offene Stellen
19
Monatsbrutto
3.400 – 11.000 €

Unternehmensberater

Unternehmensberater analysieren Probleme in Firmen und Behörden, entwickeln Lösungsvorschläge und begleiten deren Umsetzung. Der Beruf verbindet analytische Arbeit mit hohem Zeitdruck und häufiger Reisetätigkeit.

Offene Stellen
5
Monatsbrutto
3.800 – 25.000 €

Arbeitsplatz.de verwendet nur die Cookies, die für den Betrieb der Seite nötig sind. Kein Tracking, keine Werbenetzwerke, keine Auswertung Ihres Verhaltens. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.

Datenschutz