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Vertrieb & Kundenservice

Area Sales Manager Packaging

Area Sales Manager Packaging betreuen und entwickeln den Verkauf von Verpackungslösungen in einem festgelegten Gebiet. Sie beraten Industriekunden, verhandeln Preise und Rahmenverträge und sind viel unterwegs.

3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Area Sales Manager Packaging verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.200 € 3.800 € 4.500 € 45.600 €
Mit Berufserfahrung 4.000 € 5.000 € 6.200 € 60.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 5.200 € 6.500 € 8.500 € 78.000 €

Ein Tarifvertrag greift selten, üblich sind frei verhandelte Verträge mit fixem Grundgehalt und variablem Anteil von etwa 15 bis 30 Prozent, der an Umsatz- und Margenziele gekoppelt ist. Entscheidend sind Unternehmensgröße, Gebietszuschnitt und ob Maschinen oder Packmittel verkauft werden - im Maschinenbau liegen die Gehälter deutlich höher als im Handel mit Standardpackmitteln; ein Firmenwagen zur Privatnutzung ist meist Teil des Pakets.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Area Sales Manager Packaging?

Verpackung ist ein Industriegeschäft: Wellpappe für den Onlinehandel, Folien und Beutel für Lebensmittel, Etiketten, Faltschachteln, Kunststoffbehälter, ganze Abfüll- und Verpackungsmaschinen. Ein Area Sales Manager Packaging verkauft solche Produkte oder Anlagen an gewerbliche Kunden in einer geografisch abgegrenzten Region, oft mehrere Bundesländer oder ein europäisches Nachbarland.

Der Arbeitsalltag besteht aus Kundenbesuchen, Telefonaten, Angebotskalkulation und Abstimmung mit der eigenen Technik. Wer bei einem Lebensmittelhersteller vorspricht, muss wissen, welche Barriereeigenschaften eine Folie braucht, welche Zulassungen für Lebensmittelkontakt vorliegen und was die Verpackungsverordnung und die Anforderungen an Recyclingfähigkeit für den Kunden bedeuten. Danach geht es um Mengen, Staffelpreise, Lieferzeiten und Werkzeugkosten für neue Formate. Vieles läuft über Rahmenverträge mit Jahresmengen, die jährlich neu verhandelt werden - Rohstoffpreise für Papier, Granulat und Aluminium schwanken stark und werden regelmäßig weitergegeben, was unangenehme Gespräche mit langjährigen Kunden bedeutet.

Dazu kommt Dokumentation: Besuchsberichte im CRM, Forecasts für die Produktionsplanung, Reklamationsbearbeitung zusammen mit der Qualitätssicherung. Messen wie die interpack oder FachPack sind fester Termin im Kalender.

Wie wird man Area Sales Manager Packaging?

Es gibt keinen geschützten Zugang. Häufig ist eine kaufmännische oder technische Ausbildung mit Vertriebserfahrung, etwa als Industriekaufmann, Packmitteltechnologe oder Medientechnologe Druck, oft mit anschließender Weiterbildung zum Betriebswirt oder Verpackungstechniker. Der zweite typische Weg ist ein Studium: Verpackungstechnik, Druck- und Medientechnik, Wirtschaftsingenieurwesen oder Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Vertrieb.

Der Einstieg erfolgt selten direkt in die Gebietsverantwortung, sondern über den Innendienst, das Produktmanagement oder als Junior Sales Manager an der Seite eines erfahrenen Kollegen. Quereinstieg aus anderen technischen Vertriebsfeldern gelingt, wenn Branchenkenntnis nachgeholt wird. Englisch ist Pflicht, weil die Konzerne der Branche international aufgestellt sind.

Was der Beruf verlangt

Reisetätigkeit von zwei bis vier Tagen pro Woche ist normal, bei Exportgebieten auch mit Flugreisen und mehreren Übernachtungen. Wer Familie hat, spürt das. Der Rest der Arbeit wandert in Abende und ins Homeoffice.

Der Druck kommt über Zielvorgaben: Umsatz, Marge, Neukundenzahl. Ein variabler Gehaltsanteil hängt daran. Kundenverluste an Wettbewerber lassen sich nicht immer verhindern, müssen aber erklärt werden. Gleichzeitig ist der Handlungsspielraum begrenzt, weil Produktionskapazität, Werkzeuge und Kalkulationsgrundlagen im Werk festgelegt werden. Wer Konflikte zwischen Kundenwunsch und internen Möglichkeiten schlecht erträgt, wird in dieser Rolle unglücklich.

Aussichten

Die Verpackungsindustrie ist konjunkturabhängig, aber strukturell stabil - verpackt wird immer. Nachfrage nach Vertriebsleuten mit echtem technischen Verständnis ist hoch, weil viele Kunden derzeit Materialien wechseln: weg von Verbundfolien, hin zu monomaterialen oder papierbasierten Lösungen. Wer diese Umstellungen begleiten kann, hat gute Karten.

Entwicklungswege führen zur Verkaufsleitung für mehrere Gebiete, ins Key Account Management für Großkunden oder ins Produktmanagement. Auch der Wechsel auf die Kundenseite, etwa in den Einkauf oder die Verpackungsentwicklung eines Markenherstellers, kommt vor.

Aufgaben

  • Bestandskunden im zugewiesenen Gebiet betreuen und Bedarfe abfragen
  • Neukunden identifizieren und akquirieren
  • Angebote kalkulieren, Preise und Rahmenverträge verhandeln
  • technische Anforderungen mit Entwicklung und Produktion abstimmen
  • Reklamationen mit der Qualitätssicherung bearbeiten
  • Umsatz- und Mengenforecasts für die Produktionsplanung erstellen
  • Besuchsberichte und Kundendaten im CRM-System pflegen
  • Fachmessen und Kundenveranstaltungen begleiten

Voraussetzungen

  • kaufmännische oder technische Ausbildung, häufig auch Studium in Verpackungstechnik, Wirtschaftsingenieurwesen oder BWL
  • Erfahrung im technischen Außendienst oder Vertriebsinnendienst
  • Verständnis für Materialien, Druckverfahren und Verpackungsmaschinen
  • Verhandlungssicherheit und Belastbarkeit bei Preisgesprächen
  • Englisch verhandlungssicher, weitere Sprachen je nach Gebiet
  • Führerschein Klasse B und hohe Reisebereitschaft

Wo man arbeitet

  • Hersteller von Wellpappe, Folien, Etiketten und Faltschachteln
  • Verpackungsmaschinenbau
  • Kunststoffverarbeitende Betriebe
  • Handelshäuser und Distributoren für Packmittel
  • Homeoffice und Kundenstandorte im Gebiet

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreijährige kaufmännische oder technische Ausbildung, etwa als Industriekaufmann oder Packmitteltechnologe, oder ein Bachelorstudium in Verpackungstechnik, Druck- und Medientechnik oder Wirtschaftsingenieurwesen mit sechs bis sieben Semestern. Der Einstieg erfolgt meist über den Vertriebsinnendienst oder eine Junior-Position, die Gebietsverantwortung folgt nach zwei bis vier Jahren. Berufsbegleitende Weiterbildungen zum Verpackungstechniker oder Betriebswirt sind verbreitet.

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