Was macht ein Assistant Restaurant Manager?
Der Assistant Restaurant Manager ist die zweite Führungsebene im Restaurant. Im Tagesgeschäft heißt das: Schicht vorbereiten, Personal einteilen, Reservierungen und Tischbelegung im Blick behalten, während des Service auf der Fläche mitarbeiten und eingreifen, wenn es klemmt. Wer diese Position innehat, steht selten nur daneben - in Stoßzeiten werden Gäste platziert, Bestellungen aufgenommen, Getränke ausgegeben und Beschwerden direkt am Tisch geklärt.
Dazu kommen administrative Aufgaben, die meist vor oder nach dem Service liegen: Kassenabschluss und Tagesabrechnung, Warenbestellung bei Lieferanten, Inventur, Kontrolle der Wareneinsatzquote, Dienstplanung und Stundenerfassung. In Betrieben mit hoher Personalfluktuation gehört auch das Einarbeiten neuer Servicekräfte und Aushilfen dazu. HACCP-Dokumentation, Temperaturkontrollen und Hygienechecks werden ebenfalls oft auf dieser Ebene abgezeichnet. In Ketten und Systemgastronomie kommen Kennzahlenberichte an die Regionalleitung hinzu.
Wie wird man Assistant Restaurant Manager?
Der häufigste Weg führt über eine Ausbildung als Fachkraft für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie, als Kaufmann für Hotel- und Gastgewerbe oder in der Systemgastronomie, gefolgt von einigen Jahren im Service. Wer sich als Schichtleitung bewährt, rückt intern auf. Ein zweiter Weg ist ein Studium in Hotel- und Restaurantmanagement oder Tourismus, oft mit Praxissemestern; Absolventen starten dann direkt als Assistant Manager, müssen sich operative Erfahrung aber erst erarbeiten.
Quereinstieg ist in dieser Branche real möglich. Wer aus dem Handel oder aus anderen Servicebereichen kommt und einige Jahre gastronomische Praxis nachweist, wird als Kandidat betrachtet - besonders in Ketten, die eigene Führungsprogramme anbieten. Fehlende Ausbildung lässt sich durch nachgewiesene Schichtverantwortung ausgleichen.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeitszeiten sind der härteste Punkt. Abende, Wochenenden und Feiertage sind Regelarbeitszeit, Teildienste mit Unterbrechung am Nachmittag kommen vor. Die Position bringt Verantwortung, aber selten geregelte Stunden - Überstunden sind verbreitet und werden nicht immer vollständig ausgeglichen. Sieben bis zehn Stunden Stehen und Gehen pro Schicht sind normal.
Dazu kommt der Druck zwischen zwei Seiten: Die Geschäftsleitung erwartet Umsatz und niedrigen Wareneinsatz, das Team erwartet planbare Dienstpläne und Unterstützung. Personalmangel verschärft das, weil ausgefallene Schichten häufig von der Führungsebene selbst abgedeckt werden. Wer Konflikte schlecht aushält oder unter Zeitdruck die Übersicht verliert, wird in dieser Rolle unglücklich. Gefordert sind ruhiges Auftreten gegenüber unzufriedenen Gästen, Zahlenverständnis und die Bereitschaft, unangenehme Personalgespräche zu führen.
Aussichten
Die Nachfrage ist hoch. Gastronomiebetriebe finden seit Jahren schwer Führungspersonal, weil viele Fachkräfte nach der Pandemie in andere Branchen gewechselt sind. Wer Erfahrung und Belastbarkeit mitbringt, findet Stellen ohne lange Suche, vor allem in Städten, in Hotelrestaurants und in expandierenden Ketten.
Der naheliegende nächste Schritt ist die Restaurantleitung, danach Mehrbetriebsverantwortung als Area oder District Manager, in Hotels auch der Wechsel in Food-and-Beverage-Management. Ein Teil der Berufstätigen nutzt die Position als Vorstufe zur Selbstständigkeit oder wechselt ins Catering und Veranstaltungsmanagement, wo die Arbeitszeiten teils planbarer liegen. Weiterbildungen wie Restaurantmeister oder Betriebswirt für Hotel- und Gastronomiegewerbe stützen den Aufstieg.